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Iran-Ticker: Iran: 26 Millionen melden sich für Kriegsdienst

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Iran: 26 Millionen melden sich für Kriegsdienst + UN geben zehn Millionen für Notfallhilfe

12.04.2026, 05:4615.04.2026, 21:16
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21:13
Iran: 26 Millionen Menschen melden sich für Kriegsdienst
Trotz einer Waffenruhe melden sich nach Angaben des staatlichen Senders Irib immer mehr Iraner freiwillig für den Kriegsdienst. Demnach sollen sich mehr als 26 Millionen Menschen für die Kampagne «Leben opfern» registriert haben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist derzeit nicht möglich. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.

Beobachter weisen darauf hin, dass die Führung in Teheran den im Land entstandenen Nationalismus seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel zunehmend für Propaganda nutzt.

Laut Staatsfunk sollen die Freiwilligen zusätzlich zu den Truppen der Revolutionsgarden und der Armee eingesetzt werden. Zudem sind Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant.

Zu den Registrierten sollen Irib zufolge auch Präsident Massud Peseschkian, die meisten seiner Minister sowie zahlreiche Amtsträger, Sportler und Künstler gehören. Auch der derzeit einflussreiche Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat sich registrieren lassen. (sda/dpa)
20:09
UN geben zehn Millionen Euro für Iran-Notfallhilfe frei
Die Vereinten Nationen (UN) stellen Notfallhilfe für die vom Krieg betroffene Bevölkerung im Iran bereit. Er habe umgerechnet gut zehn Millionen Euro aus dem Globalen Notfallfonds der UN zugeteilt, erklärte Nothilfekoordinator Tom Fletcher. Tausende Zivilisten seien getötet, Infrastruktur zerstört und lebenswichtige Dienste unterbrochen worden. «Diese Finanzierung wird unseren Partnern helfen, lebensrettende Hilfe im grossen Massstab zu leisten», meinte er.

Schon vor Wochen hatte Fletcher vor den Folgen des Iran-Kriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen gewarnt. Millionen Menschen seien in Gefahr. Humanitäre Hilfsgüter erreichten das Land wegen der Zerstörung und Behinderung von Verkehrswegen nur verzögert. Lebensmittel, Medikamente, Düngemittel und andere Hilfsgüter liessen sich schwerer transportieren und ihre Lieferung werde teurer.

Auch der Norwegische Flüchtlingsrats (NRC) hatte kürzlich vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran gewarnt. Mehr als drei Millionen Menschen seien im Land auf der Flucht, das Land sei riesig und der Hilfsbedarf wachse rasant. Je länger der Konflikt andauere, desto stärker würden alle Lebensbereiche beeinträchtigt: öffentliche Dienste brächen zusammen, Versorgungswege würden unterbrochen, Geschäfte schlössen oder würden zerstört, und die Hilfsarbeit werde immer schwieriger. (sda/dpa)
13:07
Iran droht wegen Seeblockade mit Angriffen
Irans Militärführung hat angesichts der US-Seeblockade mit einer Wiederaufnahme von Angriffen gedroht.

Sollte die Blockade die Sicherheit von iranischen Handelsschiffen und Öltankern bedrohen, werde sie einen Bruch der Waffenruhe einleiten
, hiess es in einer Mitteilung der Militärführung, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.

Die Seeblockade durch das US-Militär begann am Montag. Vorgesehen ist, Schiffe zu blockieren, die einen iranischen Hafen anlaufen oder von dort kommen. Dies schliesse iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, teilte das US-Militär mit. Die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus ohne iranischen Start- oder Zielhafen bleibe davon unberührt.

Als mögliche Konsequenzen auf einen Bruch der Waffenruhe nannte die Militärführung auch eine Blockade im Roten Meer, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Konkret könnte die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz im Jemen den Schiffverkehr in der Meerenge Bab al-Mandab mit Drohungen und Angriffen blockieren. Sie verbindet über den Suezkanal Europa mit Asien und gehört zu den wichtigsten Routen für den Handel auf See.


