Schweiz
Aargau

Café-Betreiberin in Aarau verbietet Kinderwägen und Kleinkinder

Café-Betreiberin stört sich an Kinderwägen und Lärm – und greift jetzt durch

Die «90 Grad Café Bar» an der belebten Bahnhofstrasse in Aarau ist neu kinderfreie Zone. Die Betreiberin will nur noch Gäste ab 14 Jahren bewirten. Der Entscheid stösst bei vielen auf Unverständnis.
27.11.2025, 11:37

«Um eine ruhige und gemütliche Atmosphäre zu bewahren, bitten wir darum, keine Babys oder kleine Kinder mitzubringen», steht seit kurzer Zeit an der Tür der «90 Grad Café Bar» in Aarau. Daneben sind, hinter einem roten Verbot-Zeichen, spielende Kinder sowie ein Kinderwagen abgebildet. Die Nachricht ist klar: Wer dieses Lokal mit kleinen Kindern betritt, riskiert, direkt wieder hinausgeworfen zu werden.

Die «90 Grad Café Bar» in Aarau möchte keine kleinen Kinder bewirten.
Die «90 Grad Café Bar» in Aarau möchte keine kleinen Kinder bewirten.Bild: chmedia

Die «90 Grad Café Bar» in Aarau liegt an der belebten Aarauer Bahnhofstrasse, mit vielen Geschäften gleich in der Nähe. Auch der meist sehr lebhafte Spielplatz Kasinopark ist ganz in der Nähe. Das könnte erklären, warum auch immer wieder Familien mit kleinen Kindern den Weg in das Café finden. Oder besser gesagt fanden. Denn der Betreiberin sind die kleinsten Gäste ein Dorn im Auge.

«Die Mütter haben mit Kinderwägen die Gänge blockiert. Kinder haben sich total danebenbenommen, auf den Tischen herumgeturnt und der Lärm war störend für die anderen Gäste», erklärt diese gegenüber «Blick», warum sie sich für diese Einschränkung entschlossen hat. Ihren Namen will sie indes nicht in der Presse lesen.

In der Strassenumfrage des Portals reagiert die potenzielle Kundschaft primär mit Unverständnis. Man hätte stattdessen doch einfach mit den Eltern der kleinen Gäste reden können, finden mehrere.

Hunde-Verbot sorgte ebenfalls für Empörung

Es ist nicht das erste Verbot in der Region, das für Aufregung sorgt. Das Restaurant Eichberg in Seengen hat vor fast genau zwei Jahren Hunde aus dem Lokal verbannt. Es sei kein einfacher Entscheid gewesen, sagte Geschäftsführer Eli Wengenmaier damals. Gerade, weil das Ausflugsrestaurant bei Hundehalterinnen und Hundehaltern sehr beliebt sei.

Die Hunde hätten für zusätzlichen Reinigungsaufwand gesorgt und andere Gäste teilweise gestört. Und nicht zuletzt sei eine Service-Mitarbeiterin von einem Hund gebissen worden. Auch hier war die Empörung über das Verbot, vor allem bei Hunde-Liebhabern, anfänglich gross. Viele kündigten an, sie würden das Lokal nun nicht mehr besuchen. Indes: Das Restaurant besteht weiterhin – auch ohne Hunde-Besuch. (pin) (aargauerzeitung.ch)

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613 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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SC90
27.11.2025 11:45registriert Juli 2025
Sie kann selber bestimmen, welche Kunden sie in ihrem Betrieb bedienen möchte.

Ausserdem glaube ich, dass es viele Kunden gibt (mich eingeschlossen), die kinderlose Cafes bevorzugen.
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waslabaschdu
27.11.2025 11:46registriert Juni 2020
Das ist ihr gutes Recht. Ich sehe da kein Problem.
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Knut Knallmann
27.11.2025 11:49registriert Oktober 2015
„In der Strassenumfrage des Portals reagiert die potenzielle Kundschaft
primär mit Unverständnis“ Schon mal daran gedacht dass ein Konzept nicht allen „potentiellen“ Kunden gefallen muss? Eine Garantie keinen Kinderlärm anzutreffen wäre zumindest für mich als jemand mit empfindlichen Gehörsinn ein Argument für einen Besuch.
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