Umwelt
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Grosse Mobilisierung auch in Zürich: Junge Frau mit Magaphon an der Klimademo.

Voller Einsatz an der Klimademo in Zürich vom April 2019. Bild: KEYSTONE

Umfrage zeigt: Das Flug-Shaming hat im Vielfliegerland Schweiz erste Auswirkungen



Flug-Shaming – also die Anprangerung vom Fliegen – ist spätestens seit den Klimademonstrationen ein Thema. Eine repräsentative Umfrage des WWF in der Schweiz lässt den Schluss zu, dass das Engagement an Klimademos erste Wirkung zeigt.

Knapp 40 Prozent der Befragten gaben an, künftig reduziert oder gar nicht mehr fliegen zu wollen. Etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) sagten aus, dass sie bereits in den letzten zwei Jahren auf Flugreisen verzichtet haben. An der Online-Umfrage zum Thema Flugreisen vom Marktforschungsinstitut GfK nahmen rund 1000 Privatpersonen im Alter von 16–74 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz teil.

«Die Befragung deutet auf eine mögliche Trendwende hin.»

Patrick Hofstetter, WWF Schweiz

Die Umfrageergebnisse stimmen den WWF positiv, lässt sich Patrick Hofstetter zitieren. Ein Fragezeichen setzt der Klimaexperte des WWF Schweiz bei einer längerfristigen Prognose: «Ob aber tatsächlich eine anhaltende Verhaltensänderung in der Bevölkerung stattfinden wird, bleibt offen.»

Zahlen als Indiz für Trendwende

Die offiziellen Lokalpassagierzahlen des Flughafens Zürich stützen die These – wenn auch nur zaghaft. So verzeichnet der Flughafen seit April (−0,6% zum Vorjahr) dieses Jahres erstmals seit zwei Jahren rückläufige Zahlen. Im Mai gingen die Zahlen mit −1,5% zum Vorjahr sogar nochmals deutlicher zurück.

Das durchschnittliche Wachstum gegenüber dem Vorjahr betrug in den letzten zwei Jahren fünf Prozent. In diesem Kontext lassen einen die Zahlen der letzten beiden Monate aufhorchen. Für ein Vielfliegerland wie die Schweiz «ist eine Stabilisierung des Flugverkehrs schon ein kleiner Erfolg», wie Hofstetter sagt.

Ein anderes Bild zeigt sich bei einem Blick auf die Anzahl Lokalpassagiere der Jahre 2017 und 2018. Diese nahmen 2017 um 5,3% und 2018 sogar um 5,6% gegenüber dem Vorjahr zu. Die Ergebnisse lassen Zweifel aufkommen, ob 27 Prozent der Befragten in den letzten beiden Jahren tatsächlich der Umwelt wegen aufs Fliegen verzichtet haben.

(mim)

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wolge 17.06.2019 18:24
    Highlight Highlight Nur Flug-Shaming? Ws ist mit Kind-Shaming?
  • aglio e olio 17.06.2019 14:37
    Highlight Highlight "Knapp 40 Prozent der Befragten gaben an, künftig reduziert oder gar nicht mehr fliegen zu wollen."

    Denke ich dabei als einziger an Neujahrsvorsätze?
  • Knety 17.06.2019 13:21
    Highlight Highlight Zugfahrten innerhalb Europas sind einfach zu teuer!
    • paulpower 17.06.2019 15:49
      Highlight Highlight Flüge innerhalb Europas sind einfach zu billig!
  • road¦runner 17.06.2019 12:29
    Highlight Highlight Von wegen "Trendwende"
    In jedem Aufwärtstrend kann es eine Phase der Konsolidierung geben, in diese Zahlen würde ich daher wirklich nicht zu viel hinein interpretieren.
    Schwankungen sind normal, irgendwann ist der Markt auch gesättigt und stabilisiert sich auf einem gewissem Niveau.
  • THEOne 17.06.2019 12:24
    Highlight Highlight selbst wenns so wär, fürs klima ist das nicht mal ein tropfen auf den heissen stein.
    und eben, es ist ein "trend"....
    sagt ja schon alles
  • Max Dick 17.06.2019 11:51
    Highlight Highlight Wieso wird eigentlich die ganze Zeit nur über Anzahl Flugreisen gesprochen im Zusammenhang mit der Klima-Debatte? Interessanter wäre Konsumverhalten, effizientere Energie- und Heizmethoden sowie Gebäudesanierungen. Manchmal erhält man einfach den Eindruck, dass die weitere Entwicklung der Klimaerwärmung davon abhängig ist, ob ich jetzt in den Ferien zuhause bleibe oder nicht.
    • Binnennomade 17.06.2019 12:22
      Highlight Highlight Rechne dir mal deinen CO2-Fussabdruck aus, und dann schau, wie viel CO2 ein Langstreckenflug pro Passagier verursacht, dann hast du deine Antwort.
    • zaphod67 17.06.2019 12:31
      Highlight Highlight BAZL: Bezogen auf den gesamten weltweiten Verbrauch von fossilen
      Brennstoffen (Erdölprodukte, Kohle, Gas) hat die Luftfahrt einen
      Anteil von 2 % am CO2-Ausstoss.

