Zürcher Regierungsrat Martin Neukom lehnt Porträt von sich ab – und das gleich dreimal
Der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom hat ein offizielles Porträt des Malers Hans Witschi abgelehnt – und zwar in drei Versionen. Das berichtet der «Blick».
Witschi war 2025 beauftragt worden, ein Bild des amtierenden Zürcher Regierungspräsidenten für die kantonale Ahnengalerie zu malen. Dafür sind 20’000 Franken vorgesehen. Der Künstler lieferte mehrere Entwürfe mit unterschiedlicher künstlerischer Ausrichtung.
Neukom erklärte gemäss «Blick»-Bericht vom Sonntag, er erkenne sich in den Bildern nicht wieder. Das Porträt vermittle für ihn «Hilflosigkeit und Verzweiflung» und entspreche nicht seinen Vorstellungen wie «jung, modern, frisch». Auch ein dritter Anlauf überzeugte ihn nicht.
Laut «Blick» liegt die Entscheidung über die Abnahme beim Porträtierten selbst. Voraussetzung sei, dass sich die dargestellte Person mit dem Bild identifizieren kann. Ob ein neues Porträt entsteht, ist offen. Witschi soll für seine Arbeit finanziell entschädigt werden.
Im Internet zu besichtigen
Der Kanton Zürich lasse alle Regierungspräsidenten in Öl malen, dazu die Bundesräte aus dem Kanton, hält die Boulevardzeitung in ihrem Bericht fest. Die Gemälde befinden sich in der Ahnengalerie im Kunstraum Walcheturm. Sie lassen sich online besichtigen.
Quellen
- blick.ch: «Ich fühle mich entstellt» (19. April)
- zh.ch: Ahnengalerie
- wikipedia.org: Hans Witschi
(lyn)
