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Das Schicksal der «Liederlichen»: Graubünden arbeitet seine dunkle Vergangenheit auf



Graubünden hat als einer der ersten Kantone die Geschichte über 150 Jahre fürsorgerische Zwangsmassnahmen wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Publikation beleuchtet vor allem die «Korrektionsanstalta Realta», wo 1500 Menschen zwangsweise untergebracht worden waren.

Zwei Gefaengnisaufseher der Buendner Strafanstalt Realta in Cazis sind von der Kantonsregierung wegen Diebstahls von fuenf Landjaegern, Kaese und ein paar Menues fristlos entlassen worden.  Die

Die Strafanstalt Realta in Cazis. Bild: KEYSTONE

Die am Donnerstag in Chur vorgestellte Studie beleuchtet administrative Versorgungen, Fremdplatzierungen und Entmündigungen in Graubünden vom 19. Jahrhundert bis heute. Ein wichtige Rolle spielte die «Korrektionsanstalt Realta» in Cazis. Sie war Mitte des 19. Jahrhunderts eine der ersten derartigen Anstalten in der Schweiz.

Vormundschaftsbehörden konnten in Realta «liederliche», «arbeitsscheue» und «herumziehende» Arme einweisen und jahrelang festhalten lassen, ohne dass die Betroffenen straffällig geworden wären. In einer Zeit, in der Armut als individuelles Versagen gedeutet wurde, wollten die Behörden abnorme Leute erziehen und disziplinieren. Etwa 1500 Personen sollen in Realta zwangsweise untergebracht worden sein.

Mehrere tausend Betroffene

Insgesamt seien in Graubünden mehrere tausend Personen von Zwangsmassnahmen betroffen gewesen, sagte Tanja Rietmann, die Hauptautorin der Studie von der Universität Bern, ohne genauere Zahlen nennen zu können. Im Vergleich seien Graubünden so viele fürsorgerischen Massnahmen angeordnet worden wie in anderen Kantonen, nicht mehr und nicht weniger.

Die 180 Seiten umfassende Studie, die im Auftrag der Bündner Regierung erstellt wurde, ist eine der ersten in der Schweiz, welche beschreibt, wie die Behörden in einem Kanton bei den fürsorgerischen Zwangsmassnahmen agierten. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • sontau 18.05.2017 16:36
    Highlight Highlight Mein Vater, Mitte des letzten Jahrhunderts in Luzern als uneheliches Kind geboren, wurde seiner Mutter ebenfalls weggenommen und in ein katholisches Waisenhaus gesteckt. Heute weiss man ja, wie es dort so zu und her ging... Als er dann eine eigene Familie hatte, hat er uns zurückbezahlt, was er in seiner Kindheit erleben musste. Die Schäden, die diese "fürsorglichen" Behörden damals verursacht haben, wirken ganz sicher bei Vielen bis heute nach.
  • pamayer 18.05.2017 15:38
    Highlight Highlight Liederlicher Lebenswandel und man landete in einer Anstalt. Harte Zeiten!

    Wer einmal zb auf dem Radar der Vormundschafsbehörde (438 v. Kesb) war, hatte bis vor nicht allzu langer Zeit je nach dem grosse Schwierigkeiten, sich wieder davon zu befreien.

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