      Jeder weitere Kommentar überflüssig.
    • satyros 17.06.2019 12:52
      Highlight Highlight @zaphod67: In der Schweiz ist der Anteil bei einem Fünftel. Wir fliegen weltweit am meisten und doppelt so viel wie etwa die Deutschen, Franzosen oder Italiener. Wenn wir unseren CO2-Ausstoss verringern wollen, wird das nicht gehen, ohne drastisch weniger zu fliegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • #Technium# 17.06.2019 11:46
    Highlight Highlight Ihr könnt mich jetzt als einen Öko-Sünder beschimpfen, aber ich werde weiter viel fliegen und das Auto benutzen, Fleisch essen, meine Kinder impfen lassen und keine Pseudokügeli gegen Beschwerden nehmen. Ich lasse mir von diesen Ökos nicht vorschreiben, wie ich zu leben habe.
    • Caligula 17.06.2019 12:27
      Highlight Highlight Klimaschutzbefürworter, Homöopathie und Impfgegner haben eine sehr kleine Schnittmenge. Unklar gegen wenn du mit diesem Kommentar schiessen willst. Einer gegen alle?
    • Walter Sahli 17.06.2019 12:28
      Highlight Highlight Solange Du nicht rumheulst, wenn das alles nicht mehr so schön billig bleiben wird, ist es Dir überlassen.
      Und vielleicht solltest Du Dir noch ein paar schlaue Antworten einfallen lassen, warum Dir die Zukunft Deiner Kinder am Hintern vorbeigeht - die werden nämlich eines Tages sicher fragen.
    • Max Dick 17.06.2019 12:47
      Highlight Highlight @Technium: Zu Punkten 1 - 3. Da beschimpfe ich dich nicht, da bin ich dir dankbar, weil du ehrlich bist und es zeigt, dass C02-Reduktion niemals auf freiwilliger Basis klappen wird, sondern übers Portmonee gesteuert werden muss. Und zwar in allen Ausstoss-Verursachenden Bereichen, nicht nur beim Fliegen und Auto fahren. Punkte 4 und 5 haben mit dem Thema herzlichst wenig zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • T13 17.06.2019 11:33
    Highlight Highlight Meine familie lebt am anderen ende der welt.
    Ich kann nun mal nicht dahin schwimmen ohne ein ganzes jahr unterwegs zu sein.
    Ergo werd ich auch in zukunft den flieger nehmen um sie zu besuchen.
  • Gubbe 17.06.2019 11:27
    Highlight Highlight Was kommt nach dem Flugschämen?
    Autoschämen?
    Kleiderschämen?
    Essenschämen?
    Ich fliege wie jedes Jahr, und schäme mich nicht.
    Ich schäme mich für die idiotische Abholzerei von Wäldern.
    Wir sammeln PETflaschen, diese werden irgendwohin gekarrt und verbrannt. Recycelt werden die wenigsten. Diese Trinkflaschen sind beim Kauf neu.
    Elektroschrott ist auch schämenswert. Auch er wird irgendwo nach dem Abkratzen von Gold, verbrannt.
    • burton85 17.06.2019 12:16
      Highlight Highlight Freue mich aufs Kleiderschämen :)
    • Binnennomade 17.06.2019 12:28
      Highlight Highlight Und deine Faktenresistenz behälst du scheinbar auch bei.

