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Saudische Schwestern erhalten Asyl und verlassen Hongkong

Saudische Schwestern erhalten Asyl und verlassen Hongkong

25.03.2019, 15:3825.03.2019, 15:38

Zwei den Islam ablehnende saudiarabische Schwestern, die seit September in Hongkong untergetaucht sind, haben in einem ungenannten Land Asyl erhalten. Das teilte der Anwalt der Schwestern, Michael Vidler, am Montag mit.

«Nach sechs Monaten, in denen sie sich vor den saudischen Behörden und ihren Familien in Hongkong versteckt hatten, haben es diese starken, mutigen und entschlossenen jungen Frauen endlich geschafft, humanitäre Visa für ein Drittland zu erhalten», erklärte Vidler in einer Stellungnahme.

Den Aufenthaltsort der Schwestern nannte der Anwalt im Interesse ihrer Sicherheit nicht. In Saudi Arabien droht ihnen demnach wegen Abfall vom Glauben die Todesstrafe.

Die beiden 18 und 22 Jahre alten Frauen hatten sich im September während eines Familienurlaubs in Sri Lanka nach Hongkong abgesetzt. Von dort wollten sie nach Australien weiterreisen, wurden aber am Flughafen von saudischen Beamten gestoppt. Sie entkamen den Beamten und fanden in der Stadt Unterschlupf. Im November zogen die saudischen Behörden die Pässe der Frauen ein, wie Vidler berichtete.

Die Schwestern müssen Hongkong den Angaben zufolge bis zum 8. April verlassen. Weil die Sonderverwaltungszone und ehemalige britische Kolonie nicht zu den Unterzeichnern der Genfer Flüchtlingskonvention gehört, mussten die Schwestern in einem anderen Land um Asyl bitten. (aeg/sda/dpa)

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