DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Spanien

Rajoy bittet Spanier wegen Korruptionsaffären um Entschuldigung

28.10.2014, 20:1028.10.2014, 20:11

Nach einer neuen Schmiergeldaffäre hat Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy die Bürger seines Landes um Verzeihung gebeten. «Ich bedauere diese neue Situation zutiefst und möchte mich im Namen der Volkspartei (PP) bei allen Spaniern dafür entschuldigen, dass Personen Ämter übertragen wurden, die diesen nicht würdig waren», sagte Rajoy am Dienstag im Madrider Senat.

Am Montag hatten die Justiz- und Sicherheitsbehörden 51 Politiker, Beamte und Unternehmer festgenommen und zahlreiche Rathäuser, Firmensitze und Wohnungen durchsucht. Alle vier betroffenen Regionen, die Autonomen Gemeinschaften Madrid, Valencia und Murcia sowie die Provinz León, werden von der PP regiert.

Den Festgenommenen wird aktive und passive Bestechung bei der Vergabe von Bau- und Dienstleistungsaufträgen durch Städte und Gemeinden vorgeworfen. Rajoy sagte, er verstehe und teile die Empörung. Die Korruption sei vor dem Hintergrund der Opfer, die die Menschen zur Überwindung der Krise erbracht hätten, besonders verletzend.

In den vergangenen Jahren wurde Spanien von vielen Korruptionsaffären erschüttert. In Haft sitzt etwa der frühere PP-Schatzmeister Luis Bárcenas, der Millionen ausser Landes geschafft haben soll.

Betroffen ist auch das Königshaus: Gegen den Mann von Infantin Cristina, Iñaki Urdangarin, wird wegen Steuerbetrugs und Geldwäsche ermittelt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Omikron geht um die Welt – so reagieren die Länder
Mehrere europäische Länder verschärfen die Massnahmen hinsichtlich der Neujahrsfeiern. So weit wie Peking geht aber niemand.

Omikron setzt seinen weltweiten Siegeszug fort. Die Mutante ist in den USA, den Niederlanden und in Grossbritannien inzwischen die dominierende Virus-Variante. In der Schweiz hat sie entscheidend zum neuen Rekordwert von 17‘634 Neuansteckungen am Dienstag geführt. Mehr als die Hälfte der Ansteckungen sind laut dem Bundesamt für Gesundheit auf Omikron zurückzuführen. Dennoch schreibt Alain Berset auf Twitter, dass derzeit keine neuen Massnahmen geplant seien.

Zur Story