Klima

Dicker Smog in der chinesischen Hebei-Provinz. Bild: AP/AP

CO2-Ausstoss legt 2017 wieder zu – schuld daran ist unter anderem China

13.11.17, 10:05 13.11.17, 11:25

Nach drei Jahren Stillstand auf hohem Niveau steigt 2017 der weltweite Ausstoss von Kohlendioxid voraussichtlich wieder an. Experten zufolge werden bis Jahresende insgesamt 41 Gigatonnen Kohlendioxid (CO2), also 41 Milliarden Tonnen, in die Atmosphäre gelangt sein.

Das entspricht einem Anstieg von etwa zwei Prozent. Der Grossteil der CO2-Emissionen – etwa 37 Gigatonnen – entfällt auf die Nutzung fossiler Brennstoffe. Die Forscher präsentieren ihre Daten unter anderem im Journal «Environmental Research Letters».

Vor allem China trage zum Anstieg der Emissionen bei, heisst es darin. Wegen der stärkeren Nutzung von Kohle als Brennstoff würden sie 2017 voraussichtlich im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf insgesamt 10,5 Gigatonnen steigen.

Weltweite CO2-Emissionen

tabelle: spiegel online

In Indien sei der Anstieg mit 2 Prozent geringer, was vermutlich auf eine gegenwärtige wirtschaftliche Schwäche in dem Land zurückzuführen sei. Wenn sich die Wirtschaft schnell erhole, dürften die CO2-Emissionen im Jahr 2018 auch dort rasch wieder ansteigen.

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In Europa und den USA sind die Emissionen hingegen zurückgegangen, mit einer Abnahme von geschätzt 0,2 und 0,4 Prozent allerdings viel zu langsam, um dem Anstieg in anderen Regionen der Welt etwas entgegenzusetzen, schreiben die Forscher.

Donald Trump: Unter dem neuen US-Präsidenten sind die CO2-Emissionen zwar rückläufig, aber viel zu langsam, schreiben Forscher. Bild: EPA/AP POOL

Corinne Le Quéré vom Tyndall Centre for Climate Change Research in Norwich (Grossbritannien), unter deren Leitung das globale Budget zusammengestellt wurde, sprach von sehr enttäuschenden Ergebnissen. Die Zeit laufe davon, um das Ziel von einer Klimaerwärmung von unter zwei Grad Celsius noch zu erreichen, von 1,5 Grad ganz zu schweigen. (sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Amarama 14.11.2017 11:41
    Highlight Der Titel passt, schuld sind die Chinesen. Denn laut Trump haben diese ja den Klimawandel erfunden...
    0 3 Melden
  • DocM 13.11.2017 15:13
    Highlight China ist nicht schuld, es sind die Konsumenten der in Chinia hergestellten Produkte. Zudem haben wir von x Jahren die Produktion nach China ausgelagert....
    12 5 Melden
  • Max Havelaar 13.11.2017 13:31
    Highlight Jetzt muss sofort reagiert- und die CO2-Steuer in der Schweiz massiv angehoben werden *hüstel*
    11 6 Melden
  • ZH27 13.11.2017 13:17
    Highlight Eigentlich müsste man die Emissionen von der Produktion von Gütern in China teilweise den Ländern zurechnen, die diese Produkte kaufen. Schlussendlich ist es ja absolut logisch, dass ein Land wie die CH, deren Wirschaft vorallem im Dienstleistungssektor angesiedelt ist, vergleichsweise weniger Emissionen erzeugt. Länder wie China mit einem nahmhaften Sekundärsektor produzieren diese Produkte zu einem grossen Teil für den Export. Jetzt kann man sich fragen: Wer ist schuld, der Produzent oder der Konsument?
    11 6 Melden
    • Tikvaw 13.11.2017 15:02
      Highlight pssst, nicht weitersagen. Sonst können wir nicht mehr so gut schlafen in unseren Smart-Homes.
      10 0 Melden
  • word up 13.11.2017 12:42
    Highlight jede und jeder kann beim co2-ausstoss erst etwas überlegen und somit ihren und seinen teil dazu beitragen. ist es notwendig das auto zu nehmen, oder tut es auch das velo, um kurz einkaufen zu gehen? es gibt viele kleinigkeiten in unserer gewohnten konsumgesellschaft, die massiv zur co2-emmission beitragen. es liegt an uns allen und fängt bei jeder und jedem einzelnen an!
    11 1 Melden
  • Ollowain 13.11.2017 12:29
    Highlight Sprechen wir doch über die grösste Klimasünde unserer Zeit:
    1 8 Melden
    • Tikvaw 13.11.2017 15:04
      Highlight Leider ist das Bild wegen der "Kommentar-Funktionsweise" so nicht lesbar. Schreib doch bitte noch den Link dazu.
      10 1 Melden
  • reaper54 13.11.2017 11:39
    Highlight Weshalb wird die EU in der Statistik einmal als ganzes aufgeführt und anschliessend noch einzelne Mitglieder aus der EU?
    12 5 Melden
    • ZH27 13.11.2017 13:19
      Highlight Weil die EU aussenpolitisch gerne als einheitliches Gebilde auftritt, aber die Länder untereinender ebenfalls eine Diskussionsgrundlage benötigen. Schlussendlich hätte man das aber schon schöner darstellen können...
      7 0 Melden
    • halfenauer 13.11.2017 13:49
      Highlight Warum nicht? Ist doch interessant so.
      4 1 Melden
  • Posersalami 13.11.2017 11:31
    Highlight Tja dann schau dir mal die Pro Kopf Emission von China an und vergleiche zB. mit den USA.

