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Fahndungsbilder nach Gabby Petito.
Fahndungsbilder nach Gabby Petito.
Bild: keystone

Polizei durchsucht Elternhaus – der Freund von Gabby Petito weiterhin nicht auffindbar

20.09.2021, 22:27

Nach der weitgehenden Gewissheit, dass die 22-jährige Gabby Petito tot ist, nehmen die Behörden verstärkt ihren verschwundenen Freund ins Visier. Am Montag durchsuchten Polizei und FBI das Haus seiner Eltern in Florida, in dem das Paar zeitweise auch gelebt hatte. Der 23-jährige Freund der Frau war Anfang September allein vom Roadtrip des Paars durch die USA zurückgekehrt - und ist seit vergangener Woche nicht auffindbar.

Ermittler hatten am Wochenende eine Leiche in einem Nationalpark im Bundesstaat Wyoming gefunden und gehen davon aus, dass es sich dabei mit grosser Wahrscheinlichkeit um Gabby Petito handelt. Gewissheit soll eine Autopsie am Dienstag bringen. Die 22-Jährige hatte zuletzt Ende August Kontakt zu ihrer Familie.

Der Fall schlägt in den USA hohe Wellen und findet auch international Beachtung - nicht zuletzt, weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken teilte.

Petitos Freund hatte es nach bisherigen Angaben abgelehnt, mit der Polizei über die Geschehnisse zu sprechen. Seine Familie teilte am Freitag mit, er sei bereits am Dienstag vergangener Woche zu einem Ausflug in ein Naturschutzgebiet in Florida aufgebrochen. Am Sonntag suchte die Polizei dort unter anderem mit Drohnen und Hunden nach ihm. Am Montag wurde diese Suchaktion nicht fortgesetzt.

Die Polizei vor dem Elternhaus von Petitos Freund.
Die Polizei vor dem Elternhaus von Petitos Freund.
Bild: keystone

Stattdessen rückte ein grosses Aufgebot von Polizei und FBI am Haus der Eltern von Petitos Freund in Florida vor, wie auf Live-Fernsehbildern zu sehen war. Sie blieben stundenlang dort. Der Anwalt der Familie wolle sich am Dienstag äussern, hiess es.

Während Gabby Petito in sozialen Medien Bilder glücklicher Momente vor der malerischen Kulisse amerikanischer Nationalparks teilte, gibt es nun verstärkte Aufmerksamkeit für einen Zwischenfall, bei dem die Polizei das Paar wegen des Verdachts körperlicher Gewalt stoppte. Davon gibt es Aufnahmen von der am Körper getragenen Kamera des Polizisten. Die weinende Petito sagte im Video, dass sie unter einer Zwangsstörung leide und es zu einer Auseinandersetzung gekommen sei. Dabei habe sie ihren Freund geohrfeigt.

In dem Anruf, der den Einsatz auslöste, sagte jedoch der Augenzeuge, er habe gesehen, wie der Mann Petito geschlagen habe, wie am Montag bekannt wurde. Unter anderem der Sender Fox News spielte die Aufzeichnung des Telefonats vor. (sda/dpa)

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