Schicksalstag für Starmer in Grossbritannien: Rechtspopulisten dürften zulegen
Die regierende Labour-Partei von Premierminister Keir Starmer muss hingegen schwere Verluste hinnehmen. Britische Medien spekulierten erneut über eine mögliche Ablösung des Regierungschefs durch seine Partei.
Nach Auszählung von 43 Bezirken in England verzeichnete die Reform-Partei von Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage mehr als 350 gewonnene Mandate in kommunalen Gremien. Die Sozialdemokraten von Labour verloren mehr als 250 Sitze. Auch die oppositionellen Konservativen büssten etwa 160 Mandate ein. In Newcastle under Lyme in den Midlands errang Reform UK die absolute Mehrheit in einem Bezirksrat.
In Schottland und Wales droht Labour Absturz auf Platz drei
Reform-Chef Farage sprach von einem «historischen Wandel in der britischen Politik». Angesichts starker Zugewinne seiner Partei in früheren Labour-Hochburgen sei die traditionelle Unterscheidung zwischen rechts und links obsolet, sagte Farage laut der Nachrichtenagentur PA.
Bei den Wahlen zu den Regionalparlamenten in Schottland und Wales sollte die Auszählung erst an diesem Freitag beginnen. Auch dort wird mit einem desaströsen Ergebnis für Labour gerechnet. Umfragen zufolge waren dort die Unabhängigkeitsparteien SNP (Schottland) und Plaid Cymru (Wales) auf dem Kurs, stärkste Partei zu werden. Labour droht, auf den dritten Platz hinter Reform UK abzurutschen. (sda/dpa)
