Gesellschaft & Politik
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Während du all die Schokolade verdaust: 9 Fragen und Antworten zu Ostern

Kreuzigung Christi (Ausschnitt), Holzstich von Gustave Doré. Bild: Shutterstock

Was hat das wichtigste Fest der Christenheit mit gefärbten Eiern und Hasen aus Schokolade zu tun?



Auf welchen Tag fällt Ostern?

Dieses Jahr fällt der Ostersonntag auf den 21. April. Das ist relativ spät; der letztmögliche Termin ist nämlich der 25. April. Letztes Jahr kam der Osterhase dagegen schon am 27. März, 2008 sogar extrem früh: am 23. März. Dieses kalendarische Hin und Her hat seinen Grund darin, dass Ostern ein sogenanntes bewegliches Fest ist, das heisst, es fällt nicht jedes Jahr auf dasselbe Datum wie zum Beispiel Weihnachten.

Warum ist das so? Kreuzigung und Auferstehung Jesu, so überliefert es die Bibel, ereigneten sich während des jüdischen Pessach-Fests. Die junge christliche Kirche koppelte daher Ostern terminlich an Pessach. Da der jüdische Kalender den Frühlingsbeginn anders berechnet als der christliche, fallen heute Ostern und Pessach nicht mehr unbedingt zusammen. Zudem führten die westlichen Kirchen den Gregorianischen Kalender ein, darum weicht ihr Osterdatum von jenem der Ostkirchen ab.

Wann ist nun aber Ostern? Die Regel besagt: Es ist der Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Dieser fällt frühestens auf den 21. März – zumindest für die Kirche; astronomisch kann der Frühling auch schon mal am 20. oder gar 19. März beginnen. Damit ist der 22. März das frühstmögliche Datum für den Ostersonntag. Dieses Ereignis tritt freilich selten ein: Letztmals war es 1818, das nächste Mal wird es erst wieder im Jahr 2285 sein. Insgesamt gibt es vom 22. März bis zum 25. April 35 mögliche Ostertermine; am häufigsten fällt der Ostersonntag auf den 19. April.

Sederteller mit traditionellen Speisen zum jüdischen Pessach-Fest. Auch hier gibt es ein Ei, aber es hat eine etwas andere Symbolik. Bild: Wikipedia/PD

Woher kommt das Wort «Ostern»?

In vielen europäischen Sprachen – die slawischen einmal ausgenommen – erinnert der Name für Ostern an das jüdische Pessach-Fest: Von Albanisch pashkët über Französisch Pâques und Niederländisch Pasen bis zu Italienisch Pasqua – immer steckt das aramäische Wort pas-cha drin.

Nicht aber im Deutschen und Englischen: Ostern und Easter stammen vermutlich vom altgermanischen Wort Austro für «Morgenröte» (verwandt mit lat. aurora und altgriech. Eos), das zugleich für die Himmelsrichtung Osten und vielleicht auch für ein germanisches Frühlingsfest stand.

Oft ist zu lesen, Ostern sei von einer germanischen Frühlings- oder Fruchtbarkeitsgöttin namens Ostara abgeleitet. Deren Existenz ist jedoch eher zweifelhaft. Möglicherweise stand aber auch das Altnordische austr Pate: Es bedeutet «das Begiessen» und soll sich über das Taufritual mit Ostern verbunden haben, da früher vorzugsweise am frühen Ostermorgen getauft wurde.

Das Heil kommt von Osten: Morgenröte, Altgermanisch Austro. Bild: Shutterstock

Wieso gibt es den Ostermontag?

Ein wichtiges christliches Fest, das etwas auf sich hält, hat einen zweiten Feiertag. Das gilt für Weihnachten und Pfingsten, mithin erst recht für Ostern, das höchste Fest der Christenheit. Wenn man so will, sind die zweiten Feiertage dieser drei Feste aber nur der klägliche Überrest einer längeren liturgischen Festzeit, der sogenannten Oktav, die jeweils vom Hochfest bis zum folgenden Sonntag dauert.

