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Krieg im Iran: Darum nennt Israel die Militäroperation «Löwengebrüll»

Darum nennt Israel die Militäroperation «Löwengebrüll»

02.03.2026, 13:4502.03.2026, 13:45

Benjamin Netanyahu, Sohn eines Historikers, greift gerne auf historische und biblische Bilder, Figuren und Geschichten zurück, um politische Botschaften zu vermitteln und sein Narrativ zu bestärken.

Der neuen Militäroperation gegen den Iran gab er den Namen «Löwengebrüll». Der Name geht auf diese Gedenkstatue zurück:

Die Gedenkenstaue «Brüllender Löwe» in Tel Chai im Oberen Galiläa im Norden Israels.
Die Gedenkenstaue «Brüllender Löwe» in Tel Chai im Oberen Galiläa im Norden Israels.bild: wikipedia

Die Statue steht in Tel Chai und erinnert an den Tod von acht Juden beim Kampf um Tel Chai im Jahr 1920, darunter der russisch-jüdische Volksheld Joseph Trumpeldor.

Das Leben von Trumpeldor war von Kämpfen geprägt. Geboren im damaligen Russischen Kaiserreich, wollte Joseph Trumpeldor ursprünglich Zahnarzt werden, entschied sich aber, freiwillig zur Armee zu gehen. Im Russisch-Japanischen Krieg (1904–1905) nahm er an der Belagerung von Port Arthur teil, verlor dabei seinen linken Arm und wurde gefangen genommen. Später ist er für seine Tapferkeit mehrfach ausgezeichnet worden.

Als Veteran kämpfte er im Ersten Weltkrieg in der sogenannten «Jüdischen Legion» an der Seite der Briten. 1920 verteidigte er gemeinsam mit jüdischen Siedlern die kleine Ortschaft Tel Chai in Galiläa gegen Angriffe arabischer Kämpfer. Die jüdische Siedlung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg während der Zeit des britischen Mandats gegründet. Trumpeldor fiel im Kampf.

Der russisch-jüdische Zionist Joseph Trumpeldor um 1904/1905.
Der russisch-jüdische Zionist Joseph Trumpeldor um 1904/1905. bild: gemeinfrei

Die Schlacht von Tel Chai wurde in der zionistischen Erinnerung zu einem Symbol für Mut, Selbstverteidigung und Opferbereitschaft. An der Stelle wurde später die Gedenkstätte mit der Löwenstatue errichtet. Die nahegelegene Stadt Kiryat Shemona (Stadt der Acht) wurde nach den acht Gefallenen benannt.

Nach dem jüdischen Kalender wird Joseph Trumpeldor jährlich am 11. Adar geehrt – an jenem Tag, an dem er 1920 starb. In diesem Jahr fiel der 11. Adar auf seinen 106. Todestag am 1. März – also einen Tag nach dem Angriff.

Netanjahu mag nicht nur Geschichte, sondern auch Inszenierung: So liess er sich während eines Telefonats mit Donald Trump mit dem Buch «Allies at War: The Politics of Defeating Hitler» (Allierte im Krieg: Die Politik des Siegs gegen Hitler) von Historiker Jonathan Dimbleby auf seinem Schreibtisch ablichten.

Das Werk behandelt die komplizierte Allianz der Gegner Nazi-Deutschlands im Zweiten Weltkrieg, insbesondere die Spannungen zwischen Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt und Josef Stalin. Obwohl sie gemeinsam gegen Hitler kämpften, hatten die Verbündeten erhebliche Meinungsverschiedenheiten.

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quelle: ap / vahid salemi
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