Nach vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatte US-Präsident Donald Trump am Sonntag die Seeblockade angekündigt. Trump will verhindern, dass Teheran Gebühren von Reedereien für die Passage durch die Meerenge erhebt, und zugleich die Öleinnahmen des Landes treffen. (sda/dpa)
11:29
USA verlegen 6000 weitere Soldaten und Flugzeugträger in den Nahen Osten
Die USA verlegen laut einem Bericht der «Washington Post» 6000 weitere Soldaten in den Nahen Osten. Zudem werde der Flugzeugträger USS George H. W. Bush mit seiner Eskorte in die Region entsandt. Derzeit sind dort laut dem Bericht rund 50'000 US-Soldaten stationiert.

Die aktuelle Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran läuft am 22. April aus. (hkl)
10:58
Pakistans Premier reist zu Vermittlern
Inmitten von Spekulationen über weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in Islamabad bricht Pakistans Premier zu einer mehrtägigen Reise in andere Vermittlerstaaten auf.

Premierminister Shehbaz Sharif reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Türkei, hiess es in einer Mitteilung des Aussenministeriums.


Die viertägige Reise beginne an diesem Mittwoch in Saudi-Arabien mit bilateralen Gesprächen. Auch in Katar seien Gespräche geplant. In der Türkei will Sharif am fünften Diplomatieforum von Antalya teilnehmen und sich mit Präsident Recep Tayyip Erdogan sowie anderen Staatschefs treffen. Saudi-Arabien, Katar und die Türkei sind in den Vermittlungen zwischen den Kriegsparteien eingebunden. (sda/dpa)

Mehr zu Shehbaz Sharif:
9:16
Medien: Bombenanschlag in Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist Berichten zufolge erstmals seit Kriegsbeginn ein Bombenanschlag verübt worden.

Bei zwei Explosionen im Stadtzentrum seien drei Menschen verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Es handelte sich demnach um improvisierte Sprengsätze. Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden.

Die Lage sei unter Kontrolle, sagte ein lokaler Kommandeur der Revolutionsgarden in einer Videoansprache, die das Onlineportal «Rouydad24» verbreitete. Für den Anschlag machte er «Vaterlandsverräter» verantwortlich.

Die genauen Umstände der Explosionen waren zunächst unklar. Iranischen Medien zufolge soll es sich um Sprengsätze auf Gasbasis gehandelt haben. Bislang hat keine Gruppe den Anschlag für sich reklamiert.

Auch in den sozialen Medien wurde über Explosionen in Teheran berichtet. Dem bekannten Netzaktivisten Vahid zufolge ereigneten sie sich im Stadtzentrum und hätten auch zwei Autos beschädigt. (sda/dpa)
7:06
Trump reagiert erneut auf Papst-Kritik
Im Streit mit Papst Leo XIV. um dessen Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt hat US-Präsident Donald Trump noch einmal nachgelegt. «Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42'000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?», schrieb Trump am späten Dienstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es sei «absolut inakzeptabel», dass der Iran über eine Atombombe verfüge.

Papst Leo XIV. hatte am Samstag in Rom bei einem Friedensgebet im Petersdom mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen gefordert. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen Trumps gegen den Iran verurteilte Leo - der erste Papst aus den USA - ungewöhnlich scharf und nannte sie «wirklich inakzeptabel». Seitdem hört die Papst-Kritik von Trump und seinem Vize JD Vance nicht auf. (sda/dpa)
6:13
US-Militär: Blockade iranischer Häfen umgesetzt
Im Konflikt mit dem Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt. «Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden», teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform X mit.

Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet, erklärte Cooper. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätten US-Streitkräfte den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hiess es weiter.

Parallel erklärte Centcom in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. «Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese verlassen», hiess es darin. (sda/dpa)

04:50
Optimismus an ostasiatischen Börsen hält weiter an
Die Börsen in Ostasien sind im Zuge fallender Ölpreise und Hoffnung auf eine Einigung im Iran-Krieg den zweiten Tag in Folge gestiegen. Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte bis zum Vormittag (Ortszeit) um ganze drei Prozent.

Der japanische Nikkei 225 stieg bis zum selben Zeitpunkt um 0,8 Prozent. Hongkongs Hang Seng Index legte rund eine Stunde nach Handelsstart etwa ein Prozent zu. Der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, kletterte um 0,3 Prozent. Der australische S&P ASX 200 gewann bis zu Mittag leicht um 0,2 Prozent.

