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Schaffhausen

Wahl-Knaller in Schaffhausen: Christian Amsler abgewählt, SP erobert FDP-Sitz

Christian Amsler nach dem Hearing der Bundeshausfraktion der FDP.
Christian Amsler nach dem Hearing der Bundeshausfraktion der FDP.bild: Peter Klaunzer/Keystone

Wahl-Knaller in Schaffhausen: Beinahe-Bundesrat wird abgewählt, SP erobert FDP-Sitz

Der Wahlsonntag in Schaffhausen endet für Christian Amsler (FDP) unerfreulich: Der amtierende Regierungsrat wurde nach zehn Jahren abgewählt. Ihn ersetzt Patrick Strasser von SP.
30.08.2020, 18:2230.08.2020, 18:22

Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte Christian Amsler beinahe freiwillig auf sein Amt als Schaffhauser Regierungsrat verzichtet: Er war einer der möglichen Nachfolger für Johann Schneider-Ammann. In der parteiinternen Ausmarchung unterlag er dann aber der späteren Bundesrätin Karin Keller-Sutter und Hans Wicki. Jetzt, zwei Jahre später, ist Amsler unfreiwillig nicht mehr Regierungsrat. Das Schaffhauser Stimmvolk hat den seit 10 Jahren amtierenden Regierungsrat abgewählt. Damit verliert die FDP ihren zweiten Sitz in der Regierung.

Dies zu Gunsten der SP. Der neue Kandidat Patrick Strasser erzielt mehr als 4600 Stimmen mehr als Amsler. Neu den Sprung in den Regierungsrat schaffte auch Dino Tamagni (SVP). Er ersetzt seinen Parteikollegen Ernst Landolt, der nicht wieder zur Wahl angetreten ist. Komplettiert wird der fünfköpfige Schaffhauser Regierungsrat von den Bisherigen Cornelia Stamm Hurter (SVP), Martin Kessler (FDP) und Walter Vogelsanger (SP).

Christian Amsler war wegen diversen Missständen bei der Schulzahnklinik in die Schlagzeilen geraten. Eine parlamentarische Untersuchungskommission übte harte Kritik an ihm und seiner Verwaltung. Angelastet wurde Amsler, er habe als Vorsteher des Erziehungsdepartements mögliche Interessenkonflikte bei der Schulzahnklinik nie hinterfragt und Kontrollen vernachlässigt.

Weiterhin eine bürgerliche Mehrheit

Mit zwei SVP-, zwei SP- und einem FDP-Vertreter bleibt die Mehrheit im Schaffhauser Regierungsrat in bürgerlicher Hand. Keine Änderung gab es beim tiefen Frauenanteil in der fünfköpfigen Schaffhauser Regierung geben - ausser Stamm Hurter trat keine Frau zur Wahl an.

(jaw/sda/ch media)

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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Sauäschnörrli
30.08.2020 19:20registriert November 2015
100% der Frauen wurden also gewählt. Wie erfreulich.
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Jacques Moretti wurde auch in der Schweiz bereits verurteilt – die Sonntagsnews
Mängel bei den Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana, eine Verurteilung des Barbetreibers im 2016 und die Walliser Staatsanwaltschaft an der Kapazitätsgrenze: Das findet sich in den Sonntagszeitungen.
Akten zur Strafuntersuchung zum Brand von Crans-Montana VS haben laut der «NZZ am Sonntag» grosse Mängel bei den Ermittlungen aufgezeigt. Unter anderem seien die Smartphones der Betreiber der Bar erst acht Tage nach der Katastrophe beschlagnahmt worden, wie die Zeitung gestützt auf Ermittlungsakten schrieb. Die Staatsanwaltschaft habe die Mitglieder der Walliser Behörden zudem mit Samthandschuhen angefasst, urteilte die Zeitung. Der Sicherheitschef der Gemeinde habe zwei Tage nach dem Brand persönlich Dokumente zur Bar bei der Staatsanwaltschaft abliefern dürfen – obschon er sich in einem Interessenskonflikt befinde. Die Akten bestätigen laut der Zeitung zudem, dass die Staatsanwaltschaft offenbar die Autopsie der Opfer vergessen hatte. Die Dokumente lassen laut der «NZZ am Sonntag» weiter darauf schliessen, dass die Wohnung der Barbetreiber nicht durchsucht worden ist. Die Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Barbetreiber nahmen demnach keine Stellung.
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