International
Migration

Erfolg für Trump: Kongress genehmigt Milliarden für ICE

Erfolg für Trump: Kongress genehmigt Milliarden für ICE

Der US-Kongress hat einer Milliardenfinanzierung zugestimmt, die die Regierung von US-Präsident Donald Trump zur Umsetzung ihrer umstrittenen Migrationspolitik nutzen kann.
10.06.2026, 05:4710.06.2026, 05:47

Ein entsprechender Gesetzentwurf passierte nach dem Senat mit 214 zu 212 Stimmen nun auch knapp das Repräsentantenhaus und muss vor Inkrafttreten noch von Trump unterzeichnet werden. Der Entwurf sieht fast 70 Milliarden US-Dollar (mehr als 60 Mrd Euro) unter anderem für die Finanzierung der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzbehörde CBP bis ins Jahr 2029 vor.

epa13016658 A member of the public walks past the US Capitol in Washington, DC, USA, 04 June 2026. The US Senate is taking part in a vote-a-rama, a rapid series of votes including measures related to  ...
Der US-Kongress spricht Milliarden Dollar für ICE.Bild: keystone

Damit sind die Weichen gestellt, damit Trump seine aggressive Abschiebepolitik bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit weiter durchsetzen kann. Für die Demokraten ist das ein Rückschlag, hatten sie doch versucht, weitere Finanzmittel an strengere Auflagen für die Arbeit der Migrationsbeamten zu knüpfen. Auslöser dafür waren insbesondere die tödlichen Schüsse von Bundesbeamten auf zwei US-Bürger bei Einsätzen Anfang des Jahres im US-Bundesstaat Minnesota.

Danach entbrannte ein Streit im Kongress über den Haushalt des Heimatschutzministeriums, dem die Migrationsbehörden unterstehen. Die Folge: ein teilweiser Stillstand der Regierungsgeschäfte. Im Frühjahr wurde der monatelange Streit grösstenteils beigelegt – auf weitere Finanzmittel für ICE und CBP einigten sich Demokraten und Republikaner damals allerdings nicht.

Republikaner sichern Gelder über Sonderverfahren

Die Republikaner nutzten nun ein Sonderverfahren («Reconciliation») im Kongress, um Gelder für die Migrationsbehörden auch ohne Zustimmung der Demokraten zu sichern.

Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) kritisierte dies bereits Ende vergangener Woche, nachdem das Gesetz den Senat passiert hatte. Sie verwies darauf, dass bereits im vergangenen Jahr Mittel für das Heimatschutzministerium über ein solches Sonderverfahren bereitgestellt wurden. «Wieder einmal umgehen die Verbündeten von Präsident Trump im Kongress die üblichen parlamentarischen Verfahren», bemängelte Kate Voigt von ACLU in einer Mitteilung.

Die Verabschiedung des Gesetzes hatte sich zuletzt wegen Widerstands – auch innerhalb der republikanischen Partei – gegen andere politische Vorhaben der Trump Regierung verzögert. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
The Twelfth
10.06.2026 06:49registriert Juni 2020
Damit steht Trump’s SA.

Schon krass, wie nach all den Jahren die politische Rechte in den USA weiterhin jeden einzelnen Schritt zur Abschaffung der Demokratie absegnet.

Irgendwann wird man alles auf Trump schieben, aber ohne breite Unterstützung aus Kongress, Justiz UND dem Volk, könnte er gar nichts.
311
Melden
Zum Kommentar
avatar
Celtic Swiss
10.06.2026 06:42registriert Juni 2024
70 MIA?

Spinnen die Amis?

Das Geld wäre absolut nötig in den USA für z. B. : Bildung, Bildung und Bildung!

Aber nur, wenn ihr Lehrplan nicht von MAGAs geschrieben wird.


Man stelle sich vor: Fast das Bundesbudget nur für die ICE-Mörder! Das ist doch COVFEFE!
241
Melden
Zum Kommentar
7
Nach Klippensturz: Chinese treibt eine Woche im Meer – und überlebt
Kein Essen, kein Trinkwasser, keine Rettungsweste – und trotzdem am Leben. Nach einem Sturz von einer Klippe überlebte ein Chinese tagelang im Meer.
Qin Jianpings Geschichte gleicht einem Wunder. Der 39-Jährige hat sieben Tage lang auf dem offenen Meer überlebt. Der Grosshändler aus der südchinesischen Region Guangxi stürzte bei einem abendlichen Spaziergang von einer Klippe. Sieben Tage und sechs Nächte trieb er ohne Nahrung oder Trinkwasser in der Meerenge zwischen der Insel Hainan und dem chinesischen Festland. Schliesslich entdeckten ihn zwei Fischer völlig entkräftet und retteten ihn aus den Fluten. Darüber berichten die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua und die Nachrichtenplattform «China Daily».
Zur Story