Nordkorea
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Nordkorea provoziert erneut mit Raketentest



Das nordkoreanische Militär hat am frühen Mittwochmorgen erneut mehrere Raketen über das Japanische Meer (Koreanisch: Ostmeer) abgefeuert. Dies berichtete die südkoreanische Agentur Yonhap unter Berufung auf den Armeestab in Seoul.

Nordkorea hat am Mittwochmorgen erneut Raketen abgefeuert und testet damit - trotz internationaler Kritik - sein Waffenprogramm munter weiter. (Archivbild)

Nordkorea hat am Mittwoch erneut Raketen getestet. Bild: AP KCNA via KNS

Nach diesen Angaben soll es sich um Kurzstreckenraketen handeln, die im Bereich der Küstenstadt Wonsan gestartet worden sein sollen. Der japanische Seesicherheitsdienst warnte zudem alle Schiffe in der Region vor herabfallenden Trümmerstücken.

Ein aus Nordkorea abgefeuertes Geschoss erreichte nach Angaben der japanischen Regierung vermutlich japanische Gewässer. Das Projektil sei in Gewässer innerhalb von Japans sogenannter ausschliesslicher Wirtschaftszone gestürzt, sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga am Mittwoch.

Während Südkorea keine Angaben zur Art der Geschosse machte, verurteilte Japans Regierungschef Shinzo Abe einen Test ballistischer Raketen. Dieser verletzte Resolutionen des Uno-Sicherheitsrates. Abe kündigte eine Sitzung von Japans nationalem Sicherheitsrat an, um über eine Reaktion auf den Waffentest zu beraten.

Geübtes Ritual

Der erneute Raketentest erfolgte nur wenige Tage vor weiteren Gesprächen der USA und Nordkorea über das nordkoreanische Atomprogramm. Beide Länder hatten vereinbart, an diesem Samstag mit Gesprächen zu beginnen, war Nordkoreas Erste Vizeaussenministerin Choe Son Hui am Dienstag von den staatlichen Medien des international isolierten Landes zitiert worden. Am Freitag gebe es zudem bereits vorbereitende Kontakte. Wo die Unterredungen stattfinden, blieb allerdings bisher unklar.

FILE - In this June 30, 2019, file photo, President Donald Trump, left, meets with North Korean leader Kim Jong Un at the North Korean side of the border at the village of Panmunjom in Demilitarized Zone. North Korea says it is rethinking whether to abide by its moratorium on nuclear and missile tests and other steps aimed at improving ties with the U.S. (AP Photo/Susan Walsh, File)
Donald Trump,Kim Jong Un

Trump und Kim Jong Un: Bisher waren ihre Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm wenig fruchtbar. Bild: AP

Eine Sprecherin des US-Aussenministeriums bestätigte eine baldige Wiederaufnahme der Gespräche. Bereits in der Vergangenheit hatte Nordkorea kurz nach einem Gesprächsangebot Waffen getestet.

Wenige Stunden vor dem nordkoreanischen Raketenstart hatte Südkorea erstmals öffentlich einige von insgesamt 40, in den USA gekauften Tarnkappen-Kampfjets gezeigt. Die Beschaffung der F-35 wird von der nordkoreanischen Führung stark kritisiert. (sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Skeptischer Optimist 02.10.2019 08:57
    Highlight Highlight "Nordkorea provoziert erneut mit Raketentest"

    Wen provoziert Nordkorea hier?

    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nach-raketentest-in-usa-nordkorea-warnt-vor-neuem-kalten-krieg-16345520.html
  • Trasher2 02.10.2019 06:19
    Highlight Highlight Als Verschwöhrungstheoretiker gehe ich davon aus, dass hier jemand mit dem koreanischen Diktator einen Deal hat...
    Waffentests und Wiederaufnahme von Atomabrüstungsgesprächen lenken unheimlich gut vom dampfenden Misthaufen zu Hause ab.
    • Joe 'Lock the S.O.B.s Up' Biden 02.10.2019 07:16
      Highlight Highlight Dieser Test hatte mal ausnahmsweise rein gar nichts mit den USA, Trump oder sogar dem Westen zu tun.

      Kim wollte an Peking eine Botschaft senden, am Tag nach Xi Jinpings grosser Show. Es gibt gewissen zoff zwischen denen. Darüber wird man aber nichts zu lesen bekommen.
    • Walter Sahli 02.10.2019 07:27
      Highlight Highlight ...und Raketentests des Nachbarn sind ein prima Verkaufsargument für die F-35.

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