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Eine Coiffeuse-Lernende in Zürich: In ihrer Region sind sogar mehr Lehrstellen vergeben als vor einem Jahr – in der lateinischen Schweiz sieht die Situation weniger gut aus.
Eine Coiffeuse-Lernende in Zürich: In ihrer Region sind sogar mehr Lehrstellen vergeben als vor einem Jahr – in der lateinischen Schweiz sieht die Situation weniger gut aus.Bild: KEYSTONE

Wie viele von Kurzarbeit betroffen waren und 4 weitere Grafiken zur Arbeit während Corona

Wie wirkt sich Corona auf unsere Arbeitswelt aus? Bund und Kantone haben erste Einblicke gewährt – beispielsweise, wo noch kaum Lehrstellen vergeben sind.
11.06.2020, 16:16

Durch Kurzarbeit ausgefallene Arbeitsstunden

Die aktuellsten definitiven Zahlen zu Kurzarbeit in der Schweiz stammen vom März 2020. Über 36 Millionen Arbeitsstunden fielen in diesem Monat wegen Kurzarbeit aus – so viele, wie nie zuvor seit Start der Erhebung.

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Ausgefallene Stunden durch Kurzarbeit

Der Anstieg 2009 ist durch die Wirtschaftskrise entstanden, mit 5 Millionen Stunden allerdings nicht vergleichbar mit der aktuellen Situation (36 Millionen Stunden).
Der Anstieg 2009 ist durch die Wirtschaftskrise entstanden, mit 5 Millionen Stunden allerdings nicht vergleichbar mit der aktuellen Situation (36 Millionen Stunden).Bild: seco

Im März – dem Monat, in dem in der Schweiz der Lockdown beschlossen wurde – waren rund 780'000 Personen von Kurzarbeit betroffen. Sie waren bei insgesamt fast 100'000 Betrieben angestellt. Im Februar 2020 waren erst rund 4000 Personen von Kurzarbeit betroffen.

Von Kurzarbeit Betroffene

Wegen der aktuellen Situation hat das Staatssekretariat für Wirtschaft allerdings bereits jetzt erste Angaben gemacht, wie der Situation bis Mitte Mai aussieht: Demnach beantragten bis zu diesem Zeitpunkt ungefähr 190'000 Firmen für rund 1,94 Millionen Personen Kurzarbeit, das entspricht 37 Prozent aller Angestellten in der Schweiz.

Von 100 Angestellten in der Schweiz war bis Mitte Mai über ein Drittel von Kurzarbeit betroffen.
Von 100 Angestellten in der Schweiz war bis Mitte Mai über ein Drittel von Kurzarbeit betroffen.Bild: watson

Arbeitslosenquote

Am Dienstag wurden die Arbeitslosenzahlen zum Monat Mai 2020 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vormonat sind sie nur leicht gestiegen, nämlich um 1,7 Prozent. Insgesamt waren im Mai 155'998 Personen arbeitslos in der Schweiz.

Über die gesamte Corona-Krise ist allerdings ein deutlicher Zuwachs erkennbar: Während sich die Zahl der Arbeitslosen im letzten Jahr um die 100'000er-Grenze bewegte, waren seit April jeweils über 150'000 Personen betroffen.

Arbeitslose in der Schweiz seit Mai 2019

Bild: seco/watson

Lehrstellen

Gute Nachrichten gibt's bezüglich Lehrstellen-Situation. Trotz der angespannten Wirtschaftslage wurden fast gleich viele Lehrverträge abgeschlossen bis Ende Mai, der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt nur 4 Prozent.

Wie der folgenden Grafik zu entnehmen ist, sind in einigen Regionen – namentlich in Zürich und in der Ostschweiz – sogar etwas mehr Lehrstellen vergeben als im Mai des letzten Jahres.

Dafür sind in der Romandie und im Tessin noch deutlich weniger Lehrverträge abgeschlossen worden – diese Regionen beginnen den Rekrutierungsprozess traditionellerweise immer etwas später und wegen des Lockdowns hat sich dieser Prozess in diesem Jahr zusätzlich verstärkt.

Abgeschlossene Lehrverträge im Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat in %

Zu verdanken sei diese insgesamt stabile Lage den Kantonen. Laut Angaben des Bundes haben sie dank gezielten Angeboten wie intensiverer Berufsberatung, Brückenangeboten und individuellen Begleitungen von Jugendlichen einen grossen Teil dazu beigetragen.

Bruttoinlandprodukt

Economiesuisse spricht von der «tiefsten Rezession seit Jahrzehnten» und erwartet für das laufende Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandproduktes um 5,4 Prozent.

Eine vergleichbare Situation gab es letztmals mit dem Erdölschock im Jahr 1975, welcher das BIP um 6,7 Prozent einbrechen liess.

Bild: watson/bfs

Weiter beunruhigt zeigt sich der Wirtschaftsdachverband über die Prognose. Man geht nicht davon aus, dass sich die Wirtschaft von der Coronakrise schnell erholen wird. Solange kein Impfstoff flächendeckend zur Verfügung stehe, werde die Weltwirtschaft gebremst, heisst es zur Begründung. (sda/lea)

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