Guy Parmelin trifft Lula in Genf
Bundespräsident Guy Parmelin hat am Montagmorgen in Genf am Rande seines Besuchs beim G7-Gipfel seinen brasilianischen Amtskollegen Luiz Inacio Lula da Silva getroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand das 2025 abgeschlossene Freihandelsabkommen zwischen der Efta und dem Mercosur.
Er freue sich über die ausgezeichneten bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, erklärte Parmelin. Luiz Inacio Lula da Silva nimmt am G7-Gipfel teil, der bis Mittwoch im französischen Evian stattfindet. Vor seiner Weiterreise trafen sich die beiden in Genf.
Bei dem einstündigen Treffen ging es um das Freihandelsabkommen zwischen der Efta und den Ländern des südamerikanischen Blocks. Wirtschaftsminister Parmelin zeigte sich nach dem Treffen sehr zufrieden mit dem Austausch. Er will sich am Montagabend vor den Medien näher dazu äussern.
Der Nationalrat wird bereits am Mittwoch über dieses Freihandelsabkommen abstimmen, das in der Kommission eher positiv aufgenommen wurde, da es Schweizer Exporte fast vollständig von Zöllen befreit. Im Gegenzug wird die Schweiz mehr Fleisch und Wein aus Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay importieren, was bei Landwirten und Umweltschützern auf starken Widerstand stösst.
Am Montag ging zudem die 114. Internationalen Arbeitskonferenz (IAK) in Genf zu Ende. An der Konferenz wurde das erste Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation, das sich mit den Herausforderungen der Zukunft der Arbeit in der digitalen Wirtschaft befasst verabschiedet, wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung am Montag mitteilte.
Die Schweizer Delegation die Konferenz nutzte die Konferenz auch für diverse bilaterale Treffen. Mit Brasilien unterzeichnete die Schweiz ein Memorandum of Unterstanding zur Zusammenarbeit in Arbeits- und Beschäftigungsfragen. (dab/sda)
