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Wenn Olympia läuft, schalten Herr und Frau Schweizer den TV an. Auch wir von der watson-Redaktion.
Wenn Olympia läuft, schalten Herr und Frau Schweizer den TV an. Auch wir von der watson-Redaktion.
Bild: keystone
User Unser

Diese Olympia-Disziplinen schauen wir am liebsten im TV – und welche sind es bei dir?

Die Olympischen Sommerspiele von Tokio sind das TV-Sport-Highlight des Jahres. Über 19 Stunden am Tag sendet das SRF und bringt so die 339 Wettkämpfe aus 51 olympischen Disziplinen in unsere Stuben. Da ist für jeden was dabei – und bestimmt hast auch du eine ganz bestimmte Lieblingsdisziplin.
27.07.2021, 18:50
Team watson
Team watson
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Schon nach dem ersten Olympia-Wochenende wurde in der watson-Redaktion immer wieder die gleiche Frage gestellt: Was schaust du eigentlich am liebsten am TV bei Olympia? Minutenlang wurde daraufhin jeweils gefachsimpelt diskutiert. Was dabei herauskam, wollen wir dir nicht vorenthalten.

Ah, und noch was: Was ist eigentlich deine Lieblings-TV-Disziplin bei Olympia? Und warum?

Kunstturnen

Ralf Meile:

«Wie akrobatisch diese Athleten uns Zuschauer unterhalten, ist oft nicht von dieser Welt. Besonders die spektakulären Flieger am Reck, die Kraftmeier an den Ringen und das ständige Zittern am Schwebebalken gefallen mir. Und es ist kaum zu glauben, wie sich Turnerinnen und Turner am Boden aus eigener Muskelkraft durch die Luft katapultieren können. Kunstturnen ist wie Zirkus, nur dass es nicht nach Rössern stinkt.»

Adrian Bürgler:

«Auf die Kunstturn-Wettbewerbe freue ich mich bei Olympia jeweils am meisten. Einerseits, weil hier wirklich die besten Turnerinnen und Turner der Welt antreten, was selbst bei Weltmeisterschaften nicht immer der Fall ist. Andererseits, weil kaum ein anderer Sport die schier unfassbare Kraft des menschlichen Körpers so gut mit Eleganz und Körperbeherrschung kombiniert.»
Wenn Simone Biles turnt, bleibt einem nur das Staunen.
Wenn Simone Biles turnt, bleibt einem nur das Staunen.
Bild: keystone

Fechten

Peter Blunschi:

«Eine der Sportarten, die man eigentlich nur an Olympia beachtet. Und die mich trotzdem fasziniert, weil sie ebenso archaisch wie modern ist und vor allem sehr vielseitig. Wettkampfmässiges Fechten erfordert stählerne Nerven, taktisches Geschick und die Fähigkeit, blitzartig zuschlagen zu können. Und selbst die Psychotricks von Max Heinzer haben ihren Reiz.»
Wer sticht zuerst zu?
Wer sticht zuerst zu?
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3x3 Basketball

Jodok Meier:

«Basketball alleine ist schon grossartig, doch die Streetball-Variante ist noch grossartiger. Der Wechsel zwischen Angriff und Verteidigung ist unmittelbar, die Wurfkadenz atemberaubend, das Spiel gradlinig. Und das alles mit einer wohlig authentischen Pausenplatz-Aura. Als nächste olympische Disziplin würde ich mir Tischtennis-Rundlauf wünschen.»
Der Basketball-Pausenplatz von Tokio.
Der Basketball-Pausenplatz von Tokio.
Bild: keystone

Wasserspringen (synchron)

Helene Obrist:

«Was da von den Sprungbrettern aus fabriziert wird, ist einfach faszinierend. Keine Ahnung, wie die Jury diese wenigen Sekunden bewerten kann. Ich bin jedenfalls froh, gibt's den Sprung auch noch in Zeitlupe zu sehen.»

Schwimmen

Sandro Zappella:

«Zunächst mag ich die Sportart, weil sie eine grundlegende Frage klärt: Nämlich, wer sich im Wasser am schnellsten fortbewegen kann. Ausserdem ist es für einen Statistik-Freak wie mich spannend, die Zeiten aus den Vorläufen zu vergleichen. Zahlen, Sport und eine laufende Uhr, wunderbar! Zum Glück gibt es so viele verschiedene Wettbewerbe, so kann ich mich richtig sattsehen.»
Ein Blick ins Tokyo Aquatics Centre.
Ein Blick ins Tokyo Aquatics Centre.
Bild: keystone

Leichtathletik

Nik Helbling:

«Mein Lieblingsteil der Olympischen Spiele sind die Leichtathletik-Wettkämpfe: Ich mag die Abwechslung und die vielen verschiedenen Sportarten. Es ist immer etwas los und man wechselt von Sprintern zu Kugelstössern und dann zu Weitspringern. Das Highlight ist natürlich immer noch der 100-Meter-Sprint. Nun da Usain Bolt nicht mehr dabei ist, muss halt Alex Wilson für die Euphorie sorgen.»
Zur Einstimmung: Der 100-Meter-Final der Männer von Rio 2016.

