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Mit einem Kochbuch und einer App verdiente die Bloggerin Belle Gibson viel Geld – viele an Krebs erkrankte Personen glaubten an ihre «Heilung».

«Fake»-Krebs – wie eine Bloggerin mit einem erfundenen Hirntumor Kohle machte



Viele an Krebs erkrankte Menschen hingen an den Lippen der Food- und Gesundheitsbloggerin Belle Gibson. In zahlreichen Blog-Beiträgen behauptete die Australierin, dass sie mithilfe von ayurverdischer Medizin, einer Sauerstofftherapie und dem Verzicht auf Gluten und Zucker ihren Hirntumor besiegte. 

Die von Gibson verfassten Beiträge entpuppen sich aber als Lüge, sie habe gar keinen Hirntumor, gestand Gibson in einem Interview mit der «Women's Weekly». Ihr ganzes Business-Modell war aufgebaut auf einer erfunden Geschichte. Nun wurde die Bloggerin von einem australischen Gericht verurteilt.

Nach Erkenntnissen des Gerichts verdiente die Bloggerin mit ihrer eigenen App und den Verkäufen eines Buches rund 420'000 australische Dollar (umgerechnet ca. 320'000 Schweizer Franken). Das genaue Strafmass wird erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

Die Richterin Debra Mortimer hielt es in ihrem Schuldspruch aber für möglich, dass Gibson selbst an ihre Krebs-Erkrankung «geglaubt» habe. «Vielleicht hatte sie andere, psychologische oder psychiatrische Probleme. Nicht alle Menschen sind jederzeit rational und vernünftig», so Mortimer. Dennoch ging die Richterin davon aus, dass Gibson wissentlich gehandelt habe. (ohe)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Qui-Gon 15.03.2017 15:53
    Highlight Highlight Vielleicht kein Tumor, aber sonst krank im Hirn.
  • Der müde Joe 15.03.2017 15:02
    Highlight Highlight Na und jetzt?! Shiva&co verkaufen ihren Hokuspokus auch und kein Schwein interessierts!
  • Greet 15.03.2017 14:42
    Highlight Highlight "Die Richterin Debra Mortimer hielt es in ihrem Schuldspruch aber für möglich, dass Gibson selbst an ihre Krebs-Erkrankung «geglaubt» habe. "
    Jaja. Weil sie so lieb und nett ausschaut. Skruppellos.
  • Hierundjetzt 15.03.2017 14:10
    Highlight Highlight Es sind immer dieselben bedauernswerten Opfer. Impfung? Bäh! Kenntnisse Biologie und Zellen Bäh. Jemandem glauben der jahrelang studiert hat? Bäh

    Mädchen mit lustigem lachen bar jeglicher Ausbildung? Endlich hats jemand im Griff! Schnell eine Sauerstofftherapie machen.

    Ich mein: *Sauerstofftherapie...

    Unser Bildungssystem sollte mal generalüberholt werden.
    • Paraflüger 15.03.2017 16:01
      Highlight Highlight Was für ein verachtender Kommentar. Wissen Sie wie es ist einen Gehirntumor zu haben? Ich verstehe alle, welche jedes noch so absurd tönente Mittel versuchen, welches eine Heilung verspricht.
    • ChiliForever 15.03.2017 17:14
      Highlight Highlight Es ist nicht verachtend, wenn man Menschen rät, sich ernsthaft mit ihren Krankheiten zu beschäftigen und sich nicht mit Scheintherapien sinnlosen Hoffnungen hinzugeben.
      Hierundjetzt hat es genau erkannt, bedauernswert sind die Opfer, die solchen Lügenmärchen hinterherlaufen und damit möglicherweise noch die richtigen Therapien konterkarieren.

      Es geht ja nicht um solche Menschen, austherapiert sind sich an die letzten Hoffnungen halten. Die sollen dann machen, was sie für richtig halten, das macht es dann auch nicht mehr schlimmer.

      Vorher sollte man diesen Verführern nicht hinterherlaufen.
    • Hierundjetzt 15.03.2017 18:11
      Highlight Highlight Nix verachtend. Wer eine Sauerstoff-Therapie macht um sich einen Tumor (Zell-Problem) heilen zu lassen, der hat grundsätzlich ganz andere psychische Probleme.

      Es sei den, Du kannst als einziges Lebewesen auf diesem Planeten Dein Zellwachstum dadurch beeinflussen, dass Du mehr Luft atmest...

      Eben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kastigator 15.03.2017 14:03
    Highlight Highlight *«Fake»-Krebs. Ganz korrekt allerdings: «Fake-Krebs»
  • E-Lisa 15.03.2017 13:50
    Highlight Highlight «Vielleicht hatte sie andere, psychologische oder psychiatrische Probleme.»
    Das “vielleicht“ hätte Sie sich sparen können. Unter aller Sau. Eine solche Krankheit zu erfinden, ist definitiv krank. Ich hatte selber einen Hirntumor, der glückerweise operiert werden konnte, trotzdem veränderte es mein ganzes Leben. Psychisch, Physisch und Sozial.
    • pulcherrima* 15.03.2017 14:45
      Highlight Highlight Ich verstehe das "vielleicht". Meiner Meinung nach ist es nicht kränker mittels einem erfundenen Hirntumor Geld zu machen als dies wissentlich auf Kosten der Umwelt und anderen Menschen zu machen. Die Rüstungsindustrie z.B. verdient ihr Geld ja auch so.
    • Hierundjetzt 15.03.2017 15:00
      Highlight Highlight Thema verfehlt.

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