Aids
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This electron microscope image made available by the U.S. National Institutes of Health shows a human T cell, in blue, under attack by HIV, in yellow, the virus that causes AIDS. The virus specifically targets T cells, which play a critical role in the body's immune response against invaders like bacteria and viruses. Colors were added by the source. On Thursday, March 6, 2019, researchers reported that monthly shots of HIV drugs worked as well as daily pills to control the virus that causes AIDS in two large international tests. (Seth Pincus, Elizabeth Fischer, Austin Athman/National Institute of Allergy and Infectious Diseases/NIH via AP)

HI-Viren (gelb) greifen eine so genannte T-Zelle an. Bild: AP/National Institute of Allergy and Infectious Diseases/NIH

Aids-Medis verhindern Ansteckung auch bei Sex ohne Kondom



Eine Infektion mit dem HI-Virus bedeutet schon lange kein Todesurteil mehr. Verantwortlich dafür sind antiretrovirale Medikamente. Bei regelmässiger Einnahme verhindern sie nicht nur den Ausbruch der Aids-Erkrankung, sie drängen das Virus auch fast bis zur Unkenntlichkeit zurück. Und sie haben einen weiteren, potenziell bahnbrechenden Effekt.

Wer die Medikamente einnimmt, kann seinen Partner nicht mit dem Virus anstecken, und das auch bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Dies zeigt eine im Fachmagazin Lancet veröffentlichte Langzeit-Studie mehrerer europäischer Hochschulen. Sie beobachteten während acht Jahren insgesamt 972 schwule Paare, bei denen der eine Partner mit HIV infiziert war, der andere nicht.

Das beeindruckende Ergebnis: Bei keinem dieser Paare kam es in den acht Jahren zu einer HIV-Übertragung. Für die Forscher ist klar, dass die antiretrovirale Therapie eine Ansteckung verhindert hat. Zwar infizierten sich 15 zuvor «negative» Männer in diesem Zeitraum, doch genetische Tests ergaben, dass das Virus durch einen anderen Sexpartner übertragen wurde.

Eine Untersuchung an heterosexuellen Paaren mit identischer Konstellation (eine Person hat HIV, die andere nicht), brachte ein identisches Ergebnis. Dies könne dazu beitragen, «das Stigma und die Diskriminierung zu beseitigen, mit denen viele Menschen mit HIV noch immer konfrontiert sind», sagte Alison Rodger, Professorin am University College in London und Co-Leiterin der Studie.

Ob damit schon «das Ende von Aids» in Sicht ist, wie der «Guardian» titelte, bleibt zweifelhaft. Nach wie vor werden jährlich rund 1,8 Millionen neue HIV-Ansteckungen verzeichnet. Rund 43 Prozent der Fälle werden zu einem relativ späten Zeitpunkt diagnostiziert. Das betrifft vor allem heterosexuelle Männer in Afrika. Häufig haben sie das Virus dann bereits weitergegeben. (pbl)

Fakten zu Aids

HIV-Schnelltest für zu Hause

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    Alle Leser-Kommentare
  • Beasty 04.05.2019 23:53
    Highlight Highlight Es sind HIV-Medis, keine Aids-Medis. Wann lernt ihr es endlich? Dann: natürlich weiterhin mit Kondomen oder PrEP schützen. Gefährlich waren die letzten 10 Jahre nicht die HIV-Positiven, sondern die, die DENKEN, sie seien negativ, aber nie oder zu selten zum Test gehen (wie wohl die meisten von euch) und so den HI-Virus weitergeben. Also bei neuer Liebe oder Sex-Bekanntschaften nicht eifach gutgläubig auf sen Gummi verzichten.
  • LuLaa 04.05.2019 08:17
    Highlight Highlight Mmhhh... das heisst aber nicht, dass wir nun ungeschützt wie die Karnickel *** . Vergesst nicht, dass es noch andere Krankheiten gibt. Am 'Gummi drum' ändert sich nichts!!
  • Grund—er 03.05.2019 19:25
    Highlight Highlight Wer meldet sich den bitte freiwillig für so eine Studie? Aber gute News.
  • Maya Eldorado 03.05.2019 18:49
    Highlight Highlight Etwas das mich interessiert:
    Was haben diese HIV-Medis für Nebenwirkungen?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass so starke Medis keine haben.
    Damit muss man dann leben.
    • Pafeld 03.05.2019 19:44
      Highlight Highlight Die heutigen Formulierungen sind sehr nebenwirkungsarm, weil nicht mehr mit hohen Dosen, sondern mit Kombinationspräparaten gearbeitet wird. Offizielle Zahlen fehlen noch, aber gemäss aktuellen Schätzungen ist bei einer korrekt angewendeten Therapie keine signifikant reduzierte Lebenserwartung mehr zu befürchten. Die Nebenwirkungen sind so klein, dass sich die Therapie auch als Präexpositionsprophylaxe (PrEP) am etablieren ist, die bei täglicher Anwendung nach etwa einem Monat einen Schutz vor Ansteckungen ermöglicht, der vergleichbar mit dem Schutz von Kondomen ist.
    • WEBOLA 03.05.2019 20:41
      Highlight Highlight Durchfall
  • PhilippS 03.05.2019 18:26
    Highlight Highlight Diese Information ist wirklich keine Neuigkeit, ist dieser Effekt schon länger bekannt. Erstmals öffentlich diesen Effekt erwähnt hat der St. Galler Virologe Pietro Vernacca vor rund 10 Jahren.

