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CNN will Siedlergewalt in Israel dokumentieren – und wird gehindert

IDF Soldat im Video: «Wir sind hier, weil das unser Platz ist.»
IDF Soldat im Video: «Wir sind hier, weil das unser Platz ist.»Bild: Youtube

CNN-Team wollte Siedlergewalt dokumentieren – und wurde von Israel gehindert

Ein internationaler Presseverband wirft der israelischen Armee vor, im besetzten Westjordanland ein Team des US-Senders CNN gewaltsam an seiner Arbeit gehindert zu haben.
29.03.2026, 11:1029.03.2026, 12:56

«Es handelt sich um einen gewaltsamen Angriff auf eindeutig identifizierte Journalisten und einen direkten Angriff auf die Pressefreiheit», teilte die Foreign Press Association (FPA) mit. Die Journalisten hätten die Folgen eines Angriffs israelischer Siedler und die Errichtung eines illegalen Aussenpostens dokumentieren wollen, als sie gewaltsam festgesetzt worden seien. CNN zeigt ein Video zu dem Vorfall.

Die Reportage von CNN-Journalist Jeremy DiamondVideo: YouTube/KFDM YouTube

Der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani schrieb auf der Plattform X, das Verhalten der Soldaten spiegele nicht die Haltung der israelischen Armee wider. Der Fall werde untersucht. Er habe sich «privat» entschuldigt.

CNN-Journalist Jeremy Diamond schrieb auf X, israelische Soldaten hätten einen Fotojournalisten angegriffen und sein Team festgehalten. Die zweistündige Festsetzung habe viel über die Motive dieser israelischen Soldaten offenbart: «Sie handeln im Dienste der Siedlerbewegung.»

FPA: Journalist in Würgegriff genommen

Laut FPA hatten sich die Journalisten deutlich ausgewiesen. Die Soldaten aber hätten wiederholt versucht, die Aufnahmen zu verhindern, indem sie drohten, die Kamera zu beschlagnahmen. Später habe ein Soldat einen CNN-Journalisten in den Würgegriff genommen, ihn zu Boden geworfen und seine Kamera beschädigt. Mit Gewehren auf Journalisten und Zivilisten zu zielen, einen Kameramann körperlich anzugreifen und ein Team festzuhalten, seien Handlungen, die jede Grenze überschreiten, schrieb der Journalistenverband.

«Dies war kein Missverständnis. Es war nicht das erste Mal, dass Soldaten Journalisten im Westjordanland misshandelt haben», schrieb die FPA weiter. Sie verurteile diesen Vorfall auf das Schärfste und fordere eine sofortige und transparente Untersuchung.

«Dies war kein Missverständnis. Es war nicht das erste Mal, dass Soldaten Journalisten im Westjordanland misshandelt haben»
Foreign Press Association (FPA)

Anstieg israelischer Siedlergewalt

Mit Beginn des Gaza-Kriegs vor zweieinhalb Jahren war es auch im Westjordanland zu einem erheblichen Anstieg von Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser und ihren Besitz gekommen. Den israelischen Sicherheitskräften wird immer wieder vorgeworfen, sie gingen nicht entschlossen genug dagegen vor oder stellten sich sogar auf die Seite der aggressiven Siedler.

Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700'000 israelische Siedler. Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. (sda/dpa)

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Explorer123
29.03.2026 12:04registriert Februar 2024
Logisch wurden sie daran gehindert.
Wer will schon, dass einem bei Morden zugeschaut wird ?
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Dr. Rodney McKay
29.03.2026 12:29registriert September 2024
Mörder mögen es nicht wenn Kamerateams auftauchen…
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rindi
29.03.2026 11:37registriert November 2023
Nun ja, das Problem "CNN" wird ja bald wegfallen, wenn Warner Bro's von Paramount übernommen ist. Dann wird ein weiterer unabhängiger, Trömp Kritischer Sender nicht mehr unabhängig sein, & nur noch in Trömp's & Bibi's Interessen Reportagen machen.
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