DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Gesundheitsminister Alain Berset während der Pressekonferenz im Kanton Aargau, 28. Januar.
Gesundheitsminister Alain Berset während der Pressekonferenz im Kanton Aargau, 28. Januar.Bild: keystone

Berset kündigt Lockerungen an – das sind die wichtigsten Punkte

Bundesrat Alain Berset hat an einem Point de Presse in Aarau eine baldige Aufhebung der Quarantäne- und Homeoffice-Pflicht angekündigt.
28.01.2022, 17:59

Wann könnten die ersten Lockerungen kommen?

Die gegenwärtige Situation lasse entsprechende Anpassungen bereits in der nächsten Woche zu.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker.

Wie begründet Berset die Lockerungen?

Er habe sich beim Besuch des Kantonsspitals Aarau einmal mehr überzeugen können, dass die Spitäler durch die aktuelle Omikron-Welle nicht mehr überlastet würden, sagte Berset. Dies sei eine ganz andere Situation als noch bei der Delta-Welle. So könne der Bundesrat bereits in der kommenden Woche weitere Lockerungen beschliessen. Berset sagte:

«Es ist der Moment, weitere Schritte nach vorne zu gehen.»

Ausserdem sprach Berset auch der hohe Grad der Immunisierung der Schweizer Bevölkerung an: «In fast allen Alterskategorien haben wir jetzt eine Immunität zwischen rund 90 und 95 Prozent, teil sogar 96 Prozent.»

So könne der Bundesrat bereits in der kommenden Woche früher als geplant Lockerungen beschliessen.

Berset während des Besuchs im Aarauer Kantonsspital.
Berset während des Besuchs im Aarauer Kantonsspital.Bild: keystone

Was könnte gelockert werden?

Konkret stellte er bereits auf 2. Februar eine Aufhebung der Quarantäne- und Homeoffice-Pflicht in Aussicht:

«Für nächste Woche können wir die Aufhebung der Quarantäne und die Umwandlung der Homeoffice-Pflicht in eine Empfehlung diskutieren.»

Über weitere Lockerungen, die der Bundesrat Schritt für Schritt beschliessen könnte, wollte sich Berset noch nicht konkret äussern. Der Bundesrat wolle nach wie vor an einem Mittelweg zwischen vorsichtiger Zurückhaltung und Lockerung festhalten.

Also gibt's bald einen «Freedom Day»?

Nein, zumindest wenn es um die Bezeichnung geht. Auf die Frage einer Journalistin antwortete Berset, dass er den Ausdruck nicht gut finde. Aber:

«Es könnte ein Freudentag werden. Oder Freudentage.»

Dies sagte Berset über die allfällige Aufhebung der Massnahmen in zeitnaher Zukunft. Er sagte es das erste Mal in dieser Pandemie: «Die Perspektiven sind gut.»

Und was ist mit dem Zertifikat?

An eine Aufhebung der Zertifizierung denke der Bundesrat im Moment noch nicht. Die Zertifikate seien nach wie vor für Reisen unabdingbar und auch im Inland für die Sicherheit unter anderem bei Veranstaltungen nützlich.

Der Bundesrat komme nicht darum herum, dem Druck von Organisationen, die für eine Aufhebung aller Massnahmen plädieren, zu widerstehen. Dennoch betonte Berset:

«Das Zertifikat in der Schweiz ist nicht da, um zu bleiben.»

Und das «Aber»?

Auch wenn die Zeichen der pandemischen Entwicklung Anlass zur Hoffnung böten, komme der Bundesrat nach wie vor nicht darum herum, dem Druck von Organisationen, die für eine Aufhebung aller Massnahmen plädieren, zu widerstehen. Man sei noch nicht am absoluten Ende der Pandemie angelangt, es sei nach wie vor notwendig, die Situation genau im Auge zu behalten, um entsprechend reagieren zu können.

Auch die Kritik an der wissenschaftlichen Taskforce, die noch zur Zurückhaltung mahnt, wollte Berset nicht gelten lassen. Die Taskforce habe hervorragende Arbeit geleistet, sagte er.

Berset hatte am Freitag zusammen mit dem Vorsteher des Aargauer Departements für Gesundheit und Soziales und Landstatthalter Jean-Pierre Gallati die Migros-Bäckerei Jowa AG und das Kantonsspital besucht.

(jaw/az/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

«Bleiben Sie zuhause!»: Corona in der Schweiz in Zitaten

1 / 18
«Bleiben Sie zuhause!»: Corona in der Schweiz in Zitaten
quelle: keystone / peter klaunzer
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Einer der letzten Holocaust-Überlebenden über das KZ und Corona

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

135 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Drvo
28.01.2022 18:38registriert Mai 2020
Keine Homeoffice-Pflicht aber 2G in der Gastronomie? Geht für mich nicht auf. Homeoffice ist eine der allereinfachsten Massnahmen. 2G sollte nur wenn nötig angewandt werden.
11916
Melden
Zum Kommentar
avatar
chrimark
28.01.2022 18:51registriert November 2016
Man muss zwischen Zertifikat und Zertifikatspflicht unterscheiden. Die Zertifikatspflicht sollte parallel zu den anderen Lockerungen zurückgefahren werden. Das Zertifikat hingegen muss bleiben solange man es fürs Reisen braucht. Habe keinen Bock einen EU Greenpass zu installieren wenn ich in Urlaub will.
13635
Melden
Zum Kommentar
avatar
Lil-Lil
28.01.2022 21:06registriert Februar 2021
Meint Herr Berset mit bis zu 96% Immunität "Genesen oder 2x geimpft"? Bei so hoher Immunität müssten doch die Infektionszahlen längst sinken. Oder verstehe ich den Begriff "Immunität" falsch?
5819
Melden
Zum Kommentar
135
BAG: 33'108 neue Coronafälle ++ Im Spital: 300 ++ 14 neue Tote
Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
Zur Story