      - Schweizer PET-Flaschen werden nicht exportiert, sondern hier recycelt.

      - Die allermeisten Trinkflaschen in der Schweiz sind ein Misch aus Recycling und Neuplastik.

      - Die Abholzung ist nur für etwa 10% der verschwindenden Waldfläche verantwortlich, der Rest wird gerodet für die Landwirtschaft, v.a. für Futtermittel, sprich letztendlich die Fleischindustrie
    • Damian derungs 17.06.2019 13:04
      Highlight Highlight Aus pet flaschen kannst du keine flaschen mehr herstellen, da das pet den inhalt der flasche aufnimmt und das mit den hygenevorschriften nicht vereinbar ist, es gibt meistens synthetische kleidung oder so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stambuoch 17.06.2019 11:26
    Highlight Highlight So lange es keine akzeptable Bahnverbindungen ins Baltikum gibt, ist mir es egal, was andere davon halten, wenn ich fliege.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 17.06.2019 11:10
    Highlight Highlight Wenn man auf den Link zur repräsentativen Umfrage klickt, landet man nicht bei dieser, nein, sondern bei der Medienmitteilung. Weshalb?
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 17.06.2019 11:10
    Highlight Highlight 40 % gaben an "künftig reduziert oder gar nicht mehr fliegen zu wollen."
    Das wird die Zukunft weisen, gerne eine Analyse der Zahl der Fluggäste auf watson in zwei Jahren.
    27% sagen, sie haben auf das Fliegen verzichtet.
    Diese Zahl sagt gar nichts aus, verzichten kann heissen, sind nicht geflogen, weil sie generell nicht fliegen oder aber wollten fliegen, haben sich aber dagegenentschieden.
    Ohne Studie lässt sich das nicht sagen.
    Weil die beim WWF nicht doff sind, liegt der Verdacht nahe, dass die Frage so gestellt wurde, dass zwangsläufig eine grosse Zahl entstät, lässt sich besser verkaufen.
  • Susanna Brugger 17.06.2019 11:05
    Highlight Highlight Und gestern übte diese Person wieder seine Flugkunststücke über unseren Köpfen im Gäu. Bewohntes Gebiet, wohlverstanden.
  • WID 17.06.2019 11:01
    Highlight Highlight Die Trendwende kommt erst mit verboten oder höhen Lenkungsabgaben.
  • Donald 17.06.2019 11:01
    Highlight Highlight Viele Leute würden in einer Umfrage auch angeben, dass sie sich in Zukunft gesünder ernähren wollen...
  • Scaros_2 17.06.2019 10:54
    Highlight Highlight Das glaube ich erst wenn die Flughäfen wie Zürich vermelden das sie im Sommer erstmals weniger Passagiere transportiert haben. Solange diese jedes Jahr mehr Leute transportieren ist die Umfrage nicht zu gebrauchen.
    • Max Dick 17.06.2019 11:41
      Highlight Highlight Das werden sie eventuell auch wirklich melden. Das kann dann aber genausogut wegen dem Schönwetter-Sommer 2018 sein, dass viele lieber hier bleiben als in ein "sonnensichereres" Land zu fliegen.
    • Scaros_2 17.06.2019 12:13
      Highlight Highlight @Max

      Letztes Jahr war es auch brutal warm und denoch hatte Zürich glaube ich Passagierrekord.

      https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/flughafen-zuerich-erzielt-2018-neuen-passagierrekord-133944842

      Kein Argument also
    • Max Dick 17.06.2019 12:52
      Highlight Highlight Scaros: Die Meisten planen und buchen ihre Ferien im Voraus und nicht erst wenn sie die Wetterprognose für die kommende Woche sehen. Und im Winter und Frühling 2018 wusste halt noch niemand, dass wir hier Juni bis August durchgehend Badewetter haben. Also würde eine allfällige Reaktion auf den letzten Sommer erst jetzt erfolgen.
  • Aurum 17.06.2019 10:41
    Highlight Highlight In Umfragen kann man sagen was man will. Mich interessieren dann vorallem die Zahlen nach Jahresabschluss. Schön wärs aber, wenns dann tatsächlich so ist!

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