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Dieser Mann ist selbst für Donald Trump zu krass

Der Ex-Präsident musste seinen langjährigen Berater Corey Lewandowski feuern. Warum? Lest selbst!
08.10.2021, 11:03

Was Machotum betrifft, ist Donald Trump nicht wirklich ein Sensibelchen. Im Gegenteil, je mehr macho, desto besser. Schliesslich hat der Mann einst in den legendären Videotapes «Access Hollywood» damit geprahlt, dass er Frauen in den Schritt greifen dürfe, weil er ja ein Star sei.

Deshalb lässt aufhorchen, wenn das Trump-Lager mitteilt, man habe sich von Corey Lewandowski wegen eines Vorfalls von «sexueller Belästigung» trennen müssen. Ja, man muss sogar doppelt aufhorchen, ist doch besagter Lewandowski einer der ältesten Trump-Kumpels.

Stets Trump zu Diensten: Corey Lewandowski.
Stets Trump zu Diensten: Corey Lewandowski.Bild: AP/AP

Er war zuerst Berater, dann Wahlkampfmanager, dann wieder Berater. Bis vor kurzem gehörte Lewandowski zum inneren Trump-Kreis und war für das Eintreiben von Spenden zuständig. Wenn er nun aus dem Paradies, respektive Mar-a-Lago, vertrieben wurde, musste etwas Gröberes vorgefallen sein.

Dem ist tatsächlich so, wie Tim Miller im Online-Magazine «The Bulwark» aufgedeckt hat. Lewandowski hat sich gegenüber einer Frau – man kann es leider kaum anders ausdrücken – unter jeder Sau verhalten. Zartbesaitete sollten daher an dieser Stelle die Lektüre abbrechen.

Das Ganze spielte sich an einem Diner ab, das dem Sammeln von Geld für ein sogenanntes Super-Pac – eine Art Spendefonds – für Trump diente. Lewandowski war dort in seiner Eigenschaft als oberster Spende-Sammler anwesend, eine gewisse Trashelle Odom als Ehefrau eines bedeutenden Spenders. Sie hatte das Unglück, Tischnachbarin von Lewandowski zu sein.

Lewandowski hatte schon reichlich Alkohol intus, als er sich neben die Frau setzte. Er fand sie offenbar attraktiv, und obwohl sie Mutter von fünf Kindern ist, begann er sofort, ihr unsittliche Anträge zu machen. Sein Penis sei 12 Zentimeter länger als derjenige eines durchschnittlichen Mannes, und er sei äusserst fit, prahlte er. Zweimal täglich mache er ein Workout und er renne rund 650 Kilometer pro Woche – eine lächerliche Aussage. Sie würde bedeuten, dass Lewandowski täglich zwei Marathons abspult.

Anyway. Weil er so fit sei, prahlte Lewandowski weiter, könne er beim Sex locker acht Stunden lang durchhalten. Ob Frauen wirklich davon träumen, sei dahingestellt. Frau Odom auf jeden Fall hatte überhaupt keine Lust, auf dieses Angebot einzutreten. Sie fand Lewandowski nur widerlich, zumal dieser x-mal versuchte, sie unsittlich zu betatschen.

Will ins Weisse Haus: Kristi Noem, Gouverneurin von South Dakota.
Will ins Weisse Haus: Kristi Noem, Gouverneurin von South Dakota.Bild: keystone

Nicht nur mit seinen angeblichen sexuellen Qualitäten prahlte Lewandowski, auch mit seinen Taten als Streetfighter. Er ist in einem rauen Viertel in Boston aufgewachsen und war als Teenager Mitglied einer Strassengang. Dabei habe er verschiedene Morde begangen, so Lewandowski. Schon als Zehnjähriger habe er einen Mann erdolcht. Als er ein bisschen älter geworden sei, «habe ich einem Mann in den Nacken gestochen und ihn umgebracht».

Das war nun definitiv zu viel für Mrs. Odom. Verzweifelt textete sie Kirsti Noem an und bat um Hilfe. Die Gouverneurin von South Dakota war ebenfalls anwesend. Ihr werden Ambitionen aufs Weisse Haus nachgesagt. Deshalb hatte Lewandoswki ein Beratungsmandat für sie. Böse Zungen wollen gar wissen, dass er auch ein Verhältnis mit ihr hatte, doch das wird vom Noem-Lager energisch bestritten.

Schliesslich konnte sich die geplagte Frau endlich von Lewandowski loseisen. Aber nicht, bevor er ihr zum Abschied noch ein Schnapsglas nachgeworfen hatte.

Der Vorfall war so krass, dass er nicht unter dem Deckel gehalten werden konnte, zumal Mrs. Odom kein Geheimnis daraus machte. «Er (Lewandowski) versuchte mehrmals, mich unangemessen zu berühren, sagte mir schmutzige und widerliche Dinge, stalkte mich und verletzte meine Gefühle», erklärte sie gegenüber der «Washington Post».

Das brachte das Fass zum Überlaufen. Auch eine Entschuldigung an die Adresse des Ehemanns des Opfers – er sei sturzbetrunken und somit nicht zurechnungsfähig gewesen – half nichts mehr. Gouverneurin Noem kündigte den Berater-Vertrag – und Trump setzte seinen langjährigen Kumpel an die frische Luft.

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