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Mexikos Präsidentin Sheinbaum wirft USA Einmischung vor

epa13007490 Mexican President Claudia Sheinbaum speaks during an event marking the two-year anniversary of her victory in the 2024 elections, at the Plaza de la Republica in Mexico City, Mexico, 31 Ma ...
Mexikos Präsidentin Claudia SheinbaumBild: keystone

Mexikos Präsidentin Sheinbaum wirft USA Einmischung vor: «Nicht akzeptabel»

01.06.2026, 05:4101.06.2026, 05:41

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat den USA vorgeworfen, sich in innere Angelegenheiten ihres Landes einzumischen. «Und Mexiko, das sei klar und deutlich gesagt: Wir akzeptieren keine Einmischungen. Wir sind ein freies, unabhängiges und souveränes Land», sagte Sheinbaum bei einer Kundgebung anlässlich des zweiten Jahrestags ihres Wahlsiegs vor Anhängerinnen und Anhängern in der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt.

Die Präsidentin erklärte, eine Behörde des US-Justizministeriums habe die Festnahme von zehn Mexikanern zur Auslieferung verlangt. Unter ihnen sind ihren Angaben nach ein Gouverneur, ein Bürgermeister und ein amtierender Senator. Namen oder weitere Einzelheiten nannte sie nicht. Unabhängig prüfen liessen sich die Angaben der Präsidentin zunächst nicht.

Sheinbaum: «Mexiko ist die Piñata von niemandem»

Wenn aus dem Ausland bestimmt werde, wer schuldig sei und wer nicht, oder Druck auf mexikanische Institutionen ausgeübt werde, gehe es nicht mehr um Zusammenarbeit, sondern um Einmischung, sagte Sheinbaum. «Mexiko ist die Piñata von niemandem», fügte sie hinzu. Eine Piñata kann eine Figur sein, auf die zumeist Kinder mit Stöcken einschlagen, bis Süssigkeiten rausfallen.

Die Präsidentin rief ihre Anhänger dazu auf, in den kommenden Wochen Informationsveranstaltungen auf öffentlichen Plätzen abzuhalten. Dort solle über die Verteidigung der nationalen Souveränität informiert werden.

Die Äusserungen fallen in eine Zeit, in der das Thema ausländische Einflussnahme auf Wahlen in Mexiko verstärkt diskutiert wird. Erst vor kurzem billigte das Parlament eine von der Regierungspartei Morena unterstützte Verfassungsreform, die bei nachgewiesener Einmischung aus dem Ausland eine Annullierung von Wahlen ermöglichen soll. In Mexiko werden in einem Jahr die beiden Kammern des Kongresses neu gewählt. (sda/dpa)

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Die beliebtesten Kommentare
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ReMoo
01.06.2026 06:50registriert Dezember 2020
Mexiko sollte im Gegenzug die Auslieferung Trump, Hegseth und Miller fordern, mal schauen wie die USA reagieren würden
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