Frankreich
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07504123 Protestors from the 'Gilets Jaunes' (Yellow Vests) movement clash with French riot Police during the 'Act XXII' demonstration (the 22nd consecutive national protest on a Saturday) in Toulouse, France, 13 April 2019. Yellow Vest protests are expected in several cities across France.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Die Proteste richteten sich auch gegen ein neues Gesetz, das der Polizei mehr Durchgriffsrechte im Umfeld von Demonstrationen verleiht. Bild: EPA/EPA

Zusammenstösse bei «Gelbwesten»-Protesten in Toulouse



Bei neuen Protesten der «Gelbwesten»-Bewegung ist es am Samstag in der südwestfranzösischen Stadt Toulouse zu Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Die Polizei nahm nach offiziellen Angaben vom frühen Abend 23 Menschen fest.

Mehrere hundert der insgesamt bis zu 6000 Demonstranten setzten Autos, Motorräder und Mülleimer in Brand und warfen mit Gegenständen um sich. Zwei Menschen kamen der örtlichen Präfektur zufolge ins Krankenhaus, ihr Zustand sei aber nicht kritisch. Der Nachrichtensender Franceinfo meldete, dass die Polizei auf Demonstranten losgegangen sei und Tränengas eingesetzt habe.

epa07503574 Protestors from the 'Gilets Jaunes' (Yellow Vests) movement clash with French riot Police during the 'Act XXII' demonstration (the 22nd consecutive national protest on a Saturday) in Toulouse, France, 13 April 2019. Yellow Vest protests are expected in several cities across France.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Bild: EPA/EPA

In Montpellier gingen rund 1800 Menschen auf die Strasse. In der Nähe des Hafens von Marseille kam es zu kleineren Ausschreitungen.

Das französische Innenministerium bezifferte die Zahl der Demonstranten am Samstag landesweit auf 31'000. Das sind etwas mehr als eine Woche zuvor (22'300), aber immer noch weniger als an den meisten vorherigen Protesttagen der «Gelbwesten».

In Paris blieben die Proteste zunächst ruhig, die Polizei meldete aber 27 Festnahmen. Die Proteste richteten sich auch gegen ein neues Gesetz, das der Polizei mehr Durchgriffsrechte im Umfeld von Demonstrationen verleiht. Es beinhaltet auch ein Vermummungsverbot mit Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr für Personen, die bei Demonstrationen ohne einen legitimen Grund ihrer Gesichter verhüllen.

Gegen Macrons Politik

Die «Gelbwesten»-Proteste hatten im November als Reaktion auf geplante Benzinpreiserhöhungen begonnen. Den Namen haben die Demonstranten von den Warnwesten, die viele von ihnen tragen. Inzwischen richten sich die Demonstrationen auch allgemein gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron.

Die Proteste der «Gelbwesten»-Bewegung, die zum Teil mit massiver Gewalt einhergingen, hatten Mitte November begonnen. Inzwischen flauten sie ab: Mitte November gingen noch 282.000 Menschen landesweit auf die Strasse.Für kommende Woche haben die «Gelbwesten» wieder einen «grossen Tag» angekündigt. (viw/sda/dpa/reu/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Massive Gewalt bei Gelbwesten-Protest

60% der Radarfallen in Frankreich sind zerstört

Play Icon

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wie Super-Macho Jair Bolsonaro im Kampf gegen das Coronavirus versagt

Brasilien ist zum neuen Corona-Hotspot geworden – und Präsident Jair Bolsonaro gibt sich alle Mühe, die Epidemie noch dümmer zu managen als der US-Präsident.

Als der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro gefragt wurde, weshalb sein Land so viel mehr Corona-Tote habe als China, entgegnete er lächelnd: «So what? Was soll ich dagegen tun?»

Die Antwort ist typisch für Bolsonaro. Sein Machismo ist selbst für südamerikanische Massstäbe unerträglich. Über das Coronavirus macht er sich lustig. Er besucht lieber Grill-Partys als Spitäler. Minister, die seine Meinung nicht teilen, feuert er kurzerhand.

Zuerst musste Luiz Henrique daran glauben. Der allseits …

Artikel lesen
Link zum Artikel