DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wildbienen

Rund 600 Wildbienenarten sind in der Schweiz heimisch, doch viele davon stehen auf der Liste der bedrohten Arten: Gehörnte Mauerbiene. Bild: Wildbiene + Partner

Überraschend hohe Wildbienen-Vielfalt in der Stadt Zürich

Wer sagt denn, Grossstädte seien lebensfeindliche Biotope? Die Stadt Zürich verfügt über eine derartige Vielfalt an Wildbienen, die selbst Forscher überrascht.



Sie leben in Gärten, Parks und auf anderen Grünflächen der Stadt. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass jede Art von Grünfläche unterschiedliche Arten beherbergt. Das zeigt, wie wichtig es ist, eine grosse Vielfalt von Grünflächen in Städten zu erhalten.

«Das Wachstum der Stadtflächen muss nicht unbedingt zu einer Vereinheitlichung der Fauna mit einigen wenigen Arten führen, wie häufig befürchtet wird», schreibt Marco Moretti von der Eidgenössiche Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in einer Mitteilung.

Zumindest für Wildbienen ist die Stadt Zürich weder eine Betonwüste noch eine ökologische Einöde. 164 der in der Schweiz heimischen rund 600 Wildbienenarten wurden gezählt. Verwendet wurden Daten aus drei grossen Studien zur Biodiversität in der Stadt Zürich.

Menschen geniessen die milde Fruehlingssonne in einem Park in Zuerich am Samstag, 8. Maerz 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri)....People enjoy the first spring sun beams in a park in Zurich, Switzerland, Saturday, 08 March 2014. Warm and sunny weather is forecasted for the next days in Switzerland. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die blühende Rentenwiese in Zürich: Grosse Grünflächen wie Parks haben viel Potential für urbane Biodiversität. Bild: KEYSTONE

Stadtbienen sind überwiegend Arten, die Pollen und Nektar der grossen Pflanzenvielfalt der Stadt als Nahrung nutzen können. Sie sind früh im Jahr und eine lange Zeit aktiv und nisten häufig in bestehenden Hohlräumen.

Ein Flachdach ersetzt keinen Garten

Während in Gärten und auf Brachflächen im Schnitt etwa 25 Wildbienenarten leben, sind es in Parks und auf begrünten Flachdächern «nur» 15 Arten. Gartenbienen stellen dabei höhere Ansprüche an die Qualität des Lebensraums. In der Regel sind solche Spezialisten eher von Lebensraumschwund bedroht.

Die Ergebnisse bedeuten denn auch, dass kein Grünraum verloren gehen darf oder durch einen anderen ersetzt werden kann – etwa Stadtgärten durch begrünte Flachdächer.

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So funktioniert die Wildbienenzucht zuhause

1 / 9
So funktioniert die Wildbienenzucht zuhause
quelle: wildbiene + partner
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Im Wallis gelang es Wildbienen zurückzulocken

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Artenschwund: Die Menschheit ist schlimmer als der Asteroid, der die Dinos auslöschte

Wir Menschen verändern den Planeten. Unser Einfluss – sei er beabsichtigt oder nicht – wirkt sich mittlerweile auf eine Vielzahl von biologischen oder klimatischen Prozessen aus; man denke etwa an die anthropogene Klimaerwärmung. Die globalen Auswirkungen sind derart tiefgreifend, dass manche Wissenschaftler bereits von einer neuen, vom Menschen geprägten Epoche der Erdgeschichte sprechen – dem sogenannten Anthropozän.

Eine der verheerendsten Auswirkungen dieser menschlichen Einflussnahme liegt …

Artikel lesen
Link zum Artikel