    China steht mit 7.2t pro Kopf und Jahr gar nicht so schlecht da, wenn man sich mal überlegt das WIR unsere dreckige Produktion vor 20 Jahren dahin verbracht haben.

    Deutschland, USA oder Japan sind viel schlimmer als China. Dass China absolut mehr Ausstösst ist logisch wenn einem klar wird, dass da ein 7tel der Weltbevölkerung lebt.. Man muss das immer im Verhältnis zur Bevölkerung sehen.
    50 8 Melden
    • Paddiesli 13.11.2017 12:20
      Highlight Das stimmt ja schon. Nichtsdestotrotz hat der sogenannte Westen keine derart Smog-verseuchten Städte, wo man nur noch mit Atemmaske aus dem Haus kann. In Peking atmet ein Nichtraucher täglich den Feinstaub ein, der 2 Päckchen Zigaretten entspricht. Und das pro Tag!
      4 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.11.2017 13:50
      Highlight Das ist nicht falsch. Und jetzt? Soll China erst auf den pro Kopf Ausstoss der USA kommen, bevor es den Ausstoss bekämpfen soll?
      3 5 Melden
    • Paddiesli 13.11.2017 14:26
      Highlight @ Toerpe Zwerg
      Mit Sicherheit nicht! Alle müssen die selben Anstrengungen machen. Ich frage mich jetzt schon, ob der Kollaps überhaupt noch abwendbar ist bei solchen Politikern und den kursichtigen Lobbyisten.
      4 1 Melden
    • Posersalami 13.11.2017 15:51
      Highlight @Toerpe Zwerg: China ist ja schon der Vorreiter, so komische das jetzt auch klingt. Jedes Jahr wird weniger Kohle gefördert, alte Kraftwerke werden gedrosselt und abgeschaltet, nirgends wird so viel EE gebaut wie in China, E Auto Quote, usw.
      http://tinyurl.com/ybv3t7ca
      http://tinyurl.com/ybv6af9l
      http://tinyurl.com/yaf58de6
      http://www.dw.com/de/2016-war-rekordjahr-für-erneuerbare-energien/a-38214908

      China hat alleine 2016 16GW Windkraft und 34GW Solar dazugebaut. Da müssen wir erstmal hinkommen. Bei uns sind solche Massnahmen undenkbar.
      5 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.11.2017 16:48
      Highlight Welcher Kollaps?
      2 2 Melden
  • SolidSnake 13.11.2017 11:13
    Highlight Wie war das nochmals? Als die vereinigten Staaten mit viel Tam Tam aus dem Klima-Abkommen ausgestiegen sind, wurde China ja schon als neue Vorführnation gepriesen....
    10 22 Melden
  • Domino 13.11.2017 10:58
    Highlight Das nächste grosse Problem der Menschheit ist nicht CO2 und die Klimaerwärmung, sondern Phosphor.

    Die Lagerstätten werden spätestens in 100 Jahren leer sein und danach können wir nur noch einen Bruchteil ernähren, da es schlicht fast keinen Dünger mehr gibt.