    Aus diesem Wissen resultierte auch die PREP, wo gesunde zB Truvada prophylaktisch einnehmen. Das entspricht defacto einer (teuren) „Impfung“.

    Ein Problem zieht das verlierende Schreckgespenst HIV allerdings eben auch nach sich: Gerade auch junge werden bei der Prävention nachlässig. Wer die PREP nicht hat, macht halt bei Bedarf eine PEP.

    Die grassierende Verbreitung anderer STI bestätigt das.
  • Platon 03.05.2019 18:08
    Highlight Highlight Diese Medikamente gibts doch schon lange, nennt sich PrEP. Bis anhin hat man das Restrisiko einfach noch etwas höher eingeschätzt...
    • Pafeld 03.05.2019 19:53
      Highlight Highlight Nein. Die Studie bestätigt, dass bei erfolgreicher, medikamentöser Reduktion der Virenlast keine Ansteckung für den nicht-infizierten, nicht unter PrEP-stehenden Partner droht. Daraus lässt sich keine Anwendungssicherheit für die PrEP ableiten!
      Die Studie ist inhaltlich nicht neu, bis anhin hat allerdings der zuverlässige, wissenschaftlich sauber dokumentierte Nachweis gefehlt, dass ein erfolgreich therapierter HiV-Patient keine Ansteckungsgefahr mehr darstellt.
  • Garp 03.05.2019 18:07
    Highlight Highlight Gummi ist immer noch ein Muss. Es gibt noch viele andere sexuell Übertragbare Krankheiten.

    In Afrika und andern Gebieten, die wenig Zugang zu AIDS Medikamenten haben und wenig Information, ist AIDS immer noch eine tödliche und hochansteckende Krankheit. Der Kampf gegen AIDS ist noch lange nicht gewonnen.
  • Lioness 03.05.2019 17:23
    Highlight Highlight Ich finde den aktuellen Stand in der AIDSforschung wirklich sehr erfreulich. Trotzdem bitte nie vergessen "Im Minimum e Gummi drum." Heilbar ist HIV nämlich noch nicht.
    • RomT 03.05.2019 19:42
      Highlight Highlight Stimmt - und es gibt noch andere Krankheiten ausser HIV
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 03.05.2019 17:09
    Highlight Highlight Für alle von HIV-Betroffenen sind das wunderbare Nachrichten, für den Rest ändert sich nichts.
    Alle STIs kann man sich immernoch hohlen und im Minimum ein Gummi drum gilt weiterhin.
    Die Zahlen von Hepatitis C, Gonokokken, Lues, HPV und anderen STIs sind alle am steigen.
    • mukeleven 03.05.2019 19:37
      Highlight Highlight speziell der hsv2.
  • Isodor 03.05.2019 17:06
    Highlight Highlight Wie sagt man so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt! Hoffen wir mal der Virus mutiert nicht.
    • Wander Kern 03.05.2019 17:57
      Highlight Highlight Klugscheisseralarm
      Das Virus!
      End Klugscheisseralarm
    • DeDrill 03.05.2019 20:04
      Highlight Highlight @Wander Kern: mit dem Klugscheissen ist es so eine Sache. Laut Duden ist sowohl das als auch der Virus gebräuchlich als auch korrekt. https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/der-oder-das-Virus
    • Wander Kern 03.05.2019 20:54
      Highlight Highlight Ich weiss, es gibt immer einen noch klüger Scheissenden.
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