Schweiz
Gesellschaft & Politik

Zürcher Regierungsrat Martin Neukom lehnt Porträt ab

Zürcher Regierungsrat Martin Neukom lehnt Porträt von sich ab – und das gleich dreimal

In der Ahnengalerie des Kantons Zürich werden traditionell die ehemaligen Zürcher Regierungspräsidentinnen und -präsidenten verewigt. Nun gibt es allerdings ein Problem.
19.04.2026, 21:5820.04.2026, 07:12

Der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom hat ein offizielles Porträt des Malers Hans Witschi abgelehnt – und zwar in drei Versionen. Das berichtet der «Blick».

Zürcher Regierungsrat Martin Neukom porträtiert von Künstler Hans Witschi
Diese drei Porträts hat der Maler Hans Witschi von Neukom angefertigt.Bild: screenshot: telezüri

Witschi war 2025 beauftragt worden, ein Bild des amtierenden Zürcher Regierungspräsidenten für die kantonale Ahnengalerie zu malen. Dafür sind 20’000 Franken vorgesehen. Der Künstler lieferte mehrere Entwürfe mit unterschiedlicher künstlerischer Ausrichtung.

Neukom erklärte gemäss «Blick»-Bericht vom Sonntag, er erkenne sich in den Bildern nicht wieder. Das Porträt vermittle für ihn «Hilflosigkeit und Verzweiflung» und entspreche nicht seinen Vorstellungen wie «jung, modern, frisch». Auch ein dritter Anlauf überzeugte ihn nicht.

Laut «Blick» liegt die Entscheidung über die Abnahme beim Porträtierten selbst. Voraussetzung sei, dass sich die dargestellte Person mit dem Bild identifizieren kann. Ob ein neues Porträt entsteht, ist offen. Witschi soll für seine Arbeit finanziell entschädigt werden.

Im Internet zu besichtigen

Der Kanton Zürich lasse alle Regierungspräsidenten in Öl malen, dazu die Bundesräte aus dem Kanton, hält die Boulevardzeitung in ihrem Bericht fest. Die Gemälde befinden sich in der Ahnengalerie im Kunstraum Walcheturm. Sie lassen sich online besichtigen.

Bilder früherer Zürcher Regierungspräsidentinnen und -präsidenten.
Ein Auszug aus der «Ahnengalerie» mit zuvor gemalten Politikerinnen und Politikern.Screenshot: zh.ch

Quellen

(lyn)

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142 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Blaugrana
19.04.2026 22:24registriert Januar 2017
Laut 20min hat Neukom den Künstler selbst ausgewählt, weil er etwas 'rassiges' wollte. Die Episode zeigt Narzissmus und Dekadenz der Zürcher Politik mal wieder exemplarisch. Aber was soll's, die blöden Steuerzahler schieben die Kohle ja sowieso in Hülle und Fülle, was sind da 20'000 Stutz.
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Töffli-Gang
19.04.2026 22:23registriert Oktober 2018
Kannte ihn nicht und hab ihn deswegen gegoogelt. Verglichen mit dem Foto auf seiner Webseite oder auf Wikipedia gleicht ihm keines der Bilder. Ich würde ihn nicht wieder erkennen.

Aber ich glaube das wäre auch nicht der Stil des Malers.

Also entweder die falschen Anforderungen oder der falsche Maler.

Vielleicht sollte Martin Neukom den Watson-Profilbildgenerator bemühen. So ein Nudelsieb würde ihm jedenfalls auch stehen.
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Tomtschi
19.04.2026 22:04registriert März 2019
Da verstehe ich den Herrn Neukom. Alle drei schrecklich!
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