DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Oskar Freysinger bläst zum Angriff: Der Walliser will in den Bundesrat.<br data-editable="remove">
Oskar Freysinger bläst zum Angriff: Der Walliser will in den Bundesrat.
Bild: KEYSTONE

«Meine Chancen liegen zwischen 0 und 100 Prozent» – SVP Wallis schickt Oskar Freysinger ins Rennen um Bundesratskandidatur – SVP Waadt nominiert Guy Parmelin

11.11.2015, 11:5602.12.2015, 14:55

Der Walliser SVP-Staatsrat und zurücktretende Nationalrat Oskar Freysinger ist Kandidat für den Bundesrat. Die SVP des französischsprachigen Wallis hat seine Kandidatur offiziell bei der SVP Schweiz angemeldet.

Der Parteirat habe Anfang Woche über die Bundesratskandidatur von Freysinger entschieden, sagte Co-Präsident Jérôme Desmeules am Mittwoch der Nachrichtenagentur sda. Zum Parteirat gehören rund 25 Personen, darunter die Präsidentin der Bezirksparteien.

«Meine Chancen liegen zwischen 0 und 100 Prozent, denn es geht darum, der richtige Kandidat im richtigen Moment zu sein», sagte Freysinger selber in einem Interview mit der Zeitung «Le Nouvelliste» vom Mittwoch. Er habe sich als Kandidat vorgeschlagen, damit die SVP aus einer möglichst grossen Palette auswählen könne.

Der ehemalige Gymnasiallehrer ist der Ansicht, dass seine bisherige politische Laufbahn und seine Sprachkompetenzen - er spricht fliessend Französisch und Deutsch - ihm ein «interessantes Profil» geben. Sein wichtigster Nachteil sei seine freimütige Ausdrucksweise.

Hat im Vergleich zu anderen SVP-Kandidaten einen entscheidenden Vorteil: Oskar Freysinger spricht fliessend Französisch.<br data-editable="remove">
Hat im Vergleich zu anderen SVP-Kandidaten einen entscheidenden Vorteil: Oskar Freysinger spricht fliessend Französisch.
Bild: KEYSTONE

Die kantonalen Sektionen der SVP haben bis Freitag Zeit, der Findungskommission ihre Vorschläge einzureichen. Vorgeschlagen wurden vor Freysinger aus Schaffhausen Ständerat Hannes Germann und Nationalrat Thomas Hurter, aus dem Kanton Bern Nationalrat Albert Rösti und aus dem Tessin Lega-Staatsrat Norman Gobbi.

Erwartet wird, dass am Mittwochabend die Waadtländer SVP Nationalrat Guy Parmelin als weiteren Bundesratskandidaten anmelden wird. Bis am 20. November wird die SVP-Bundeshausfraktion ihr Ticket bestimmen. Die Bundesratswahl findet am 9. Dezember statt.

SVP Waadt nominiert Guy Parmelin

Die SVP Waadt hat am Mittwochabend Guy Parmelin einstimmig für die Bundesratswahlen aufgestellt. Bis am 20. November entscheidet die Bundeshausfraktion der SVP, ob der Waadtländer Nationalrat offizieller Kandidat wird.

Der 56-jährige Landwirt und Weinbauer hatte bereits Ende Oktober seine Kandidatur für den Bundesrat bekanntgegeben. Der Entscheid seiner Kantonalpartei galt als Formsache. Bis am Freitag haben die SVP-Sektionen Zeit, ihre Bundesratskandidaturen offiziell anzumelden.

Parmelin zeigte sich vor der SVP-Basis in Pully VD bereit, das SVP-Programm im Bundesrat «entschlossen zu verteidigen». Er suche den Wettbewerb der Ideen, auch wenn die Mehrheitsentscheide danach kollegial vertreten würden.

Guy Parmelin gilt als mild in der Form, aber hart im Inhalt. Der gutmütige Waadtländer hat seine Positionen während den bisher zwölf Jahren im Nationalrat verhärtet und liegt heute auf der Blocher-Linie der SVP.

Er machte sich im Bundeshaus vor allem mit Kenntnissen bei den Dossiers Altersvorsorge und Gesundheit einen Namen. Er ist auch Präsident der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) des Nationalrates. (sda/cma/kub)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Review

SVP-Hardlinerin bringt Mattea Meyer aus der Fassung – so war die Afghanistan-«Arena»

Wenige Tage nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan kocht in der Schweiz die Flüchtlingsdebatte hoch. Der Streit darüber, wie jetzt den Menschen in Afghanistan am besten geholfen werden soll, ist in der SRF-«Arena» vorprogrammiert.

Es dauert zehn Minuten bis die Co-Präsidentin der SP zum ersten Mal die Fassung verliert. Es wird nicht das einzige Mal bleiben, dass Mattea Meyer ihre Bestürzung zum Ausdruck bringt. Auslöser für ihre Gefühlswallung ist Martina Bircher, Nationalrätin der SVP. Sie ist bekannt als rechte Hardlinerin, als eine, die gerne aneckt. Vor allem, wenn es um Asylsuchende und ausländische Personen geht, ist man sich von ihr einiges gewohnt. Doch Birchers Ausführungen über afghanische Geflüchtete …

Artikel lesen
Link zum Artikel