International
USA

Trump-Recherchen dominieren Pulitzer-Preise

Trump-Recherchen dominieren Pulitzer-Preise

Die Pulitzer-Preise gehen in diesem Jahr an gleich mehrere Arbeiten zu den Auswirkungen der Politik des US-Präsidenten Donald Trump.
05.05.2026, 05:3505.05.2026, 05:35

«Wenig überraschend konzentrierte sich ein Grossteil der Berichterstattung auf die umstrittensten Themen des Jahres 2025», sagte Marjorie Miller bei der Verkündung der Sieger und nannte unter anderem Einwanderungspolitik, drastische Kürzungen der US-Entwicklungshilfe sowie die Akten zu Jeffrey Epstein und den Netzwerken um den Sexualstraftäter als Beispiele für Einreichungen.

President Donald Trump talks with small business owners in the Cross Hall of the White House, Monday, May 4, 2026, in Washington. (AP Photo/Jacquelyn Martin)
Donald Trump
Greift die Medienfreiheit in den USA frontal an: Donald Trump.Bild: keystone

Die «Washington Post» wurde etwa für ihre Recherche über die Auswirkungen der Umstrukturierung von Bundesbehörden durch die Trump-Administration ausgezeichnet. Der «New York Times» wurde der Preis für Recherchen verliehen, die aufgedeckt hätten, wie Trump Macht zum finanziellen Vorteil seiner Familie ausspiele. Mitarbeiter der «Chicago Tribune» erhielten den Preis für Berichterstattung über das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE in der Stadt.

Sonderpreis für Berichte über Jeffrey Epstein

Preise gab es auch für Berichte über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz, die verheerende Flut im US-Bundesstaat Texas sowie die Zerstörung in Gaza. Einen Sonderpreis erhielt die Journalistin Julie K. Brown vom «Miami Herald» für ihre Recherchen in den Jahren 2017 und 2018 rund um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und den Missbrauch junger Frauen.

Pulitzer-Verwalterin Marjorie Miller stellte die Auszeichnung ausdrücklich als Bekenntnis zu Pressefreiheit in Zeiten wachsenden Drucks auf Medien dar. Man stehe für Diskurs und gegen Zensur.

«Leider muss dies erneut betont werden, da der Medienzugang zum Weissen Haus und zum Pentagon eingeschränkt ist, die Meinungsfreiheit auf den Strassen infrage gestellt wird und der Präsident Klagen auf Schadenersatz in Milliardenhöhe wegen Verleumdung und böswilliger Absicht gegen zahlreiche Medien eingereicht hat.»

Die Pulitzer-Preise gelten als wichtigste Journalismus-Auszeichnung der Welt. Sie werden aber auch für Literatur sowie für Musik und Theater vergeben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Trump setzt «Projekt Freiheit» bereits wieder aus
US-Präsident Donald Trump will den Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus «für kurze Zeit» aussetzen. Die von Trump angekündigte Hilfe ist zuvor noch gar nicht richtig angelaufen.
Während des Stopps von «Projekt Freiheit» solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Es habe «grosse Fortschritte» für ein «umfassendes und abschliessendes» Abkommen gegeben.
Zur Story