Syrien
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22 türkische Soldaten bei Luftangriff in Idlib getötet



Bei einem syrischen Luftangriff sind offiziellen Angaben zufolge in Nordsyrien mindestens 22 türkische Soldaten getötet worden. Das sagte der Gouverneur der südtürkischen Grenzprovinz Hatay, Rahmi Dogan, am frühen Freitagmorgen (Ortszeit).

Zuvor war von neun Toten sowie Schwerverletzten die Rede gewesen. Der türkische Präsidialpalast in Ankara hatte zu Idlib am späten Donnerstagabend eine Sondersitzung einberufen. Das meldeten TV-Sender wie CNN Türk und NTV. Sie hat demnach zwei Stunden gedauert.

Der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge leitete Präsident Recep Tayyip Erdogan das Sicherheitstreffen selbst. Auch die grösste Oppositionspartei CHP soll eine Sitzung zu Idlib einberufen haben.

Turkish President Recep Tayyip Erdogan speaks to his ruling party members, in Ankara, Turkey, Thursday, Feb. 27, 2020. Erdogan said Thursday that fighting in northwest Syria had swung in favor of Turkey and the opposition forces it supports. (Presidential Press Service via AP, Pool)

Präsident Erdogan veranlasste eine Sondersitzung. Bild: AP

Idlib ist das letzte grosse Rebellengebiet in dem Bürgerkriegsland. Die Situation dort war jüngst eskaliert. Die Türkei unterstützt in dem Konflikt islamistische Rebellen. Mit Russland als Schutzmacht der syrischen Regierung hatte sie ein Abkommen getroffen, um in Idlib eine Deeskalationszone einzurichten und hatte dort Beobachtungsposten eingerichtet. Eigentlich gilt auch eine Waffenruhe. In den vergangenen Wochen war das syrische Militär mit russischer Unterstützung aber weiter in dem Gebiet vorgerückt.

Bei Zusammenstössen zwischen syrischem und türkischem Militär waren bis zum Donnerstagmorgen innerhalb rund eines Monats bereits rund 20 türkische Soldaten in der Region getötet worden.

Erdogan hat wiederholt mit einem Militäreinsatz gedroht, sollte sich das syrische Militär nicht zurückziehen. Ein entsprechendes Ultimatum in Richtung syrische Regierung soll Ende Februar auslaufen. Gleichzeitig laufen Verhandlungen mit Russland. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.02.2020 19:56
    Highlight Highlight Ziegen-Erdi und seine Allmachtsfantasien wieder. 🤦‍♂️
    Denkt dieser wirklich irre Diktator echt, dass er eine Chance gegen eine Großmacht wie Russland hätte?
    Auch wenn ich Putin nicht mag, der furzt einmal und die Türkei ist weg.
    Ich hoffe ganz schwer für die Zivilbevölkerung, dass sich der irre Erdowahn zurück hält.
  • rodolofo 28.02.2020 08:08
    Highlight Highlight Würde Erdogan seine ideologischen Scheuklappen ablegen, die er als Machtmensch aber unbedingt braucht, könnte er erkennen, dass die syrischen KurdInnen von Rojava allen militanten Kriegsgurgeln, Betonköpfen und schmierigen Ölscheichs in der Region zeigen, wie es eigentlich gehen würde:
    Multikulturelles, demokratisches Zusammenleben innerhalb von Staatsgrenzen, die nun einmal historisch so gewachsen sind!
    Nicht die organisatorischen Grenzen auf der Landkarte sind das Problem, sondern die Borniertheit und Beschränktheit des nationalistisch-chauvinistisch-rassistischen Denkens in gewissen Köpfen!
  • ostpol76 28.02.2020 02:00
    Highlight Highlight Na dann kann ja der "Diktatorenkindergarten" beginnen.
    • Sir Konterbier 28.02.2020 16:28
      Highlight Highlight Nicht dass ich es gutheisse, aber es ist mir allemal lieber wenn die sich gegenseitig schwächen als irgendwelche demokratischen Kräfte aufzureiben.
  • Hierundjetzt 28.02.2020 00:33
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • MaxHeiri 28.02.2020 00:50
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Do not lie to mE 28.02.2020 00:30
    Highlight Highlight Das türkische Militär feuert als Reaktion auf den Luftangriff Raketen ab. Ziele waren in zentral Hama, die nordwestliche Städte Nubl und Zahraa sowie auf die russischen Bastion Latakia.
    Die sozialen Medien sind in der Türkei seit über zwei Stunden eingeschränkt. Live-Netzwerkdaten zeigen, dass die Übertragung von Bild-/Videoinhalten nach dem Idlib-Vorfall auch auf WhatsApp eingeschränkt wurde.
    Virus und Krieg das kann ja heiter werden.
  • Neruda 28.02.2020 00:12
    Highlight Highlight Ja, es sterben halt Soldaten, wenn man in andere Länder einmarschiert.
    • rodolofo 28.02.2020 08:12
      Highlight Highlight Sonst sterben in Syrien vor allem syrische Zivilisten...
  • cal1ban 28.02.2020 00:12
    Highlight Highlight Ein Erdogan Berater im Fernsehen: "Wir haben in der Vergangenheit 16 Mal gegen Russland gekämpft, wir werden es wieder tun, unsere Rache wird ziemlich schrecklich sein. “

    Und wieviel Mal haben sie in den 16 Mal verloren?
    • Team Insomnia 28.02.2020 02:20
      Highlight Highlight „Und wieviel Mal haben sie in den 16 Mal verloren?“

      Im Krieg gibt es nur Verlierer, im Fall.
    • Em Den 28.02.2020 07:47
      Highlight Highlight @team insomnia Nein, eben nicht. Beim Russisch-Osmanischer Krieg wurden Völker am Balkan nach Jahrhunderten von einer bösen Herrschaft befreit. Als Resultat wurden Rumänien, Serbien, Bulgarien und Montenegro endlich unabhängig. Das sind echte Gewinner gewesen!
    • En Espresso bitte 28.02.2020 08:40
      Highlight Highlight Kleine Übersicht hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Türkische_Kriege

      Das einzige Ergebnis, das sich daraus ableiten lässt, ist tatsächlich Insomnias Aussage. Die Russen und die Türken bekriegen sich offensichtlich seit mehr als 400 Jahren, aber neben vielen tausend Toten und dem einen oder andern Ständer im Generalstab konnten nicht einmal grosse Landgewinne erzielt werden. Ergo, hätte man sich sparen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WeischDoch 27.02.2020 23:27
    Highlight Highlight Die Türkei hat bekannt gegeben, keine Grenzkontrollen bezüglich nach Europa ausreisende Syrer mehr vorzunehmen.
    Übersetzt aus dem Erdoganischen: die Jihadisten in Idlib werden nach Europa verschifft.
    Evtl. können wir ja den CoronaVirus vorschieben um die Grenzen zu schliessen?
    • Hierundjetzt 28.02.2020 00:28
      Highlight Highlight Blablabla wenn er das machen wollte hätte er es schon lange getan.

      Er müsste dan einfach auf € 1 Mrd verzichten.

      Eben.
    • rodolofo 28.02.2020 08:09
      Highlight Highlight Gegen gedankliche Viren ist noch kein Impfstoff entwickelt worden...
  • Donald 27.02.2020 23:11
    Highlight Highlight Schon erstaunlich wie sich die drei Diktatoren in dem traurigen Geschehen immer weiter gegenseitig Unterbieten...

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