Damit scheinen die Märkte auch auf die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu reagieren. So sagte Trump dem amerikanischen Fernsehsender Fox News, dass er glaube, der Iran-Krieg sei «fast vorbei». Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt im Laufe der Woche gemacht.

Die Ölpreise sind unterdessen am Mittwoch weiter gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni befindet sich derzeit mit rund 94,5 Dollar deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. (sda/dpa)
3:11
Trump glaubt an baldiges Ende des Iran-Kriegs
US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. «Ich glaube, er ist fast vorbei», sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: «Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist.» Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.

Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. «Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert», sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.

Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt gemacht, für den derzeit eine zweiwöchige Waffenruhe gilt. In Pakistan «könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren», sagte er der «New York Post» am Telefon, ohne weitere Details zu nennen.

In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad war am vergangenen Wochenende eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits am Donnerstag ein weiteres Treffen folgen. (sda/dpa)


2:14
Vance: Waffenruhe im Iran-Krieg hält
US-Vizepräsident JD Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran eigenen Angaben zufolge für stabil. «Derzeit hält die Waffenruhe», sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Donald Trump wolle nicht nur keinen kleinen Deal, er wolle ein grosses Abkommen, erklärte er.

Laut Vance wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. «Aber der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt», sagte der US-Vize. Der Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Zudem müsse laut Trump auch «das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen» können.

Unterdessen berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen, dass Vance auch in einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran die US-Delegation anführen dürfte
, sollte es vor Ablauf der zweiwöchigen Waffenruhe zu einem weiteren Treffen kommen. Zudem könnten demnach auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Trump-Schwiegersohn Jared Kushner an den Gesprächen teilnehmen.

Die Waffenruhe läuft in der kommenden Woche aus. Unbestätigten Berichten zufolge steht der Donnerstag als möglicher Termin für weitere Gespräche im Raum. (sda/dpa)



21:34
USA sprechen von «historischem Meilenstein» – Israel und Libanon planen weitere Gespräche
Bei einem ersten politischen Treffen zwischen Israel und dem Libanon hat es nach Angaben der USA «konstruktive Gespräche» gegeben. Dabei sei es um Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen gegangen, teilte das US-Aussenministerium mit und sprach von einem «historischen Meilenstein».
Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, direkte Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt und an einem noch festzulegenden Ort fortzusetzen. Ziel sei es laut Washington, langfristig ein umfassendes Friedensabkommen zu erreichen. Konkrete Details zu Ablauf oder Inhalt der geplanten Verhandlungen wurden zunächst nicht genannt.
Die Gespräche fanden in Washington auf Botschafter-Ebene statt – zwischen der libanesischen Vertreterin Nada Hamadeh Moawad und dem israelischen Diplomaten Jechiel Leiter. Es handelt sich um die ersten direkten politischen Kontakte zwischen den beiden verfeindeten Staaten seit Jahrzehnten.
Die USA sicherten beiden Seiten ihre Unterstützung zu und betonten zugleich Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen Angriffe der Hisbollah. Ein mögliches Ende der Feindseligkeiten müsse jedoch zwischen den Regierungen direkt ausgehandelt werden.
Aus libanesischer Sicht standen vor allem ein Waffenstillstand, die Rückkehr von Vertriebenen sowie konkrete Massnahmen zur Linderung der humanitären Lage im Vordergrund. Das Treffen erfolgte nach Wochen gegenseitiger Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah im Süden des Libanon. (mke)
21:29
USA blockiert erste Handelsschiffe – Druck auf Iran steigt
Das US-Militär hat nach Beginn der Seeblockade gegen den Iran erste Massnahmen umgesetzt. In den ersten 24 Stunden wurden laut dem Regionalkommando Centcom sechs Handelsschiffe gestoppt und zum Umkehren gezwungen. Sie mussten demnach wieder iranische Häfen am Golf von Oman anlaufen.

Gleichzeitig betonten die USA, dass bislang kein Schiff die Blockade durchbrechen konnte. Zur Durchsetzung setzt das Militär nach eigenen Angaben erhebliche Kräfte ein: mehr als zwölf Kriegsschiffe, über 100 Kampf- und Überwachungsflugzeuge sowie rund 10'000 Soldaten sind im Einsatz.