Theologisch steht der Ostermontag wie der Ostersonntag ganz im Zeichen der Auferstehung Jesu. Am zweiten Feiertag steht aber die Erzählung der beiden Emmaus-Jünger im Zentrum: Auf dem Weg nach Emmaus gesellte sich der auferstandene Jesus zu ihnen, den sie aber erst am Abend erkannten, als er mit ihnen das Brot brach.

«Abendmahl in Emmaus», Gemälde von Caravaggio (1606). Bild: Wikipedia/PD

Wann auferstand Jesus?

Am Karfreitag starb Jesus am Kreuz; von den Toten auferweckt wurde er, wie uns die Bibel lehrt, am dritten Tag. Nach heutigem Verständnis wäre das erst der Montag, nicht der Sonntag. Was stimmt hier nicht?

Die christliche Zählweise folgt aber der damaligen jüdischen, die den Anfangstag einer Frist miteinberechnete. Zählt man den Kreuzigungstag mit, findet die Auferstehung ordnungsgemäss am Sonntag statt, der dann der dritte Tag ist. Auch die Angabe «nach drei Tagen», die im Markusevangelium vorkommt, ist eher als «innerhalb von drei Tagen» zu verstehen.

Allerdings kündigte Jesus selbst im «Zeichen des Jona» an, dass er dereinst drei Tage im Grab ruhen werde: «Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoss der Erde sein.» Diese Ankündigung steht in der Tat im Widerspruch zu einer Auferstehung am Sonntag.

«Die Auferstehung» (Ausschnitt) von Matthias Grünewald. Bild: Wikipedia/PD

Was ist das Osterlachen?

Fastenzeit und Karwoche waren eine ernste Angelegenheit für Klerus und Kirchenvolk. Die Frohbotschaft der Auferstehung Christi hingegen sollte fröhlich gefeiert werden. Ab dem 14. Jahrhundert förderten die Priester den Frohsinn am Ostersonntag: Der risus paschalis, das Osterlachen, schallte durch die Kirchenschiffe. Manche Priester gackerten wie die Hühner und zauberten Eier hervor, um das Volk in den Bänken zum Lachen zu bringen. Manche erzählten sogar schlüpfrige Anekdoten oder machten Handstände auf der Kanzel.

Die Reformation sah solches nicht gern. Martin Luther nannte es ein «närrisch lächerliches Geschwätz». Der freudlose Protestantismus und die Aufklärung trieben dem Kirchenvolk das Gelächter aus, und am Ende verstummte es auch bei den Katholiken. Einzig als artiges Schmunzeln über brave «Ostermärlein» überdauerte es noch eine Weile.

Mag der Klerus auch heute noch lachen, der risus paschalis ist längst verstummt. Bild: PD

Was bedeutet das «Kar-» in Karfreitag?

Das Geschehen, dessen die Christen am Karfreitag gedenken, ist kein fröhliches: Jesus, ihrem Glauben nach Gottes Sohn, wurde ans Kreuz geschlagen und starb. Die Trauer darüber steckt in der Vorsilbe «Kar-», die auf ein alt­hoch­deut­sches weib­liches Sub­stan­tiv zurückgeht: chara bedeutet «Trauer», «Busse»; das Verb charen «klagen», «trauern» (vgl. engl. to care).

Andere Sprachen umschreiben den Karfreitag – auch «Stiller» oder «Hoher Freitag» genannt – mit den Adjektiven «gut» oder «heilig»: Auf Englisch heisst der Tag Good Friday, auf Niederländisch Goede Vrijdag. In den eher vom Katholizismus geprägten romanischen Sprachen überwiegt dagegen «heilig»: Auf Französisch ist der Karfreitag der Vendredi saint, auf Italienisch der Venerdì santo.

Grablegung Jesu, unbekannter Künstler. Bild: Wikipedia/PD

Wie kommen die Eier ins Spiel?

