Barça-Star wütet: «Gestohlenes Spiel» – jetzt kannst du Schiri spielen
Der FC Barcelona ist trotz eines 2:1-Siegs bei Atlético Madrid in den Champions-League-Viertelfinals ausgeschieden. Das Hinspiel hatten die Katalanen zu Hause 0:2 verloren. Erneut gab es Szenen, die zu Diskussionen führten. So zum Beispiel der ausgebliebene Penaltypfiff nach einem Schubser gegen Dani Olmo oder die Rote Karte gegen Eric Garcia.
Barça-Trainer Hansi Flick äusserte sich im Anschluss an die Partie zurückhaltend: «Ich möchte nicht darüber reden, weil ich das nicht ändern kann. Ich muss es akzeptieren.» Noch in der Vorwoche hatte er den Schiedsrichtern schwere Vorwürfe gemacht. Dieses Mal übernahm der verletzte Raphinha diese Aufgabe.
«Für mich war das ein gestohlenes Spiel», wütete der 29-jährige Brasilianer. «Der Schiedsrichter war sehr schlecht.» Raphinha zeigte sich überrascht, dass Atlético trotz «all der Fouls» – 15 waren es an der Zahl – keine Gelbe Karte sah. «Ich will ihre Angst davor, dass Barcelona gewinnt, wirklich mal verstehen», schloss der verärgerte Flügelspieler.
Wenig Verständnis für Raphinhas Aussagen zeigte Atlético-Goalie Juan Musso. Diese würden es erscheinen lassen, als hätte Barcelona «drei Penaltys nicht bekommen oder es vier Rote Karten gegen uns nicht gegeben. Es ist verrückt, hier von einem Raub zu sprechen.» Zwar würde er Raphinha verstehen und die Meinung jedes Einzelnen respektieren, «aber lassen wir das Gerede von Betrug, denn das hilft nicht weiter», so der 31-jährige Argentinier.
Weil zwischen den beiden Teams scheinbar Uneinigkeit herrscht, wollen wir nun dich entscheiden lassen. Wurde der FC Barcelona tatsächlich betrogen? Wir zeigen dir vier strittige Szenen und lassen dich Schiedsrichterin oder Schiedsrichter spielen.
Eigentlich war Barça gut ins Rückspiel gestartet. Schon nach 24 Minuten war die Hypothek von der 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel dank Toren von Lamine Yamal und Ferran Torres beglichen. Dann folgte eine üble Szene. Fermin Lopez verpasste das 3:0 nach einer sensationellen Flanke von Yamal per Kopf und bekam beim Fallen die Stollen von Atlético-Goalie Musso mitten ins Gesicht. Der 22-Jährige musste behandelt werden, weil das Blut nur so aus seinem Gesicht strömte. Lopez konnte weiterspielen.
Miss by Fermin 😭 pic.twitter.com/ip8hCeTA3q
— Taxx FCB (@taxxfcb_) April 14, 2026
«Es schmerzt mich für ihn, weil er sich dabei verletzt hat. Das wünsche ich niemandem», sagte Musso danach, betonte aber: «Das kann einfach passieren. Er köpft und ich strecke mein Bein aus, um den Ball abzuwehren. Wie kann man da denken, dass das ein Elfmeter ist?»
Wenig später stand es nach dem Tor von Ademola Lookman nur noch 2:1 statt 3:0 aus Barcelonas Sicht. Atlético holte sich den Vorteil also zurück, Barça stürmte weiter. In der 40. Minute ging Dani Olmo im gegnerischen Strafraum zu Boden, Marcos Llorente verpasste ihm einen leichten Schubser in den Rücken. Die Pfeife von Clément Turpin blieb stumm, Barça-Coach Hansi Flick tobte am Seitenrand.
In der Folge bestimmte Barça zwar das Spiel, versuchte aber erfolglos, ein weiteres Tor zu erzielen. Zu Beginn der Schlussphase handelten sich die Gäste einen weiteren Nachteil ein. So sah Eric Garcia nach einem Foul als letzter Mann an Alexander Sörloth die Rote Karte. Schiedsrichter Turpin entschied sich erst nach dem Betrachten der Videobilder für den Platzverweis.
Besonders in der Nachspielzeit drückte Barça noch mal auf den Ausgleich im Gesamtskore, doch es wollte nicht gelingen. Unter anderem Ronald Araujo vergab in der 97. Minute eine sehr gute Chance per Kopf. Doch bereits zuvor gab es eine Szene, in der Barcelona wohl ziemliches Glück hatte. So berührte Goalie Joan Garcia den Ball nach einem Rückpass von Frenkie de Jong mit der Hand, was eigentlich einen indirekten Freistoss zur Folge haben müsste.
So lautet die Regel gemäss den Regelhütern beim IFAB:
Bonus
Auch im zweiten Spiel, in dem Liverpool gegen PSG zwar deutlich besser auftrat als im Hinspiel, am Ende aber doch erneut 0:2 verlor, kam es zu einer strittigen Situation. So gab Schiedsrichter Maurizio Mariani nach einem vermeintlichen Foul an Alexis Mac Allister erst einen Penalty, nahm diesen nach Ansicht der VAR-Bilder aber wieder zurück. Da sich das Ganze beim Stand von 0:0 in der 65. Minute abspielte, hätte dies einen grossen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf haben können.
Während Mariani sich die Szene an der Seitenlinie am Bildschirm anschaute, sahen die TV-Zuschauerinnen und -Zuschauer nichts. Im Fernsehbild war lediglich ein leerer Strafraum zu sehen, der italienische Schiedsrichter behielt trotzdem den Durchblick – er bekam nämlich die passenden Videoausschnitte.
PSG und Atlético warten nun auf ihre Halbfinalgegner in der Königsklasse. Die Pariser treffen in der nächsten Runde auf Bayern oder Real Madrid (Hinspiel: 2:1), die Madrilenen bekommen es mit Arsenal oder Sporting (Hinspiel: 1:0) zu tun. Die Halbfinals finden am 28./29. April und am 5./6. Mai statt.
- Er wurde von Fischer suspendiert – jetzt sagt Bichsel, was er von der Impf-Lüge hält
- Verabschiedet sich Owetschkin hier aus der NHL? +++ Schweizer unauffällig
- Zu weich und unkritisch: Wieso der FCZ Dennis Hediger schon wieder rauswarf
- So leicht hätte Patrick Fischer ohne Impfung zu Olympia reisen können
