Ein Panzer fährt durch die Strassen von Genf.Bild: keystone
Liveticker
G7-Demonstration in Genf: Jetzt räblet's Tränengas und Böller
Mehr als 7000 Sicherheitskräfte sind am Sonntag in Genf im Einsatz, um Proteste gegen den G7-Gipfel zu begleiten. Die Stadt steht im Ausnahmezustand – aus Sorge vor erneuten Krawallen wie vor 23 Jahren. Alle News dazu im Liveticker.
Das Wichtigste in Kürze
- In Genf findet am Sonntag eine grosse Demonstration gegen den G7-Gipfel in Évian statt. Die Polizei rechnet mit rund 50'000 Teilnehmenden
- Die Behörden Befürchten Ausschreitungen, wie es sie schon beim G8-Gipfel im Jahr 2003 gab. Damals verursachten Chaoten Schaden in Millionenhöhe.
- Das Sicherheitsaufgebot vor Ort ist gross. Mehr als 7000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz.
- Der G7-Gipfel beginnt am Montag. Dabei treffen sich die Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada, Japan und den USA.
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Die G7-Deomnstration bisher:
19:17
Tränengas im Einsatz
Die Polizei geht weiter mit Tränengas gegen die Demonstranten vor, welche ihrerseits Böller verwenden. Mitten im Kreuzfeuer sind dabei auch die Journalistinnen und Journalisten von watson. Der Demonstrationszug bewegt sich langsam zurück in Richtung des Parks «Perle du Lac».
18:53
Lage immer angespannter
Die Lage zwischen Polizei und Demonstranten spitzt sich zu; es kommt zu einem Schlagabtausch mit Wurfgeschossen. Eine watson-Reporterin vor Ort berichtet, die Situation auf dem Parkplatz des Place des Nations gerate ausser Kontrolle.
18:07
Ein brennender Mülleimer und Tränengas.
An der Ecke Rue Antoine-Carteret und Rue du Grand-Pré beschossen Demonstranten Polizisten mit Feuerwerkskörpern. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas ein.

17:50
Starke Polizeipräsenz
Entlang der Route sind zahlreiche Polizistinnen und Polizisten zu sehen. Die Lage ist teils angespannt.

17:35
Vandalismus entlang der Route
Das Ufer des Genfersees, unweit des Genfer Busbahnhofs, wurde laut Berichten vom Ort des Geschehens von Demonstranten verwüstet.

17:14
Tesla angezündet – Rauchwolke von Weitem sichtbar
Gegenüber des Busbahnhofs in der Nähe der Banque du Léman steht ein Tesla in Flammen, wie Foto- und Videoaufnahmen von watson actu zeigen.
Auf der Seite des Fahrzeugs war zunächst die Parole «Eat The Rich» aufgesprüht worden.
Die Rauchwolke des Brandes ist von Weitem sichtbar.
Auf der Seite des Fahrzeugs war zunächst die Parole «Eat The Rich» aufgesprüht worden.
Die Rauchwolke des Brandes ist von Weitem sichtbar.
15:34
Demonstration läuft
In Genf läuft die Demonstration gegen den G7-Gipfel im französischen Évian. Der von einem grossen Sicherheitsaufgebot begleitete Protestzug setzte sich kurz nach 15.15 Uhr vom Parc Mon Repos aus in Bewegung.
Zur Kundgebung aufgerufen hatte die No-G7-Koalition, ein Zusammenschluss von rund 60 Organisationen. An der Spitze des Zuges wurde ein Transparent mit der Aufschrift «Antifaschistische, antiimperialistische Antwort - No G7» getragen. Dahinter reihten sich verschiedene Blöcke ein, darunter feministische, pro-palästinensische, revolutionäre, kurdische und gewerkschaftliche Gruppen.
Die Route der Demonstration wurde auf das rechte Seeufer beschränkt. Der Zug führte entlang der Quais und über die Rue des Alpes, um die Nähe zur Mont-Blanc-Brücke zu vermeiden. Anschliessend verlief die Strecke über die Rue de la Servette, die Avenue Giuseppe-Motta und die Place des Nations zurück zum Ausgangspunkt.
Die Veranstaltung muss gemäss den Auflagen bis spätestens 22.30 Uhr aufgelöst werden. (sda)