Eier gelten von alters her als Symbol für Fruchtbarkeit. In China verschenkte man schon vor rund 5000 Jahren bunt gefärbte Eier zum Frühlingsanfang. Für Christen ist das Ei ein Symbol für die Auferstehung: So wie Jesus bei der Auferstehung sein Felsengrab öffnete, schlüpft neues Leben aus der Eierschale. Das zum Teil kunstvolle Färben der Ostereier kam im 12. und 13. Jahrhundert auf. Rotgefärbte Eier symbolisierten dabei das Blut, das Jesus für die Menschen vergossen hatte.

Die Verbindung von Ostern und Eiern hat möglicherweise eine weitere Ursache: Während der Fastenzeit war der Verzehr von Eiern verboten, so kochte man sie und bewahrte sie auf. Bis Ostern hatte sich dann eine Menge davon angesammelt.

Wie es dazu kam, dass schliesslich ein Hase die Eier brachte, liest du im nächsten Abschnitt.

Symbol der Fruchtbarkeit und der Auferstehung: Bemalte Ostereier. Bild: Shutterstock

Was hat der Hase mit Ostern zu tun?

Sogar wer in Biologie einen Fensterplatz hatte, weiss genau, dass Hasen keine Eier legen. Verschiedene Theorien versuchen, die wunderliche Verbindung der Langohren mit dem Osterfest und den gefärbten Eiern zu erklären. So sollen ungeschickte Bäcker den Osterhasen unfreiwillig geschaffen haben, weil ihre traditionellen Osterlämmer aus Teig eher wie Hasen aussahen.

Als eierbringender Osterhase ist Meister Lampe ohnehin erst seit gut zweihundert Jahren zugange. Vorher waren andere Tiere dafür zuständig: In Sachsen, Bayern und Österreich hatte der Hahn die Eier gebracht, in Thüringen und im Elsass der Storch, in Hessen der Fuchs und in der Schweiz der Kuckuck.

Sicher ist, dass der Feldhase, Lepus europaeus, aufgrund seiner phänomenalen Reproduktionsrate schon seit eh und je als Symbol für Fruchtbarkeit herhalten musste. In der Antike war er eines der Tiere, die der Liebesgöttin Aphrodite geweiht waren. Ebendiese ihm unterstellte Lüsternheit machte ihn aber lange der Kirche verdächtig, die in ihm den heidnischen Fruchtbarkeitskult verdammte und ihn als Anstifter zur Unzucht brandmarkte.

Phänomenale Reproduktionsrate: Feldhase. Bild: Shutterstock

Warum findet der Cupfinal am Ostermontag statt?

Nun, der Cupfinal findet gar nicht unbedingt am Ostermontag statt. Tatsächlich war lange Zeit der Pfingstmontag das traditionelle Datum für die Austragung des Cupfinals. Doch der internationale Spielkalender von FIFA und UEFA sowie die alle zwei Jahre stattfindenden Grossanlässe WM und EM, erklärt Daniel Eder vom Schweizer Fussballverband (SFV), führten dazu, dass man das Datum flexibel handhabt.

Von den letzten vierzehn Finalspielen seit 2003 wurden drei am Ostermontag (2004, 2006 und 2014) ausgetragen, drei am Pfingstmontag (2005, 2007, 2013). Die restlichen acht fanden an einem anderen Datum statt. Damit ist klar: Der Cupfinal wird nur selten am Ostermontag ausgetragen.

Cupfinal 2014: Beim bisher letzten Finalspiel, das an einem Ostermontag ausgetragen wurde, jubelte der FC Zürich nach einem 2:0 gegen den FC Basel. Bild: KEYSTONE

Dies ist die eine aktualisierte Version eines ursprünglich im April 2014 publizierten Artikels.

