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Champions-League-Final nicht im Free-TV – illegale Streams explodieren

PSG's Vitinha lifts the trophy celebrating after winning the Champions League final soccer match between Paris Saint-Germain and Arsenal in Budapest, Hungary, Saturday, May 30, 2026. (AP Photo/Pe ...
Der Champions-League-Sieg von PSG war im Vereinigten Königreich nicht im Bild: keystone

CL-Final war in England erstmals nicht im Free-TV – der Schuss ging nach hinten los

02.06.2026, 10:5002.06.2026, 10:50

Seit der Gründung der UEFA Champions League im Jahr 1992 war der Final im Vereinigten Königreich immer im frei empfangbaren TV zu sehen – bis zu diesem Jahr. Die Partie zwischen Paris Saint-Germain und Arsenal lief auf TNT Sports und war nur auf seiner eigenen Bezahlplattform oder via HBO Max empfangbar.

Premierminister Keir Starmer rief den Sportsender im Vorfeld zwar noch dazu auf, die Entscheidung rückgängig zu machen. «Hart arbeitende Leute sollten sich nicht darüber sorgen müssen, noch ein Abo abzuschliessen, um ein Fussballspiel von dieser Wichtigkeit zu schauen», schrieb er in einem offenen Brief an TNT Sports.

Starmer hatte damit zwar keinen Erfolg, aber auch für TNT dürfte die Rechnung nicht ganz so aufgegangen sein, wie sich das die Manager des TV-Senders wohl erhofft haben. Gemäss einem Bericht vom «Guardian», soll es innerhalb des Vereinigten Königreichs zu rund 16,2 Millionen illegalen Streams gekommen sein. Diese seien auf rund 3,7 Millionen IP-Adressen zurückführbar gewesen. Nicht dazu gerechnet, sind Nutzer, die mittels VPN-Streams aus anderen Ländern schauten, wo das Spiel im Free-TV lief – etwa Irland oder aber auch die Schweiz.

Die legalen Zuschauerzahlen bei TNT und HBO Max beliefen sich indes auf rund sieben Millionen, was einem Marktanteil von 25,6 Prozent entsprach. Offiziell zeigt sich der TV-Anbieter zufrieden mit diesen Zahlen. Doch den Verantwortlichen wie auch der UEFA dürfte der Rückgang im Vergleich mit anderen Jahren trotzdem etwas Sorge bereiten.

Der Champions-League-Final von 2022 zwischen Liverpool und Real Madrid erreichte zu Spitzenzeiten bei BT Sport ein Publikum von 12,6 Millionen. Bei BT Sport waren die Spiele jeweils gratis auf YouTube verfügbar. (abu)

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Die beliebtesten Kommentare
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Snowy
02.06.2026 11:10registriert April 2016
Die UEFA (und auch die FIFA) schaufeln sich mit der Überkommerzialisierung des Fussballs ihr eigenes Grab.

Bereits heute sind CL-Partien am nächsten Morgen nicht mehr automatisch Thema an den Kaffeemaschinen des Landes. Dies weil die meisten kein Bezahlabo haben und daher die Spiele nicht live sehen.
Das war noch bis vor kurzem anders, als die CL im free-TV lief.

So verliert man eine ganze Generation Fussballfans und damit zukünftige Kunden (um im Jargon der UEFA zu bleiben).
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Cundwiramurs
02.06.2026 11:28registriert März 2025
Wenn ich den Fussball nur noch im Bezahlsender sehen kann, dann schaue ich stattdessen lieber andere Sportarten. Die Engländer machen es genau richtig, lassen sich nicht abzocken.
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magicfriend
02.06.2026 11:16registriert Oktober 2014
Genau diese Auswirkungen konnte man schon in den Neunzigern beobachten. Damals blühte der Schwarzmarkt und mit dem Internet kamen die illegalen Downloads. Mit dem Streaming gab es eine Konsolidierung. Die Leute waren bereit für Content zu bezahlen. Doch man hat auch klar feststellen können: Man bezahlt, um auch eine umfassende Bibliothek an Content nutzen zu können. Mit immer mehr Anbietern, die einen Teil am Kuchen abhaben wollen, fragmentierte sich der Markt extrem. Vor allem bei Sport-, Serien- und Filmrechten bezahlt man viel für wenig Inhalt. Konsequenz: Schwarzmarkt, illegales Streaming.
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