Die Blockade hatte am Montag begonnen und betrifft Schiffe mit Bezug zu iranischen Häfen – sowohl im Persischen Golf als auch im Golf von Oman. Die wichtige Strasse von Hormus bleibt für andere Schiffe weiterhin passierbar.

Hintergrund sind gescheiterte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan. Präsident Donald Trump hatte die Blockade angekündigt, um den wirtschaftlichen Druck auf Teheran zu erhöhen und insbesondere die Ölexporte des Landes zu treffen. (mke/sda/dpa)
16:05
Bund hat Liste der Sanktionsmassnahmen gegen den Iran angepasst
Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung hat am Montag die Verordnung über Sanktionsmassnahmen gegenüber der Islamischen Republik Iran angepasst. Sie treten am späten Dienstagabend in Kraft.

Namentlich sind gemäss Angaben des Bundes acht Streichungen sowie fünf Anpassungen an bestehenden Einträgen in den Bereichen Finanzsanktionen, Ein- und Durchreiseverboten sowie Verbot der Erfüllung bestimmter Forderungen vorgenommen worden.

Des weiteren wurden acht natürliche Personen und drei Objekte zur Sanktionsliste hinzugefügt, sechs bestehende Einträge angepasst und ein Eintrag gestrichen.

Der Bundesrat hatte bereits 2007 die von der Uno gegen den Iran verhängten Sanktionen und 2011 diejenigen der EU übernommen. Diese Massnahmen wurden 2016 nach Inkrafttreten des Atomabkommens mit dem Iran von der EU und der Uno zum Teil wieder gelockert. (sda)
12:40
Rotes Kreuz schickt rund 170 Tonnen Hilfsgüter in den Iran
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat eigenen Angaben zufolge mehr als 171 Tonnen Hilfsgüter in den Iran geschickt. Gestern seien die ersten fünf von insgesamt 14 entsandten IKRK-Lieferungen seit Kriegsbeginn angekommen.

Das teilte die Hilfsorganisation mit. Sie sollen ausreichen, um den Bedarf von rund 25.000 Menschen zu decken. Zu den Lieferungen gehören unter anderem Decken, Küchensets, Hygienepakete und Solarlampen. Die erste Lieferung von fünf Lastwagen wurde in Teheran an die IRCS zur Weiterverteilung übergeben.

«Zu einem Zeitpunkt, an dem der humanitäre Bedarf im ganzen Land weiterhin hoch ist, hoffen wir, dass diese Lieferung den Gemeinschaften, die die verheerenden Auswirkungen des Konflikts ertragen, etwas Erleichterung bringen wird», sagte Vincent Cassard, Leiter der IKRK-Delegation im Iran. (sda/dpa)
12:12
China nennt US-Blockade «gefährlich und unverantwortlich»
China hat die teilweise Blockade der Strasse von Hormus durch die USA scharf kritisiert. Das sei «gefährlich und unverantwortlich», sagte ein Sprecher des Pekinger Aussenministeriums.

In einer Lage, in der die beteiligten Seiten bereits eine vorläufige Waffenruhe erreicht hätten, würden die verstärkte Militärpräsenz der USA und gezielte Blockademassnahmen Konflikte verschärfen, Spannungen erhöhen, die fragile Waffenruhe untergraben und die Sicherheit der Passage durch die Meerenge zusätzlich beeinträchtigen.

China bezieht einen Grossteil des iranischen Öls

Schätzungen zufolge entfielen mehr als 80 Prozent der iranischen Rohölausfuhren auf China. Zugleich machte iranisches Rohöl, das wegen westlicher Sanktionen häufig über Zwischenhändler und mit Abschlägen gehandelt wird, 2025 etwa 12 Prozent der gesamten chinesischen Rohölimporte aus. (sda/dpa)

11:55
Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 212 Milliarden Franken
Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet rund 212 Milliarden Schweizer Franken. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung.

Das sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview.

Um das gesamte Ausmass bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen. (sda/dpa)
9:24
Bericht: Neue Verhandlungen zwischen USA und Iran diese Woche
Die USA und der Iran planen, die Gespräche fortzusetzen. Das berichten die Nachrichtenagenturen AP und Reuters. Eine weitere Gesprächsrunde sei noch diese Woche in Islamabad angesetzt, schreibt Reuters. (hkl)
7:41
Sanktionierter Tanker fährt trotz Trumps Blockade durch die Strasse von Hormus
Trotz einer vom US-Militär verkündeten Seeblockade hat ein von den USA sanktionierter Tanker die Strasse von Hormus durchfahren. Das Schiff «Rich Starry» habe die Meerenge heute Früh durchfahren und verlassen.

