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Österreichs Ex-Kanzler Kurz veröffentlicht seine Biografie – und alle lachen sich schlapp

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz veröffentlicht nächste Woche seine Biografie. Einzelne Auszüge wurden nun bereits publik, und diese erinnern mehr an einen schnulzigen Roman als eine Polit-Biografie.
05.09.2019, 15:5406.09.2019, 16:06

Wenn Politiker ihre Biografie veröffentlichen, dann ist das normalerweise eine nicht sonderlich spannende Angelegenheit. Nicht so bei dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz: Dessen Biografie, die am 11. September erscheint und von der bereits erste Auszüge veröffentlicht wurden, ist äusserst unterhaltsam. Nicht weil die Autorin Judith Grohmann eine meisterliche Schreibleistung hinlegte, wobei, seht selbst ...

Der Schreibstil

Für die Biografie von Kurz hat sich Grohmann für einen unkonventionellen Schreibstil entschieden. Die ersten verfügbaren Seiten lesen sich eher wie eine (sehr schlecht geschriebene) Fan-Fiction über Kurz oder einen Groschenroman einer sexuell frustrierten Person in der Mid-Life-Crisis. Grohmann über Kurz als Baby:

«So entpuppte sich Kurz als ein Baby, das auf der Überholspur fuhr. (...) Die ersten kompletten Sätze sprach der kleine Sebastian Kurz bereits mit einem Jahr und stellte damit viele andere Kinder in den Schatten. Es waren keine Sprechversuche, die er machte, sondern er sprach bereits ganze Sätze.»

Bewundernde Worte und detaillierte szenische Beschreibungen ziehen sich durch den gesamten Text und lassen das Ganze wie eine Liebeserklärung an Kurz erscheinen. Hier einige Auszüge:

«Sonnenstrahlen bedecken mein Gesicht, während ich hastig über das steinerne Pflaster auf dem Wiener Minoritenplatz huschte. (...) Die Vorweihnachtszeit hatte begonnen. Draussen waren es sechs Grad. Ich hatte meinen Wintermantel angezogen und fror trotzdem ein wenig. (...) Vor mir stand ein Pult, dahinter sass ein Wächter. Er lächelte mir freundlich zu. Wenige Minuten später holte mich eine Mitarbeiterin aus einem Büro, welches ein Stockwerk höher lag, ab. Die junge Frau lächelte mich an und streckte mir ihre Hand zur Begrüssung entgegen. Dann stiegen wir gemeinsam über die geschwungenen barocken kalksandsteinernen Treppen in den ersten Stock hinauf. (...) Dieser Korridor war voller Türen. An einer dieser Türen lehnte ein Mann im dunkelgrauen Anzug, der nachdenklich mit seinem Zeigefinger über seine Lippe strich.»
«Zunächst erblickte ich nur eine Silhouette. ‹Ist er es wirklich?›, dachte ich mir. Ich sah lediglich einen Teil eines Kopfes, doch der kam mir bekannt vor. Diese dunkelbraunen Haare, die streng nach hinten gekämmt waren, und die kleine, spitze Nase, die aus seinem Gesicht hervorlachte. Der Mann, der hier lässig an der Türe lehnte, war fast einen Meter neunzig gross und von merklich dünner Statur. Er wirkte wenig ministeriell. Er trug einen dunkelgrauen Anzug, dazu schwarze Socken, schwarze Schuhe und ein weisses Hemd mit einer dunklen Krawatte, die fest sass. Und völlig unerwartet trat er mit einem Mal durch die Tür. Er sah aus dem Fenster und blickte gedankenversunken in die Ferne. Ob er uns wahrgenommen hatte, war fraglich. Das helle Sonnenlicht leuchtete in den Raum hinein. Doch das störte ihn nicht. Die Herbstsonne blendete sein Gesicht. Er war tief in Gedanken versunken.»
«Schliesslich atmete er tief durch. Also sprang ich auf und ging einen Schritt auf ihn zu: 'Herr Minister, wollen Sie sich zu uns setzen?' Dabei machte ich eine einladende Handbewegung zum schwarzen Ledersofa. Doch der Mann, der an die Türe gelehnt stand, schüttelte nur sanft seinen Kopf, weiter in die Leere blickend. Noch einmal atmete er tief durch, dann sah er uns in die Augen und nickte uns zu, bevor er sich umdrehte und wortlos aus dem Raum verschwand.»

Die Reaktionen

Dem Internet ist das Ganze natürlich nicht entgangen. Unter dem Hashtag #50shadesofkurz machen sich die User über die Biografie lustig und sinnieren, welche weitere Passagen wohl in dem nächste Woche erscheinenden Buch stehen werden.

Habt ihr das Zeug, #50shadesofkurz-Autoren zu sein? Schreibt eure Fortsetzungen in die Kommentare!

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Beidlpracker und Co. – Schimpfwörter zu Österreichs Krise.

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Beidlpracker und Co. – Schimpfwörter zu Österreichs Krise.
quelle: epa/epa / christian bruna
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Kanzler Sebastian Kurz und seine Regierung sind gestürzt

Video: srf

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66 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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FITO
05.09.2019 17:05registriert April 2019
Der Arbeitstitel für die Fortsetzung steht schon fest.
BASTI & BUMSTI in Love.
Österreichs Kanzler Kurz veröffentlicht seine Biografie – und alle lachen sich schlapp
Der Arbeitstitel für die Fortsetzung steht schon fest.
BASTI & BUMSTI in Love.
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Frogface
05.09.2019 17:07registriert Mai 2019
Während ich seine süssen Worte wie Nektar schlürfen durfte und mir die Poesie seiner überwältigenden Sprachgewandtheit honiggleich die Kehle benetzte, ja sie förmlich mit fast erotischer Gier in mich einsog, machte sich gleichzeitig ein Schwindel, eine Trunkenheit bemerkbar, als sei ich berauscht und zögernd, langsam, wie in Zeitlupe wurde mir kotzübel. Kurz vor dem sich schliesslich schwallartig entladenden Inhalt meines Magens wurde ich gewahr - auch des Guten kann es zu viel sein.
52616
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ChiliForever
05.09.2019 17:20registriert November 2016
"So lagen wir in seinem Bett, die Bettwäsche roch nach zarten Rosenblüten.
Er beugte sich mit seinem starken Körper über meinen Körper und verlangte, dass ich ihm etwas Schmutziges sage.
So dies sein Wille war, hauchte ich ihm zart ins Ohr: „Erbschaftsteuer“."

Mein Tag ist gerettet, ich lach mich schlapp... ^^
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