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ARCHIV --- Produktionshalle der Stadler Rail Group in Bussnang (TG) am Freitag, 14. Juni 2013. Die SBB kauft 29 neue, internationale Zuege für den Nord-Sued-Verkehr von Stadler Rail, wie die SBB am Freitag, 9. Mai 2014 meldete. Das Auftragsvolumen betraegt knapp eine Milliarde Franken. Die Zuege sollen ab Ende 2019 schrittweise zum Einsatz kommen. Die neuen Triebzuege fahren bis zu 249 km/h und bieten mit bis zu 400 Metern Laenge in Doppeltraktion gut 800 Sitzplaetze. Das sind rund 40 Prozent mehr als die heutigen, 230 Meter langen ETR-470-Kompositionen.  (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die SBB vergibt den Grossauftrag an die Stadler Rail. Bild: KEYSTONE

Beschwerde eingereicht

Konkurrenten von Stadler Rail klagen gegen Milliarden-Deal mit der SBB

Die beiden Unternehmen Alstom und Talgo haben beim Bundesverwaltungsgericht (BVG) je eine Beschwerde gegen die Vergabe der neuen Triebzüge Nord-Süd an Stadler Rail eingereicht. Die SBB ist am Montag vom BVG entsprechend informiert worden, wie sie mitteilte.

Der französische Anbieter Alstom und das spanische Unternehmen Talgo waren als Anbieter bei der Vergabe des Grossauftrags an Stadler Rail unterlegen. Die SBB hat laut eigenen Angaben während des gesamten Verfahrens grössten Wert auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben sowie auf die Gleichbehandlung der Anbieter gelegt.

Rollmaterialbestellungen fielen unter das öffentliche Beschaffungsrecht. Daran habe die SBB sich gehalten. Stadler Rail habe mit ihrer Offerte die Ausschreibungskriterien am besten erfüllt und deshalb die Vergabe gewonnen. Der Vorsprung von Stadler Rail sei klar ausgefallen.

Kein Einfluss auf die Eröffnung des Gotthard-Basistunnel

Ob und wie lange die Beschaffung der 29 Triebzüge durch die Einsprachen verzögert wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden, schreibt die SBB. Im Hinblick auf die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels im Dezember 2016 hätten diese Beschwerden keinen Einfluss. Die SBB habe in den nächsten Jahren genügend Züge für den Nord-Süd-Verkehr.

Die 29 neuen, international einsetzbaren Triebzüge sollen schrittweise ab Ende 2019 eingesetzt werden. Für die Übergangszeit bis Ende 2019 setze die SBB zusätzliche Neigezüge des Typs ETR 610 ein. Diese kämen bereits ab diesem Jahr zum Einsatz und ersetzten schrittweise die Züge des Typs ETR 470.

HANDOUT - VISUALISIERUNG - Der neu entwickelte EC250 der Stadler Rail ist ein 200m langer 11-teiliger Gliederzug. Die SBB kauft 29 neue, internationale Zuege für den Nord-Sued-Verkehr von Stadler Rail, wie die SBB am Freitag, 9. Mai 2014 meldete. Das Auftragsvolumen betraegt knapp eine Milliarde Franken. Die Zuege sollen ab Ende 2019 schrittweise zum Einsatz kommen. Die neuen Triebzuege fahren bis zu 249 km/h und bieten mit bis zu 400 Metern Laenge in Doppeltraktion gut 800 Sitzplaetze. Das sind rund 40 Prozent mehr als die heutigen, 230 Meter langen ETR-470-Kompositionen. (STADLER RAIL GROUP) ** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Bild: STADLER RAIL GROUP

Die SBB hatte dem Schweizer Bahnunternehmen Stadler Rail am 9. Mai den Zuschlag erteilt. Neben dem Kauf der 29 Züge sicherte sie sich vertraglich auch eine Option für bis zu 92 weitere Züge. Das Auftragsvolumen beträgt rund 980 Millionen Franken. (lhr/sda)



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    Alle Leser-Kommentare
  • LubiM 02.06.2014 21:35
    Highlight Highlight Vor allem der Einspruch von Alstom macht mich wütend! Alstom baute die beiden Cisalpino ETR's, beide von Pannen und regelmässigen Verspätungen aufgrund technischer Probleme geplagt. Schlecht gebaut, unzuverlässig, teurer... und jetzt machen sie Rekurs. Eigentlich sollte nächste Woche grad das Urteil kommen: Abgeschmettert. Die Züge werden so oder so später ausgeliefert... jetzt wird es dann wohl 2025 bis sie im Betrieb sind. Zudem bauen sie die Züge in Italien, also 0 Schweizer Arbeitsplätze gesichert. Danke Alstom, wirklich ne super Firma!

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