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Trinity Rodman lässt sich von ihren Teamkolleginnen feiern. bild: twitter/nwsl

Sie kam, sah und vollstreckte – Tochter von NBA-Legende Rodman trifft bei Profidebüt



Trinity Rodman ist die Tochter von NBA-Superstar Dennis Rodman – und ein Ausnahmetalent im US-Fussball. Ihr Torriecher und ihre Schnelligkeit fielen schon vor zwei Jahren an der U17-WM in Uruguay auf. Im Januar wurde die Stürmerin schliesslich mit erst 18 Jahren und ohne College-Erfahrung als Nummer 2 im Draft der National Women's Soccer League von den Washington Spirit ausgewählt.

Am Wochenende kam Rodman nun zu ihrem viel beachteten Profi-Debüt – und sie schlug ein wie eine Bombe: Fünf Minuten nach ihrer Einwechslung durfte sie bereits ihren ersten Treffer bejubeln. Nach einem weiten Ball in die Spitze nahm sie das Spielgerät in der 60. Minute herrlich mit dem Knie mit und schob eiskalt zum 2:3 ein. Ein weiterer Treffer wollte ihr allerdings nicht mehr gelingen, sodass Rodman mit Washington als Verliererin vom Feld musste.

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Der erste Profi-Treffer von Trinity Rodman. Video: streamable

Nach dem Schlusspfiff war Rodman schon ganz Profi: «Mein Team hat mir sehr geholfen», erklärte die jüngste Torschützin der Liga-Geschichte und führte aus: «Ich bin noch jung und neu in der Liga. Alles geht viel schneller und das Spiel ist physischer. Deshalb haben mir die Ratschläge meiner Teamkolleginnen sehr geholfen.»

Zu Vater Dennis Rodman wollte Trinity keine Auskunft mehr geben, das hatte sie im Vorfeld der Partie schon zur Genüge tun müssen. Eine Beziehung zur NBA-Legende hatte die Tochter lange kaum. Ihre Mutter Michelle war Dennis' dritte Frau – sie trennten sich 2004, als Trinity noch ein Kleinkind war. Die Mutter zog sie und die Geschwister danach überwiegend allein gross.

«Er war ein toller Sportler und ich habe diese Gene von ihm. Aber ich bin Trinity Rodman und nicht nur Dennis Rodmans Tochter», stellte die 18-Jährige schon am Draft-Tag klar. Sie freue sich, ihren eigenen Weg zu gehen und auf diesem besser zu werden.

Das grosse Vorbild von Trinity ist und bleibt ihre Mutter: «Auch wenn sie nicht in der NBA war, hat sie eine sehr zielorientierte Lebenseinstellung. Sie ist eine extrem starke Frau. Aber wenn du einen so berühmten Vater hast, fragt nie jemand nach der Mutter», erklärte die Fussballerin vor ihrem Profi-Debüt. «Aber ich möchte, dass die Menschen wissen, dass meine Mutter mich bei allem im Leben extrem unterstützt hat, meine beste Freundin und mein Fels ist.»

Ihr steiler Aufstieg hat aber nicht nur mit ihrem Nachnamen und ihrem Talent zu tun. Auch die Corona-Pandemie spielte eine Rolle. Rodman war vor der College-Saison erst gerade von der Highschool in Kalifornien zum Team der Cougars an der Washington State gewechselt – ihr Bruder D.J. spielt dort Basketball. Doch wegen der Pandemie wurde die Herbstsaison komplett abgesagt und so entschied Trinity, die vier Jahre einfach zu überspringen.

«Ich hatte das Gefühl, irgendwie festzusitzen», sagte Rodman. «Ich weiss, dass der Profisport ein höheres Level ist, und ich glaube, ich bin an dem Punkt, an dem ich auf diesem Level noch besser werden kann als auf dem College. Und ich dachte mir: Mach das einfach!» Diese Spontaneität könnte sie von ihrem Vater haben. (pre)

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