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 Oct 02, 2019: St. Louis Blues defenseman Alex Pietrangelo 27 stakes the Stanley Cup around during pregame ceremonies in the opening night of the National Hockey League in a game between the Washington Capitals and the St. Louis Blues held at the Enterprise Center in St. Louis City, MO /CSM NHL, Eishockey Herren, USA 2019: Capitals vs Blues Oct 02 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAc04 20191002zafc04024 Copyright: xRichardxUlreichx

Letztes Jahr durften die St. Louis Blues zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Stanley Cup hochstemmen. Wer ist dieses Jahr an der Reihe? Bild: imago images/ZUMA Press

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Die Stanley-Cup-Playoffs werden dieses Jahr so spektakulär wie noch nie

Am Samstag geht es wieder los mit Hockey-Ernstkämpfen. Die NHL startet mit den Best-of-5-Serien der Qualifikationsrunde für die Stanley-Cup-Playoffs. Diese Spiele werden ein Fest für jeden Hockey-Fan.



Die beste Eishockey-Liga der Welt hat für den Restart der Meisterschaft weder Kosten noch Aufwand gescheut. In Toronto und Edmonton wurden sichere Zonen aufgebaut, in denen die Mannschaften von der Öffentlichkeit abgeriegelt leben, trainieren und spielen. Spieler, Trainer, Team-Staff und weitere Personen in der «Bubble» wie etwa Hotelangestellte oder Busfahrer werden täglich getestet. Mit bis zu 2000 Tests pro Tag sind das mehr als 200'000 US-Dollar, welche die Liga täglich nur für die Tests ausgibt.

Natürlich ist da die Frage erlaubt, ob es Sinn macht, unter solchen Umständen überhaupt zu spielen. Doch für die NHL ist die Fortsetzung der Saison äusserst wichtig. Es ist einerseits eine gute Marketing-Gelegenheit, denn neben der NBA scheint die NHL die einzige nordamerikanische Profiliga zu sein, bei der die Rückkehr zum Spielalltag tatsächlich auch funktionieren könnte. Die Major League Baseball (wie auch die NFL in den Plänen für die neue Saison) setzt im Gegensatz zu NHL und NBA nicht auf ein Hub-City-Konzept und hat nun bereits 14 Corona-Fälle in einem Team.

Andererseits ist es für die NHL auch ein Testlauf für ein Sportkonzept in Corona-Zeiten. Denn wenn die neue Saison im nächsten Herbst oder Winter startet, wird das Virus kaum verschwunden sein.

Die «Bubble» in der NHL funktioniert bislang sehr gut. Seit dem 18. Juli wurden bei über 800 Spielern 4256 Covid-Tests durchgeführt – es gab kein einziges positives Resultat.

Gespielt wird also so oder so. Da kann man sich als Hockey-Fan auch gerne darauf freuen. Denn die diesjährigen Playoffs versprechen so viel Spektakel wie noch nie.

Anders als in den Jahren zuvor werden wir zu Beginn wohl noch kein «Playoff-Schach» sehen. Die Teams hatten nun schon beinahe fünf Monate keinen Ernstkampf mehr. Sie sind nicht mehr eingespielt. Das Geschehen dürfte also eher Oktober-Hockey denn klassischem Playoff-Hockey ähneln. Will heissen: schnelles Hin und Her, einige Fehler und viele Tore. Dem Taktikfan wird das wohl nicht gefallen, aber für den durchschnittlichen Zuschauer ist es absolut grossartig.

Ein Beispiel von Oktober-Hockey: Am 5. Oktober 2019 zum Saisonstart gab es unter anderem zwischen Montreal und Toronto ein 6:5, zwischen Pittsburgh und Columbus ein 7:2 und zwischen LA und Edmonton ein 5:6.

Was ebenfalls für grossartige Spiele spricht: Die meisten Teams können wieder auf alle ihre Stars zählen. Die lange Pause hat es verletzten Athleten ermöglicht, wieder gesund zu werden. Bei vielen Teams sind Top-Cracks wieder fit, deren Saison bereits vorbei schien: Bei Pittsburgh ist Jake Guentzel zurück im Kader. St. Louis kann wieder auf Vladimir Tarasenko zählen. Bei Colorado ist Mikko Rantanen wieder gesund und Columbus kann Seth Jones wieder einsetzen.

Dazu kommt, dass man auch bei uns das Geschehen zur Prime-Time mitverfolgen kann. Während den Pre-Playoffs und der Platzierungsrunde sind an einem vollen Spieltag zwischen 18 und 22 Uhr Schweizer Zeit drei Partien angesetzt. Klar, die Fans werden fehlen. Aber als TV-Zuschauer gewöhnt man sich schnell an die neue Atmosphäre.

Ob das Ping-Pong-Turnier gleich spannend wird wie die Playoffs?

Es ist auch nicht so, dass ein Titel dieses Jahr weniger wert wäre. Im Gegenteil: Der «Corona-Cup» dürfte schwieriger zu gewinnen sein als sonst. Die 16 Mannschaften, die in der Qualifikationsrunde sind, müssten auf dem Weg zum Titel eine Serie mehr als üblich gewinnen. Alle Mannschaften sind ausgeruht und können auf ihre besten Spieler zählen. Gerade weil die Pause so lang war, ist auch eine grosse Prise Unberechenbarkeit drin.

Dieses Jahr ist es zudem so, dass es keine fixen Playoff-Brackets gibt. Stattdessen werden die Duelle nach jeder Runde aufgrund der Setzliste neu angesetzt. So verhindert die Liga, dass Topteams schon in der zweiten Runde aufeinandertreffen, und sorgt dafür, dass das beste Hockey erst zum Schluss kommt.

Spannung, Drama und Spektakel: Die NHL-Playoffs bieten dieses Jahr das ganze Paket.

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