Bogenschiessen

Philipp Reich:

«Die Robin Hoods der Neuzeit faszinieren mit Ruhe und Präzision. Wenn ihre Pfeile über 70 Meter in hohem Bogen genau in die 10 fliegen, bleibt einem nur das Staunen. Und dann lassen sie jeweils ganz cool den Bogen nach vorne kippen. Wir würden wohl nicht mal aus 10 Metern ins Schwarze treffen.

Aus ähnlichem Grund schaue ich auch gerne Tontaubenschiessen. Die Treffsicherheit ist einfach atemberaubend. Es fliegen zwei Scheiben durch die Luft, dann staubt es zweimal farbig. Einfach herrlich!»
Der Teamfinal der Männer in Tokio.
Video: streamable

Skateboard

Sergio Minnig:

«Ich schaue am liebsten Skateboarden. Ich stecke aber im Dilemma, da Skaten für mich eigentlich keine Sportart für Olympia ist, sondern viel mehr. Es ist eine Lebenseinstellung. Ich weiss, das klingt sehr wie eine Floskel, aber wer selber geskatet hat, weiss genau, was ich meine. Trotz des Dilemmas finde ich es eine Würdigung des Sports, dass dieser olympisch ist. Leute, die sich nicht auskennen, sehen mal, was so alles hinter diesem Brett mit den vier Rollen steckt – und besonders, was man damit alles machen kann.»

Wasserball

Reto Fehr:

«Ich hatte mal eine Arbeitskollegin, die war irgendwie 13-fache Wasserball-Schweizermeisterin. Als etwa 22-Jährige. Sie laberte uns jeden Mittag voll, wie lässig das sei. Wir machten natürlich Sprüche. Dass Wasserball noch immer existiert, merkte ich dann erst an der Fussball-EM 2016, als Kroatiens Vedran Corluka eine Platzwunde mithilfe einer Wasserball-Mütze abdeckte. Seither tragen auch einige kroatische Fans die Schachbrett-Mütze als Fan-Utensil im Stadion.

In Tokio verfolge ich den Sport erstmals näher und kann sagen: Ist super. Ich mag grundsätzlich Wettkämpfe, die länger als ein paar Sekunden oder Minuten dauern. Das Wasserball-Turnier dauert zwei Wochen. Der Sport ist einfach zu verstehen und es ist einfach beeindruckend, wie sich die Werfer aus dem Wasser schrauben, um dann den Ball ins Tor zu pfeffern. Schade ist die Schweiz nicht mit dabei. Ich wette, meine ehemalige Arbeitskollegin wäre als Expertin im TV zu hören.»
Wasserballer müssen topfit sein und einstecken sowie austeilen können.
Wasserballer müssen topfit sein und einstecken sowie austeilen können.
Bild: keystone

Eigentlich alles

Salome Wörlen:

«Bei Olympia verhält es sich bei mir ähnlich wie bei der Fussball-EM: Normalerweise verfolge ich die gezeigte Sportart nicht wirklich, doch wenn's darauf ankommt, kann man auf mich zählen. So habe ich mich beispielsweise am Sonntag pünktlich für den Judo-Halbfinal der Frauen vor den Bildschirm geschwungen – und war dann überrascht, als dieser nach 16 Sekunden bereits vorüber war (ich habe auch keine Ahnung von Judo).

Trotz meines fehlenden Vorwissens – oder vielleicht genau deshalb – schaue ich mir auch gerne die weniger populären Sportarten an, so wie Bogenschiessen, Skateboard oder Kanu. Meine Favoriten sind dennoch Leichtathletik und Kunstturnen. Da gibt es immer verschiedene kleine Wettbewerbs-Häppchen.»
Léa Fontaine schlägt im Frauen-Final Rochele Nunes mit Ippon.
Léa Fontaine schlägt im Frauen-Final Rochele Nunes mit Ippon.
Bild: keystone

Eröffnungsfeier

Petar Marjanovic:

«Weil es da am meisten zu sehen gibt. Richtigen Sport kapiere ich eh nicht, da kann ich nicht mitreden. Aber wenn die Athletinnen und Athleten am ersten Tag da ins Stadion reintrudeln, dann finde ich das schon spannend. Man hört Ländernamen, die man noch nie gehört hat!»

Jetzt bist du gefragt!

Bei welcher Olympia-Disziplin schaust du am TV am liebsten zu. Schreibe es mit einer kurzen Begründung in die Kommentare!

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Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio

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Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio
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