International
Russland

Moskau empört: Russischen Diplomaten US-Visa verwehrt

Moskau empört: Russischen Diplomaten US-Visa verwehrt

24.09.2019, 13:5924.09.2019, 13:59
Russian President Vladimir Putin, right, is followed by Italian Head of the Diplomatic Protocol Inigo Lambertini, second from right, as he steps off the plane as he arrives at Rome's internationa ...
Bild: AP

Die USA haben mehreren russischen Diplomaten nach Angaben aus Moskau zunächst keine Visa zur Uno-Vollversammlung in New York ausgestellt. Das sei ein beispielloser Schritt, sagte Vize-Aussenminister Sergej Rjabkow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge.

«Das empört uns zutiefst.» Es sei eine Protestnote eingereicht worden. «Wir werden sehen, in welcher Form, wann und in welchem ​​Umfang wir darauf reagieren werden», sagte Rjabkow.

Die Beziehungen zwischen Moskau und Washington sind seit langem auf einem Tiefpunkt. Dieser Vorgang gilt deshalb als weitere Stichelei in dem ohnehin zerrütteten Verhältnis. Die USA werfen Russland unter anderem eine Einmischung in US-Wahlen vor.

Nach Angaben des Aussenministeriums in Moskau haben zehn Mitglieder der Delegation keine Einreise-Genehmigung erhalten. Darunter sind die Aussenpolitiker Leonid Sluzki und Konstantin Kossatschow, der seit April vergangenen Jahres auf einer US-Sanktionsliste steht.

Die Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa zufolge haben die USA zur Begründung darauf verwiesen, dass Fristen nicht beachtet worden seien und Visa-Anträge entweder zu spät oder zu früh eingereicht worden seien. «Das ist nicht der Fall gewesen», sagte Sacharowa. Laut Kreml sind die USA verpflichtet, den Uno-Delegationen Visa auszuhändigen.

Die mehrtägige Generaldebatte der Uno-Vollversammlung geht noch bis kommenden Montag am Sitz der Vereinten Nationen in New York. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Augenblicke – Bilder aus aller Welt
1 / 66
Augenblicke – Bilder aus aller Welt
Zoo Berlin: Panda Weibchen Meng-Meng mit einem ihrer gerade geborenen Babies am 2. September 2019.
quelle: epa / zoo berlin handout
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Zehntausende protestieren auf den Strassen Russlands
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Wegen des Öls: Will Trump auch den Iran angreifen?
Die Gier des US-Präsidenten nach dem schwarzen Gold ist unersättlich – und dumm.
«Warum haben wir das Öl nicht genommen?», klagte Donald Trump – damals noch Immobilien-Tycoon in New York – nach dem Irak-Feldzug von George W. Bush. Die Frage hat vor mehr als zwei Jahrzehnten noch Sinn gemacht. Öl war damals immer noch der wichtigste Rohstoff, der die Weltwirtschaft am Laufen hielt. «Heute ist Öl nicht mehr unsere Achillesferse», hält jedoch Amy Myers Jaffe, Politologin an der New York University, in der «New York Times» fest.
Zur Story