Das berichtet die auf Schifffahrt spezialisierte Website Lloyd's List. Auch laut der Website Marine Traffic war der Öl- und Chemikalientanker heute im Golf von Oman unterwegs. Ob der Tanker iranisches Öl geladen hat, ist unklar.

Der etwa 190 Meter lange Tanker fährt laut Lloyd's List unter falscher Flagge, aktuell unter der Flagge Malawis. Er war zuvor als «Full Star» bekannt und unterliegt US-Sanktionen wegen seiner Beteiligung an iranischen Exporten. Tanker unter falscher Flagge sind häufig Teil einer illegalen «Schattenflotte», die versuchen, internationale Sanktionen etwa gegen Russland oder den Iran umgehen. Diese Schiffe nutzen gefälschte Flaggen oder schalten Transponder des satellitengestützten Systems AIS aus oder manipulieren diese.

Das US-Finanzministerium hatte den Tanker «Full Star» 2023 mit Sanktionen belegt wegen des Transports oder Verkaufs iranischer Öl- oder Chemieprodukte. Der Tanker hat demnach Verbindungen zur Shanghai Xuanrun Shipping Company Limited, einer chinesischen Reederei. (sda/dpa)
6:54
UN-Chef Guterres zu Iran-Krieg: Einigung nicht über Nacht möglich
UN-Generalsekretär António Guterres hat nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA am Wochenende in Pakistan zu einer Fortsetzung der Gespräche gemahnt. Auch wenn es keine Einigung gegeben habe, so hätten die Gespräche selbst doch die «Ernsthaftigkeit des Engagements» betont und stellten somit einen bedeutenden Schritt hin zu einem neuen Dialog dar, teilte der Sprecher des UN-Chefs mit.

«Angesichts der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden, und der Generalsekretär ruft dazu auf, die Gespräche konstruktiv fortzusetzen, um eine Einigung zu erreichen», so der Sprecher. Zugleich müssten die zweiwöchige Waffenruhe eingehalten und die Freiheit der Schifffahrt bewahrt bleiben, betonte Guterres demnach. Dies gelte auch für die Strasse von Hormus, wo am Nachmittag eine Seeblockade durch die USA begonnen hatte.

Blockiert werden sollen laut US-Angaben Schiffe, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben. Dies schliesse iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hiess es.

«Störungen im Seehandel durch die Strasse von Hormus haben bereits weit über die unmittelbare Region hinaus direkte Auswirkungen gezeigt und zu einer zunehmenden wirtschaftlichen Instabilität sowie zu Unsicherheiten in vielen Sektoren weltweit geführt», teilte der Guterres-Sprecher mit. Die Unterbrechung der Lieferungen von Düngemitteln verschärfe zudem die Ernährungsunsicherheit für Millionen schutzbedürftiger Menschen weltweit und trage zu steigenden Lebenshaltungskosten bei.

Die Strasse von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Teheran die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch blockiert, was die Preise für Energie in die Höhe trieb. Der Schiffsverkehr kam weitgehend zum Erliegen. Mit der jüngsten Blockade wollen die USA den Iran unter Druck setzen. (sda/dpa)

3:13
Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht. Übertriebene Forderungen und der «mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter» hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Die USA und der Iran hatten am Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. (sda/dpa)

2:02
Vance: Haben in Iran-Gesprächen echte Fortschritte gemacht
Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance zu echten Fortschritten geführt - jetzt liege der Ball aber bei den Iranern. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. «Wir haben grosse Fortschritte gemacht.» Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - nämlich deren Atomprogramm.

Die USA und der Iran hatten am Wochenende in Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Die iranische Seite hatte unter anderem von «überzogenen Forderungen» der USA gesprochen.

Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran ausser Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. «Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt», sagte Vance.

