Wieder nur Silber für die Schweizer.Bild: keystone
«Zweitgenossen» und die Mutter in Ohnmacht – das schreibt die Presse zum WM-Final
Schon wieder hat es nicht gereicht mit einer Schweizer Goldmedaille an der Eishockey-Weltmeisterschaft. Während die Schweizer Presse von «Weltmeister der Schmerzen» spricht, wird in Finnland vor allem Goldschütze Konsta Helenius gefeiert.
Es wollte schon wieder nicht sein. Die Schweiz verliert zum fünften Mal hintereinander einen WM-Final und muss weiterhin auf die erste Goldmedaille an einer Eishockey-WM warten. Das schreibt die Schweizer und finnische Presse zum Final-Drama von Zürich.
Inhaltsverzeichnis
Schweiz
Blick
Bild: blick
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«Wieder nichts! Bitter, die Nati verliert auch ihren fünften WM-Final. Wie schon im Vorjahr in der Verlängerung 0:1. Dabei bimmeln die verletzten Silberhelden Jonas Siegenthaler, Kevin Fiala und Andrea Glauser vor dem Spiel an der Kuhglocke und sorgen dafür, dass die Stimmung in der Swiss Life Arena Schmelztemperatur erreicht. Davor hatte schon Ski-Star Marco Odermatt mit dem Verlesen der ‹Starting Six› in der Kabine der Nati eingeheizt.
Nach 60 Minuten steht es wie im Vorjahr gegen die USA 0:0 – 3-gegen-3-Overtime. Da ist die Spannung kaum zu ertragen. Erst trifft Jesse Puljujärvi den Pfosten, dann Damien Riat die Latte, ehe Konsta Helenius Finnland zum Titel schiesst. Niederlage in der Verlängerung. Das tut weh. Auf den Rängen fliessen Tränen. Und auch Nati-Coach Cadieux hat Wasser in den Augen.»
Nach 60 Minuten steht es wie im Vorjahr gegen die USA 0:0 – 3-gegen-3-Overtime. Da ist die Spannung kaum zu ertragen. Erst trifft Jesse Puljujärvi den Pfosten, dann Damien Riat die Latte, ehe Konsta Helenius Finnland zum Titel schiesst. Niederlage in der Verlängerung. Das tut weh. Auf den Rängen fliessen Tränen. Und auch Nati-Coach Cadieux hat Wasser in den Augen.»
Tages-Anzeiger
Bild: tagesanzeiger
«16 Tage dauerte das Frühlingsmärchen des Schweizer Eishockey-Nationalteams. Das Team von Jan Cadieux begeisterte mit seiner Spielfreude und seinem Zusammenhalt und stürmte von Sieg zu Sieg. Die Schweizer waren ein Team auf einer Mission, gaben in der Vorrunde keinen Punkt ab und zogen zum dritten Mal in Serie in den WM-Final ein. Gefeiert von einer roten Wand von Fans und mit ‹W. Nuss vo Bümpliz› als Siegeshymne. Es sorgte für Hühnerhaut, wenn das Liebeslied von Patent Ochsner von Tausenden im Stadion gesungen wurde.
Doch am 17. Tag blieb den Schweizern im Final gegen Finnland die Krönung verwehrt. Erneut. Zum fünften Mal nach 2013, 2018, 2024 und 2025 verloren sie den WM-Final. Auch gegen Finnland fehlte nur ein Schuss, wie letztes Jahr gegen die USA gab es ein 0:1 in der Verlängerung. Und diesmal tut es noch mehr weh. Gold vor der eigenen Haustür, vor diesen enthusiastischen Fans – es wäre das perfekte Szenario gewesen.»
Doch am 17. Tag blieb den Schweizern im Final gegen Finnland die Krönung verwehrt. Erneut. Zum fünften Mal nach 2013, 2018, 2024 und 2025 verloren sie den WM-Final. Auch gegen Finnland fehlte nur ein Schuss, wie letztes Jahr gegen die USA gab es ein 0:1 in der Verlängerung. Und diesmal tut es noch mehr weh. Gold vor der eigenen Haustür, vor diesen enthusiastischen Fans – es wäre das perfekte Szenario gewesen.»
