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Trump zeigt Ford-Mitarbeiter bei Werkbesuch den Mittelfinger

Video: watson/X

Trump zeigt Ford-Mitarbeiter bei Werkbesuch den Mittelfinger

Der US-Präsident besucht eine Autofabrik in Michigan. Zunächst bleibt alles ruhig, doch dann kommt es zu einem Eklat. Das Weisse Haus äusserte sich bereits.
14.01.2026, 04:3114.01.2026, 05:50
Christoph Cöln / t-online
Ein Artikel von
t-online

Donald Trump erregte einmal mehr Aufsehen, als er am Dienstag zu Besuch in einer Fabrik des Autobauers Ford in Dearborn, im US-Bundesstaat Michigan, war. Nachdem der Präsident eine Rede vor den Mitarbeitern gehalten hatte, wurde er offenbar von einem der Ford-Angestellten beschimpft, woraufhin der 79-Jährige zunächst mit dem Zeigefinger auf den Mann wies und ihm dann den Mittelfinger zeigte. Dies legen mehrere Videoaufnahmen nahe, die das Portal «TMZ» am Dienstag von dem Vorfall veröffentlichte.

President Donald Trump listens to Corey Williams, Ford River Rouge Plant Manager, left, and Bill Ford, Executive Chairman of Ford, during a tour of the Ford River Rogue complex, Tuesday, Jan. 13, 2026 ...
Donald Trump verging die gute Laune bei seinem Besuch in einem Ford-Werk in Michigan.Bild: keystone

Demnach soll der Mitarbeiter «pedophile protector» (zu Deutsch in etwa: «Pädophilen-Freund») in Richtung Trump gerufen haben. Daraufhin soll der US-Präsident mit der Mittelfingergeste reagiert und zweimal «fuck you» gerufen haben.

Das Weisse Haus bestätigte später die Echtheit der Videoaufnahmen. Es verteidigte zudem die Reaktion des Präsidenten. «In einem heftigen Wutausbruch machte ein Verrückter wilde Anschuldigungen – der Präsident reagierte darauf angemessen und unmissverständlich», erklärte Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weissen Hauses, in einer Stellungnahme.

Ford-Mitarbeiter drohen Konsequenzen

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom postete die Szene auf seinen Profilen in sozialen Medien. Dazu schrieb der Demokrat:

«Hat da etwa jemand einen wunden Punkt getroffen?»

Trump steht seit Monaten für seinen Umgang mit dem Fall Jeffrey Epstein in der Kritik. Das Vorgehen des Weissen Hauses mit den tausende Seiten umfassenden Akten zum Fall des Pädokriminellen hatte breite Kritik in der Politik und der US-amerikanischen Bevölkerung ausgelöst. Selbst Teile von Trumps MAGA-Bewegung hatten sich zuletzt enttäuscht bis empört über den Umgang des Oberbefehlshabers mit dem Skandal gezeigt.

Für den Ford-Mitarbeiter könnte der Ausruf jedoch unangenehme Folgen haben. Wie das Unternehmen mitteilte, prüft es arbeitsrechtliche Massnahmen gegen den Mann. «Wir hatten heute eine grossartige Veranstaltung und sind stolz darauf, wie unsere Mitarbeiter Ford vertreten haben», sagte ein Unternehmenssprecher David Tovar gegenüber «CNN». Man dulde es nicht, wenn Ford-Angestellte «unangemessene Äusserungen» machten.

«Wenn so etwas passiert, haben wir ein Verfahren, um damit umzugehen, aber wir gehen nicht auf konkrete Personalangelegenheiten ein».
Video: watson/X

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272 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Chnebeler
14.01.2026 05:30registriert Dezember 2016
Der Typ hat Eier und meinen Respekt, sich zu trauen, was die Speichellecker Medien die noch im WH sind sich nicht trauen.

Ich hoffe für den Mitarbeiter hat es keine grossen Konsequenzen.

Aber wieder mal beachtlich, mit welch Grösse und Souveränität Trump damit umging...
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Medical Device
14.01.2026 05:37registriert Januar 2021
ah ja, wo ist den nun die beschworene Meinungsfreiheit, wenn dem Mann Konsequenzen drohen.
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AngelitosHE
14.01.2026 05:28registriert September 2018
Balsam für die Seele wenn Donnie mal nicht von Speichelleckern umgeben ist.
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