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DomKi 22.04.2019 09:29
    Highlight Highlight Danke für den Artikel. Für die die den christlichen Glauben als irgendeine Religion abtun, sei gesagt, dass kein anderer Mensch mit göttlicher Natur auf dieser Welt für uns und unsere Sünden am Kreuz starb als Jesus. Weder Konfuzius noch Mohammed noch Buddha...
    • Oxymora 22.04.2019 13:48
      Highlight Highlight DomKi
      schön wie offen Sie die Lesenden darüber informieren. Der Kreuztod Christi ist so was tolles und erst noch die einzige Medizin auf der Welt mit ewiger Wirkung.
      Benutzer Bild
  • atorator 21.04.2019 20:17
    Highlight Highlight Lieber Dani Huber, ich hatte mal einen Mitbewohner, der hat Mathematik und Japanistik studiert. Und damit er noch handfestes hat, auch noch Philosophie und Theologie. 26 Semester lang. Arabisch hat er sich selbst beigebracht. Er interessierte sich aber auch für Militärhistorik oder griechische Mythologie.

    Ich denke ihr würdet euch gut verstehen...
    • JoJodeli 22.04.2019 08:33
      Highlight Highlight Ist dein ehemaliger Mitbewohner noch single?? Klingt nach einem interessanten Mann 🤔😂😂
    • atorator 22.04.2019 08:43
      Highlight Highlight Er ist heute mein bester Freund. Und neben seinem Hirn hat er auch ein grosses Herz. Du kannst deine herablassenden Emojis also wieder einpacken.
    • JoJodeli 22.04.2019 11:17
      Highlight Highlight Das war nicht ironisch gemeint 🤗
    Weitere Antworten anzeigen
  • Third_Lanark 21.04.2019 17:54
    Highlight Highlight Ich dachte eigentlich immer, dass die Eier und die Hasen an Ostern daher stammen, dass die Christen ein vorbestehendes heidnisches Frühlingsanfangsfest umdeuteten und ihm einen christlichen Kontext gaben. Ist dies also falsch?
  • Nelson Muntz 21.04.2019 16:55
    Highlight Highlight Ging auch schon am Freitag was trinken (der Kelch mit Wein), war am Samstag wie tot und war erst am Sonntagmorgen wieder fit....
  • Patho 21.04.2019 15:40
    Highlight Highlight An den Quizmaster Huber, der ja alles zu wissen pflegt, eine Frage die mich schon länger beschäftigt:
    Ist es möglich, dass z.B. Grossbritannien und die Schweiz an unterschiedlichen Wochenenden Ostern feiern? Wenn z.B. in der Schweiz der Vollmond am Sonntag um 00:30 ist (was ja zur Folge hätte, dass Ostern eine Woche später ist) und in England, aufgrund der Zeitverschiebung, am Samstag um 23:30 (mit der Folge, dass der Ostersonntag am darauffolgenden Tag ist)...
    Wie wird das geregelt?
    Theoretisch sollte es sogar möglich sein, einen Monat Unterschied zu haben, wenn die Situation am 20/21.3. ist.
    • Ratatvisker 23.04.2019 00:50
      Highlight Highlight Die Kirche richtet sich nach einem berechneten Mondzyklus, welcher nicht deckungsgleich mit dem astronomischen ist. Dieses Jahr war am 21.März Vollmond, laut Berechnung aber am 20., Ostern wäre also eigentlich fast einen Monat früher gewesen. Daher spielt der tatsächliche Zeitpunkt des Vollmonds keine Rolle. Ich denke zur Berechnung des Mondzyklus dient der lunare Zyklus von Rom aus gesehen (oder Jerusalem? Das weiss ich nicht genau)
  • wolge 21.04.2019 14:37
    Highlight Highlight Viele der christlichen Feiertage wurden über sogenannt „heidnische“ Feiertage gelegt. Ebenso wurden Kirchen über „heidnischen“ Kulturstätten erbaut.

    Die christliche Religion ist eine von vielen Religionen. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wenn wir ehrlich sind waren die Religionen der Naturvölker wohl für Natur, Tier und Mensch besser als heutige Religionen....