Wann und ob es zu weiteren Verhandlungen kommt, liess Vance offen. «Im Grunde genommen ist das eine Frage, die man den Iranern stellen sollte, denn der Ball liegt in ihrem Feld.» Vance sagte, er habe in Islamabad den Eindruck gehabt, dass die iranischen Verhandler ohnehin nicht dazu befugt gewesen seien, einem Abkommen zuzustimmen. Seiner Ansicht nach braucht es dafür erst grünes Licht aus Teheran, womöglich vom Revolutionsführer Modschtaba Chamenei. Darauf müsse man jetzt warten. (sda/dpa)

23:07
Medien: USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran
Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal «Axios» und das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben - ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.

Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. «Axios» sprach von einem Zeitraum im «einstelligen» Bereich, das «Wall Street Journal» von wenigen Jahren. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, aus dem Land entfernt werden solle, lehnten die Iraner den Berichten zufolge ab.

Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan waren am Wochenende ohne Einigung zu Ende gegangen. Das Kriegsziel der USA, dass der Iran niemals eine Atomwaffe haben dürfe, war nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ein zentraler Streitpunkt. Die Iraner hätten dem nicht zugestimmt, er denke aber, dass sie es noch tun werden, sagte Trump am Montag vor Journalisten.

«Wenn sie nicht zustimmen, gibt es keinen Deal.» Der Iran werde keine Atomwaffen besitzen und man werde dessen hochangereichertes Uran bekommen. Die Iraner würden die Vorräte entweder selbst herausgeben oder man werde sie sich holen, betonte Trump. (sda/dpa)
19:36
Trump: Der Iran hat angerufen, «wollen einen Deal machen»
Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei den USA gemeldet. «Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden», sagte Trump am Mittag (Ortszeit) in der US-Hauptstadt Washington. «Sie wollen einen Deal machen» – und zwar unbedingt, sagte er. Eine entsprechende öffentliche Äusserung aus dem Iran gab es zunächst nicht. (sda/dpa)
18:28
Iran droht USA: «Kriegsschiffe werden auf den Meeresgrund geschickt»
Ein hochrangiger iranischer Abgeordneter hat die USA gewarnt, dass alle Kriegsschiffe, die versuchen, die iranischen Häfen zu blockieren, «auf den Grund des Meeres gesendet» würden. Der Sender CNN berichtete darüber.

Damit wies Alaeddin Boroujerdi, Mitglied des iranischen Ausschusses für Aussenpolitik und nationale Sicherheit, die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die iranischen Häfen zu blockieren, als militärisch unbegründete Propaganda zurück.

Die USA hätten «keine wirkliche Fähigkeit», diese Drohung umzusetzen, so Boroujerdi. Andere NATO-Mitglieder würden einen solchen Schritt nicht unterstützen. (val)
16:46
Trumps «Tötungssystem»: Neue Warnung an den Iran
«Sollte sich ein iranisches Schnellangriffsschiff auch nur annähernd unserer Blockade nähern, wird es sofort eliminiert, und zwar mit demselben Tötungssystem, das wir gegen die Drogenhändler auf Booten auf See anwenden», drohte US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut auf seiner Plattform Truth Social.

Dazu würde er dasselbe «Tötungssystem» verwenden, das die USA zuvor gegen vermeintliche Drogenhändler auf Booten anwandte, schrieb Trump weiter.

Seit Herbst vergangenen Jahres versenkte das US-Regionalkommando Southcom im Pazifik und in der Karibik immer wieder Boote mutmasslicher Drogenschmuggler und tötet dabei weit über 100 Menschen. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. (val/sda)
12:35
Macron kündigt friedliche Mission an
Frankreich und Grossbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus abhalten.

Gemeinsam mit anderen Ländern, die an einem solchen friedlichen Einsatz mitwirken wollen, um die freie Schifffahrt in der Meeresenge wiederherzustellen, wolle man sich zusammensetzen, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X.

«Diese strikt defensive Mission, die von den Kriegsparteien getrennt ist, soll durchgeführt werden, sobald die Situation es ermöglicht.»

Macron hatte zuletzt von einem guten Dutzend Länder gesprochen, die sich an einer solchen Initiative beteiligen wollten. Wer genau bei der Konferenz dabei ist und wann sie stattfindet, teilte Frankreich zunächst nicht mit. (sda/dpa)

10:19
Iran: 60 Passagierflugzeuge seit Kriegsbeginn ausser Betrieb
Infolge der israelisch-amerikanischen Angriffe sind im Iran 60 Passagierflugzeuge ausser Betrieb genommen worden.