Zur Kundgebung aufgerufen hatte die No-G7-Koalition, ein Zusammenschluss von rund 60 Organisationen. An der Spitze des Zuges wurde ein Transparent mit der Aufschrift «Antifaschistische, antiimperialistische Antwort - No G7» getragen. Dahinter reihten sich verschiedene Blöcke ein, darunter feministische, pro-palästinensische, revolutionäre, kurdische und gewerkschaftliche Gruppen.
Die Route der Demonstration wurde auf das rechte Seeufer beschränkt. Der Zug führte entlang der Quais und über die Rue des Alpes, um die Nähe zur Mont-Blanc-Brücke zu vermeiden. Anschliessend verlief die Strecke über die Rue de la Servette, die Avenue Giuseppe-Motta und die Place des Nations zurück zum Ausgangspunkt.
Die Veranstaltung muss gemäss den Auflagen bis spätestens 22.30 Uhr aufgelöst werden. (sda)
14:24
Tausende Sicherheitskräfte vor Ort
Mehr als 7000 Sicherheitskräfte sind am Sonntag in Genf im Einsatz, um Proteste gegen den G7-Gipfel zu begleiten. Die Stadt steht im Ausnahmezustand – aus Sorge vor erneuten Krawallen wie vor 23 Jahren. Die Polizei rechnet mit rund 50'000 Teilnehmenden. Laut Wettervorhersage scheint in Genf die Sonne, bei 28 Grad. (dab/sda/dpa)

14:22
Genfer sind sauer auf die Franzosen
Die G7-Gegner protestieren in Genf rund 50 Kilometer vom Gipfelort Évian entfernt, weil Frankreich zu dem Anlass keine Demonstration dulden wollte, wie die Genfer Regierung kritisiert. Frankreich sei auch auf ihre Bitten um finanzielle Beteiligung an den Sicherheitskosten nicht eingegangen. Der Gewerbeverband (FER) hat in einem Brief empört dagegen protestiert, dass Genf die Demonstration überhaupt erlaubt hat.
In der Genfer Innenstadt herrscht schon seit Tagen Ausnahmezustand: Hunderte Luxusgeschäfte und Banken, aber auch Hotels und Supermärkte haben ihre Fassaden und Schaufenster aus Sorge vor Ausschreitungen mit Sperrholzplatten verbarrikadiert.
Dies geht auf Erinnerungen an das Jahr 2003 zurück, als Chaoten bei einer Demonstration Schaden in Millionenhöhe anrichteten. Auch damals war es ein Protest gegen einen Gipfel in Évian. Dies sei ein Trauma für die Genfer Polizei, sagte die Polizeichefin des Kantons, Monica Bonfanti. Sie bekommt dieses Mal Verstärkung aus der ganzen Schweiz, auch von der Armee. (sda/dpa)
In der Genfer Innenstadt herrscht schon seit Tagen Ausnahmezustand: Hunderte Luxusgeschäfte und Banken, aber auch Hotels und Supermärkte haben ihre Fassaden und Schaufenster aus Sorge vor Ausschreitungen mit Sperrholzplatten verbarrikadiert.
Dies geht auf Erinnerungen an das Jahr 2003 zurück, als Chaoten bei einer Demonstration Schaden in Millionenhöhe anrichteten. Auch damals war es ein Protest gegen einen Gipfel in Évian. Dies sei ein Trauma für die Genfer Polizei, sagte die Polizeichefin des Kantons, Monica Bonfanti. Sie bekommt dieses Mal Verstärkung aus der ganzen Schweiz, auch von der Armee. (sda/dpa)
14:20
Heute wird in Genf gegen den G7-Gipfel demonstriert
In der Schweizer Grenzstadt Genf wollen am Sonntag Tausende Gegner des G7-Gipfels im französischen Évian gegen Kapitalismus, Ausbeutung und vieles mehr protestieren. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada, Japan und den USA beginnt am Montag.
Die «No G7»-Koalition aus rund 60 Gruppen will gemäss Manifest unter anderem gegen US-Militärbasen in Europa demonstrieren, für höhere Mindestlöhne, kostenlose Verhütungsmittel, grenzenlose Freizügigkeit für Arbeitende aus aller Welt und die Streichung der Angabe des Geschlechts aus allen Ausweisdokumenten. Die G7 erwähnen sie in ihrem Manifest auch. (dab/sda/dpa)

Die «No G7»-Koalition aus rund 60 Gruppen will gemäss Manifest unter anderem gegen US-Militärbasen in Europa demonstrieren, für höhere Mindestlöhne, kostenlose Verhütungsmittel, grenzenlose Freizügigkeit für Arbeitende aus aller Welt und die Streichung der Angabe des Geschlechts aus allen Ausweisdokumenten. Die G7 erwähnen sie in ihrem Manifest auch. (dab/sda/dpa)