    Heutige Religionen brachten Umweltzerstörung, Ausrottung ganzer Völker und Spezies mit sich
    • Mijasma 23.04.2019 11:45
      Highlight Highlight Die sogenannten Naturreligionen haben auch munter Völker ausgerottet und Frauen, Männer und Kinder geopfert.
      Der Mensch ist böse und wenn er morden will findet er immer einen Grund.
  • Kiara 21.04.2019 14:32
    Highlight Highlight Zitat: „Oft ist zu lesen, Ostern sei von einer germanischen Frühlings- oder Fruchtbarkeitsgöttin namens Ostara abgeleitet. Deren Existenz ist jedoch eher zweifelhaft.“

    Genau, denn die Existenz eines „Sohn Gottes“ der nach 3 Tagen wieder von den Toten aufersteht klingt ja viel logischer und einleuchtender, als die Existenz einer germanischen Fruchtbarkeitsgöttin...
  • Fumia Canenero 21.04.2019 14:23
    Highlight Highlight Zu Punkt 7: Wir haben die Eier früher nicht gekocht, sondern in einen Steinguttopf gelegt und mit Wasserglas (Siliciumoxid) aufgefüllt. Die Eier trockneten in der glibberigen Masse nicht aus und es konnten keine Keime eindringen. In der Zeit bis Ostern haben wir alte Gardinen in Vierecke zerteilt und kurz vor dem Fest allerlei Gräser, Blumen un Kräuter gesammelt. Das Grünzeug wurde mit Hilfe der Vorhangstücke auf den Eiern fixiert und diese kamen in einen Sud mit Zwiebelhäuten (die man während des ganzen Jahres zuvor gesammelt hatte).
  • SYV 21.04.2019 14:07
    Highlight Highlight Vielen Dank für alle die guten Ausführungen ! Immer wieder spannend solche Informationen zu bekommen - und dann erst noch von der hellesten Kerze! Merci
  • DrFreeze 21.04.2019 13:00
    Highlight Highlight Nach der Regel "Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang" wäre Ostern dieses Jahr am 24. März gewesen. Leider hatte sich Carl Friedrich Gauß sich die Sache einfach gemacht und als Frühlingsanfang immer den 21. März genommen. Auch sonst hatte er es mit den Berechnungen nicht so genau genommen.
    • Joe Smith 21.04.2019 13:44
      Highlight Highlight Man lernt jeden Tag etwas neues. Zum Besispiel wusste ich bis heute nicht, dass C. F. Gauss die Beschlüsse des Konzils von Nicäa von 325 zu verantworten hat. Im übrigen nahm es der wohl grösste Mathematiker aller Zeiten (soweit eine solche Zuschreibung überhaupt sinnvoll ist) mit seinen Berechnungen sogar extrem genau.
    • DrFreeze 21.04.2019 13:57
      Highlight Highlight @Joe - nein, er hat natürlich nichts mit dem Konzil von Nicäa zu tun. Aber er wurde beauftragt, die Oster-Daten neu zu berechnen, da die von 325 noch schlechter waren. Kann man alles nachlesen.
    • Joe Smith 21.04.2019 19:50
      Highlight Highlight @Freeze: Der (kirchliche) Frühlingsbeginn wurde in Nicäa auf den 21. März festgelegt. Gauss hat bezogen auf dieses kirchlich vorgegebene Datum seine Osterformel entwickelt; den 21. März an sich hat er nie hinterfragt. Gauss hat es sich also überhaupt nicht «leicht gemacht», sondern er hat einfach die gestellte Frage beantwortet und nicht eine andere – ein überaus vernünftiger Ansatz, der heute bei manchen Berufen leider etwas in Vergessenheit geraten ist. Falls ich mich irre, dann bitte ich um eine Korrektur mit exakter, überprüfbarer Quellenangabe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Smith 21.04.2019 12:18
    Highlight Highlight Für eine aktuelle Form des alten Verbs «charen» muss man nicht bis nach England gehen, ein Blick in die Schweizer Dialekte reicht.
    • karl_e 21.04.2019 15:21
      Highlight Highlight Hör uf chäre, Joe. ;-)
  • fools garden 21.04.2019 11:37
    Highlight Highlight Interessant, Danke
  • Oxymora 21.04.2019 11:11
    Highlight Highlight Zum kunstvollen Färben der Ostereier gibts noch eine weitere Theorie.

    Benutzer Bild
  • Score 21.04.2019 10:41
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