NZZ
Bild: nzz
«Stille, das kann die Swiss Life Arena nicht so gut. Wäre die dröhnende Musik nicht gewesen, hätte es diesen Moment in der 11. Minute der Verlängerung aber gegeben, den seltenen Moment, in dem ein ganzes Stadion kollektiv still ist. Nicht diese gute Stille im Sport, die gespannte, atemlose wie vor einem 100-Meter-Final oder einem Matchball an einem Grand Slam. Sondern eine Stille, weil das Publikum sprachlos ist, stumm, geschockt, weil gerade ein Traum geplatzt ist.
Ein paar Minuten später, die Schweizer Spieler sitzen mit hängenden Köpfen auf der Bank oder dem Eis, raffen sich die 10'000 Menschen im Stadion nochmals auf und verabschieden ihr Team mit Standing Ovations und Gesängen.»
Ein paar Minuten später, die Schweizer Spieler sitzen mit hängenden Köpfen auf der Bank oder dem Eis, raffen sich die 10'000 Menschen im Stadion nochmals auf und verabschieden ihr Team mit Standing Ovations und Gesängen.»
Corriere del Ticino
Bild: corriere del ticino
«Noch eine Silbermedaille, die Schmerzhafteste.»
«Was für eine Enttäuschung. Schon wieder. Die Weltmeisterschaft in der Schweiz endet mit Schweizer Tränen.»
laRegione
Bild: la regione
«Finnland Spielverderber, Schweiz erneut Silber.»
«Ein perfektes Turnier bis zum allerletzten Schritt. Und wieder einmal haben die Schweizer es verpasst.»
Le Matin
Bild: lematin
«Finnland macht den Schweizer Traum zunichte und holt sich den Weltmeistertitel.»
«Die Schweiz scheitert erneut kurz vor dem historischen Erfolg. Nach einer 0:1-Niederlage gegen Finnland nach Verlängerung kehren die Männer von Jan Cadieux mit der Silbermedaille und grossem Bedauern nach Hause zurück.»
nau.ch
Bild: nau.ch
«Der Final-Albtraum wiederholt sich! Es war das grosse Versprechen dieser Weltmeisterschaft: Neun Siege in Zürich, ein makelloses Turnier – und dann der Einzug in den Heim-Final. Doch was folgte, war Déjà-vu pur. Wie schon im Vorjahr gegen die USA stand es nach 60 Minuten 0:0. Und wie im Vorjahr entschied die Verlängerung – diesmal zugunsten Finnlands.»
Finnland
Bild: iltalehti
«WM-Gold! Konsta Helenius ist Finnlands Held»
«Konsta Helenius sicherte Finnland den fünften Eishockey-Weltmeistertitel der Männer in der Geschichte, als er den Puck in der ersten Verlängerung ins Schweizer Tor schoss. Finnland gewann den Final mit 1:0.»
Ilta-Sanomat
«Konsta Helenius’ Mutter fiel in Ohnmacht»
«Als Konsta Helenius Finnland den Weltmeistertitel bescherte, fiel seine Mutter Maiju Helenius auf der Tribüne in Ohnmacht.
Kurz darauf fand man mich zwischen den Sitzreihen wieder, erzählte Mutter Helenius gegenüber ‹Ilta-Sanomat› am Telefon.
Die ganze Familie Helenius war in Zürich bei seinem Goldtreffer vor Ort.»
Kurz darauf fand man mich zwischen den Sitzreihen wieder, erzählte Mutter Helenius gegenüber ‹Ilta-Sanomat› am Telefon.
Die ganze Familie Helenius war in Zürich bei seinem Goldtreffer vor Ort.»
Deutschland und Österreich
Bild: bild
«Die Nordeuropäer gewannen den Final gegen die Schweiz nach Verlängerung 1:0 und sind damit zum fünften Mal Weltmeister. Torschütze in der Overtime: Helenius mit einer feinen Einzelaktion.
Die Schweiz als Gastgeber hat es wieder nicht geschafft und scheitert zum sechsten Mal in einem Final, zum dritten Mal in Folge.»
Die Schweiz als Gastgeber hat es wieder nicht geschafft und scheitert zum sechsten Mal in einem Final, zum dritten Mal in Folge.»
Krone Zeitung
krone
«Das Warten auf den ersten Titel bei einer Weltmeisterschaft geht für die Schweizer also weiter – wegen eines Gegentreffers in der 71. Minute, also tief in der Overtime. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie schoss Konsta Helenius die Finnen zu ihrem fünften Gold bei einer Eishockey-Weltmeisterschaft. Die Schweiz verlor nach 2013, 2018, 2024 und 2025 auch den fünften Final, den dritten in Folge.»
(riz)
