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Mit einem Kochbuch und einer App verdiente die Bloggerin Belle Gibson viel Geld – viele an Krebs erkrankte Personen glaubten an ihre «Heilung».

«Fake»-Krebs – wie eine Bloggerin mit einem erfundenen Hirntumor Kohle machte

15.03.2017, 13:28

Viele an Krebs erkrankte Menschen hingen an den Lippen der Food- und Gesundheitsbloggerin Belle Gibson. In zahlreichen Blog-Beiträgen behauptete die Australierin, dass sie mithilfe von ayurverdischer Medizin, einer Sauerstofftherapie und dem Verzicht auf Gluten und Zucker ihren Hirntumor besiegte. 

Die von Gibson verfassten Beiträge entpuppen sich aber als Lüge, sie habe gar keinen Hirntumor, gestand Gibson in einem Interview mit der «Women's Weekly». Ihr ganzes Business-Modell war aufgebaut auf einer erfunden Geschichte. Nun wurde die Bloggerin von einem australischen Gericht verurteilt.

Nach Erkenntnissen des Gerichts verdiente die Bloggerin mit ihrer eigenen App und den Verkäufen eines Buches rund 420'000 australische Dollar (umgerechnet ca. 320'000 Schweizer Franken). Das genaue Strafmass wird erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

Die Richterin Debra Mortimer hielt es in ihrem Schuldspruch aber für möglich, dass Gibson selbst an ihre Krebs-Erkrankung «geglaubt» habe. «Vielleicht hatte sie andere, psychologische oder psychiatrische Probleme. Nicht alle Menschen sind jederzeit rational und vernünftig», so Mortimer. Dennoch ging die Richterin davon aus, dass Gibson wissentlich gehandelt habe. (ohe)

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