    11 3 Melden
    • atomschlaf 13.11.2017 11:47
      Highlight Spätestens dann wird die menschliche Populationsgrösse wieder auf ein langfristig tragbares Niveau absinken. Schliesslich gab es auch ein Leben vor der Phosphordüngung.

      Das Problem ist nicht zu wenig Phosphor, das Problem ist - einmal mehr - die massive Überbevölkerung. Das grosse Tabuthema unserer Zeit.
      27 3 Melden
    • The Destiny 13.11.2017 12:08
      Highlight Bis dahin wird man Alternativen haben oder es synthetisch herstellen.
      3 5 Melden
    • Menel 13.11.2017 13:22
      Highlight Hoffen wir, dass bis dahin der CO2 Wert bei 800ppm liegt, dann können die meisten Pflanzen (C3) eh keine Photosynthese mehr betreiben und niemand braucht mehr Dünger 😅
      4 7 Melden
    • Daniel_a 13.11.2017 14:00
      Highlight Also das grössere Problem ist unser nicht nachhaltiger Lebensstil, der zu all dieser Umweltverschmutzung führt. Wir müssten der Natur auch etwas zurückgeben und nicht immer nur ausbeuten.
      6 4 Melden
    • ZH27 13.11.2017 17:36
      Highlight @The Destiny
      Phosphor ist ein Element, das kann nicht synthetisch hergestellt werden.
      7 1 Melden
    • atomschlaf 13.11.2017 22:01
      Highlight Daniel, mit dem "nachhaltigen" Lebensstil, der Dir und Deinen Öko-Genossen vorschwebt, könnte man vermutlich schon heute nicht mehr alle Menschen ernähren.
      7 4 Melden
    • Domino 14.11.2017 07:19
      Highlight @ZH27
      👍 richtig

      Man müsste dringend das Phosphor aus den Kläranlagen rückgewinnen sowie von der Kerichtverbrennung. So das der Kreislauf einigermassen geschlossen wird.

      Selbst bei den Grünen steht das Thema nicht auf der Agenda.... obwohl jeder Politiker 100 Jahre Weitsicht haben sollte...
      6 1 Melden
    • Domino 14.11.2017 08:18
      Highlight Das Phosphor sammelt sich im Meer an. Dadurch bilden sich vermehrt Algenteppiche. Diese werden die Klimaerwärmung beschleunigen.
      6 0 Melden
  • Sir Jonathan Ive 13.11.2017 10:47
    Highlight Ich habe zu dieser Thematik noch gar nie die pro Kopf Daten gesehen. Dabei sind diese eigentlich relevanter als der komplette Ausstoß eines Landes.
    Dabei zeigt sich zum Beispiel, dass China obwohl es das Land mit dem grössten Ausstoß ist, eine effizientere Energiestrategie hat als Kanada oder die Vereinigten Staaten.
    Die Saudis sind dabei bei weitem die verschwenderischste Nation.
    23 1 Melden
    • Sir Jonathan Ive 13.11.2017 11:31
      Highlight https://www.google.ch/publicdata/explore?ds=d5bncppjof8f9_&met_y=en_atm_co2e_pc&idim=country:CHE:SWE:AUT&hl=en&dl=en#!ctype=l&strail=false&bcs=d&nselm=h&met_y=en_atm_co2e_pc&scale_y=lin&ind_y=false&rdim=region&idim=country:CHE:SAU:USA:CHN&ifdim=region&hl=en_US&dl=en&ind=false

      Hier habe ich noch eine Grafik erstellt, die den Vergleich zwischen Schweiz, China, USA und Saudi Arabien zeigt.
      11 0 Melden
    • Posersalami 13.11.2017 11:34
      Highlight In China leben halt die meisten Menschen noch immer wie vor 100 Jahren. Zur Mittelschicht in China gehören keine 200mio Menschen. Die wächst aber in abartig schnellem Tempo und konsumiert dann eben mehr Energie. Darum hat China ja auch das Ruder in seiner Energiestrategie herumgerissen und fährt seine Kohleförderung jedes Jahr zurück. https://www.heise.de/tp/news/China-Kohlefoederung-stark-ruecklaeufig-3361244.html
      9 1 Melden

Rate mal, wie viele Länder gerade auf Kurs zur Erreichung der Pariser Klimaziele sind

Die Antwort ist: Keines!

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