Im Krieg seien sieben Flughäfen Ziel von Bombardierungen geworden, berichtete die Zeitung «Shargh» unter Berufung auf den Verband der iranischen Fluggesellschaften. Ob die Flugzeuge zerstört oder beschädigt wurden, war zunächst unklar.

Die grössten Schäden durch die Luftangriffe seien an den Flughäfen Mehrabad in Teheran sowie in der nordwestlichen Metropole Tabris und in der Wüstenstadt Kaschan, einem beliebten Touristenziel, entstanden. Besonders betroffen waren dem Verband zufolge die Airlines Mahan Air und Iran Air.

In der Nacht zum vergangenen Mittwoch hatten die Kriegsparteien eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart. Verhandlungen über ein Ende des Krieges scheiterten am Wochenende zunächst. (sda/dpa)

9:44
Iran nennt Trumps Blockade «Akt der Piraterie»
Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Strasse von Hormus als «Akt der Piraterie» bezeichnet.

Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Massnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim.

«Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden», sagte der Sprecher weiter. Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Strasse von Hormus durch das US-Militär soll an diesem Montag beginnen.

Ab 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr MESZ) werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) an. (sda/dpa)

8:45
Schweizer Börse droht Dämpfer
Verunsicherung an den Aktienmärkten weltweit: Der Iran und die USA haben ihre Friedensverhandlungen vorerst ergebnislos abgebrochen. Die erhoffte Entspannung blieb damit aus.

Im Gegenteil: US-Präsident Donald Trump kündigte nach den Gesprächen in Islamabad eine Seeblockade der Strasse von Hormus an. Dies, obwohl die Öffnung der wichtigen Handelsroute immer seine Herzensangelegenheit war.

Trump will mit der Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden. Die Blockade soll um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnen.

Den Schweizer Leitindex SMI berechnet die Bank Julius Bär gegen 08.15 Uhr um 1,01 Prozent tiefer bei 13'050 Punkten. Der deutsche Dax wird um 1,2 Prozent schwächer erwartet. (awp/sda)
6:32
Börsen in Ostasien sinken nach angekündigter US-Seeblockade
Die Börsenkurse in Ostasien sind nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Seeblockade der Strasse von Hormus mit Verlusten in die Handelswoche gestartet. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank bis zum Vormittag (Ortszeit) um knapp 0,9 Prozent.

Der südkoreanische Kospi rangierte zum selben Zeitpunkt rund ein Prozent im Minus. Der Hongkonger Hang Seng gab im Morgenhandel ebenfalls um ein Prozent nach. Nahezu unverändert hielt sich der in Shanghai gehandelte CSI 300, der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, mit einem Plus von 0,1 Prozent. Der australische S&P ASX 200 sank um 0,5 Prozent. (sda/dpa)
6:23
Nach Trumps Seeblockade-Ankündigung: Ölpreise steigen
Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gestiegen. Ein Barrel Brent zur Lieferung im Juni kostete zur Eröffnung am Montag (MESZ) 102,50 US-Dollar.

Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte in der Nacht zum Montag wieder zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Für diesen Montag hat das US-Militär auf Anordnung von Präsident Donald Trump eine Blockade von Schiffen in der Strasse von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, durch das US-Militär nicht beeinträchtigt werde. Die Blockade soll um 16 Uhr MESZ beginnen. (sda/dpa)
  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe, die auch die Öffnung der Strasse von Hormus beinhaltet. Die Waffenruhe ist bisher höchst fragil, insbesondere da es unterschiedliche Ansichten bezüglich des Einbezugs von Libanon in die Waffenruhe gibt.

Angriffe Iran

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
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USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
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723 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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Ist Trump Amerika ohne Maske?
Sogenannte Realisten behaupten: Mit dem aktuellen Präsidenten zeigen die USA ihr wahres Gesicht.
Donald Trump kümmert sich nicht um den Kongress, die UNO oder den Internationalen Gerichtshof. Parlamentarier verachtet er, mit Richtern liegt er im Dauerclinch. Er vergleicht sich mit Jesus Christus, legt sich mit dem Papst an und erpresst Feinde und Verbündete gleichermassen. Kurz: Trump ist die Antithese dessen, was als regelbasierte Weltordnung gilt.
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