Lateinamerika
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Boliviens Ex-Präsident Morales wegen Terrorismus angeklagt



Dem ehemaligen Pr

Evo Morales soll wegen Terrorismus angeklagt werden.. Bild: sda

Die bolivianische Staatsanwaltschaft hat gegen den früheren Präsidenten Evo Morales Anklage wegen Terrorismus und Finanzierung terroristischer Aktivitäten erhoben.

Nach seinem Rücktritt und seiner Flucht ins Exil im vergangenen Jahr habe der ehemalige Staatschef seine Anhänger in Bolivien zu illegalen Aktivitäten aufgerufen, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Während der heftigen Proteste nach seinem Rückzug habe er beispielsweise per Telefon einem Vertrauten aufgetragen, mehrere Städte des Andenstaats von der Versorgung mit Lebensmitteln abzuschneiden.

Der erste indigene Staatschef des südamerikanischen Landes war im November 2019 unter dem Druck des Militärs zurückgetreten, nachdem ihm von der Opposition und internationalen Wahlbeobachtern Betrug bei der Präsidentenwahl vom 20. Oktober vorgeworfen worden war.

Er setzte sich zunächst ins Exil nach Mexiko ab und liess sich später in Argentinien nieder. Derzeit führt eine Interimsregierung in Bolivien die Amtsgeschäfte.

Morales wies die Anklage am Montag zurück. «Ein weiterer Beweis für die systematische Verfolgung durch die de-facto-Regierung», schrieb er auf Twitter. «Bald werden Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nach Bolivien zurückkehren.» (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • *klippklapp* 08.07.2020 12:42
    Highlight Highlight Momentan sieht es danach aus, dass Luis Arce der Kandidat von Evo Morales Partei die Wahlen gewinnen würde. Die Übergangspräsidentin Anez kommt nur an dritter Stelle.

    Mal schauen, wie es weitergeht...
    Benutzer Bild
  • *klippklapp* 07.07.2020 15:28
    Highlight Highlight Bei Wahlen in Südamerika sieht man immer die extreme Voreingenommenheit der Medien.
    Maduro hätte in den Wahlen nicht teilnehmen sollen, da er das Referendum über die Möglichkeit einer weiteren Amtszeit verloren hat. Ganz klar, dies war undemokratisch!
    Aber, die sogenannte "Übergangsregierung", die auch undemokratisch an die Macht kam, hat die Zeit seither genutzt, Proteste zu unterdrücken, Oppositionelle zu verfolgen und nun auch noch den Expräsident anzuklagen.
    Wenn es die Medien ernst meinen würde mit der Berichterstattung, würden sie auch darüber berichten. Davon hört man aber nichts.
    • Puki 07.07.2020 15:48
      Highlight Highlight Morales, nicht Maduro, das ist der andere "linke" Diktator...

      Die Übergangsregierung verfolgt Morales nicht, Gewaltentrennung und so, kennst du? Klar, Morales hat diese mehr oder weniger aufgehoben, trotzdem ist der jetztige Generalstaatsanwalt Juan Lanchipa damals von Morales selber "eingesetzt" worden. Eine Parlamentarierin vom MAS hatte ihn deshalb bereits einmal als undankbar betitelt, als dieser Untersuchungen gegen Evo einleitete.
      https://correodelsur.com/politica/20200304_diputada-del-mas-llama-malagradecido-a-lanchipa.html
    • Pisti 07.07.2020 17:28
      Highlight Highlight Was genau hat Maduro mit Bolivien zu tun?
    • *klippklapp* 08.07.2020 12:36
      Highlight Highlight Hmmm ja, da ist mir tatsächlich ein peinlicher Fehler passiert....

      Ich sprach nicht davon, dass Morales verfolgt wurde.

      Ich spreche davon, dass Proteste unterdrückt und niedergeschlagen wurden, wie beispielsweise die Proteste in Cochabamba zeigten, bei denen 23 Personen starben.

      Und ich spreche davon, dass Radiostationen niedergebrannt und Facebook-Konten vor allem von indigenen Oppositionellen geblockt wurden.

      Ich möchte Morales nicht heilig sprechen. Aber ich finde, dass die rechte, anti-indigene und evangelikale Ausrichtung der Übergangsregierung sollte auch seinen Platz in den Medien finden!
  • Füürtüfäli 07.07.2020 11:52
    Highlight Highlight Wo ist denn hier der Aufschrei des Westens? Immerhin ist ja inzwischen klar bewiesen, dass es sich um einen Putsch gegen die Regierung Morales gehandelt hat und auch sind die massiven Verfolgungen der Anhänger/Funktionäre der MAS belegt. Aber, die Empörung ist ja nur dann auf der Tagesordnung, wenn eine Regierung nicht ins westliche Konzept passt.
    • Hayek1902 07.07.2020 12:58
      Highlight Highlight Wieso sollte ich mich für einen Wahlbetrüger einsetzen? In Lateinamerika gibt es keine sauberen Politiker.
    • Puki 07.07.2020 14:05
      Highlight Highlight Klar bewiesen, wo denn? Ein zweifelhafter Bericht in der NYT ist für dich Beweis genug?
      Hier noch die Antwort der OAS zum Zeitungsbericht: https://www.oas.org/en/media_center/press_release.asp?sCodigo=E-064/20
      Der Präsident hat per Telefon einem Vertrauten aufgetragen, mehrere Städte des Landes von der Versorgung mit Lebensmitteln abzuschneiden. Das ist für dich ein guter und legitimer Landesvertreter?
    • loquito 08.07.2020 09:03
      Highlight Highlight Merci. Ist so. Aber hier ist ein Militärputsch lieber gesehen, als eine Linke Regierung....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutzli 07.07.2020 10:01
    Highlight Highlight Find ich bisschen schräg, dass hier nicht erwähnt wird, dass der Vorwurf von Wahlmanipulation durch Morales bereits mehrmals widerlegt wurde (auch bereits im Okt. '19) https://bit.ly/2ZfLE3i / https://bit.ly/389UiEC

    Das Verhalten der "temporären" Regierung gehört auch zum Kontext dieses Vorwurfs:
    “The installation of the Áñez government has been marked by the blood of Bolivians,” said Valeria Silva Guzmán, a former Mas congresswoman now claiming asylum in Mexico. “Deaths, prison, repression, political persecution … it’s basically a regime of terror.”
    https://bit.ly/2VEuknJ

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