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Die Grünen nehmen Cassis ins Visier – so reagieren Tessiner Politiker

Cassis spielt die Minderheitenkarte. Und erhält im Tessin teilweise Support.

Doris Kleck / ch media



Die Grünen-Präsidentin Regula Rytz will den Sitz von Aussenminister Ignazio Cassis erobern. Das kommt nicht überraschend: die Linke kritisiert den FDP-Bundesrat seit seiner Wahl in die Landesregierung vor zwei Jahren. Er verkörpert für sie die rechte Mehrheit in der Landesregierung ­– und verlorenen Einfluss.

Allen voran die persönlichen Angriffe von SP-Präsident Christian Levrat sind fast schon legendär. Indem die Grünen-­Präsidentin Rytz nur Cassis, nicht aber die zweite Freisinnige Karin Keller-Sutter angreift, übernimmt sie Levrats Erzählung vom schwachen Tessiner Bundesrat.

Der Aussenminister hat sich eine Verteidigungsstrategie zurechtgelegt. Zwar verneinte er in einem Interview mit dem «Sonntags-Blick» Wahlkampf zu betreiben. So richtig glauben mag man ihm das aber nicht. Auffällig oft spricht Cassis über seine Probleme als Vertreter einer Minderheit.

Im Visier der Grünen: Aussenminister Ignazio Cassis. bild: keystone

Er fühle sich als Tessiner «absolut benachteiligt», sagte er: «Das spüre ich als Bundesrat so stark wie nie zuvor. Die Minderheiten sind sympathisch für die 1.-August-Reden. Wenn es aber um Machtteilung geht, spielen sie keine Rolle mehr.»

Im Tele Züri begründete er, weshalb er und nicht Keller-Sutter die Zielscheibe sei: «Ich bin anders, komme aus einer anderen Kultur, einer anderen Sprache. Das ist schon mal ein Unterschied, und Unterschiede stören auch.» Und weiter: «Man ist nicht immer für die Vielfalt, man versucht heute, im Mainstream zu sein, dann fühlt man sich in einer Komfortzone wohl.»

Die holprig formulierten Sätze zeigen zweierlei: Erstens ist es für Cassis tatsächlich nicht einfach, permanent in den Fremdsprachen zu reden. Die Präzision fehlt. Und zweitens fühlt er sich als Tessiner missverstanden.

Tessiner sprechen von Medienkampagne

Im Tessin hat Cassis Rückhalt. Just am Tag, als Rytz ihren Angriff verkündete, publizierte der Chefredakator des «Corriere del Ticino» eine Analyse. Darin schreibt er von einer Medienkampagne ennet des Gotthards gegen den Bundesrat der italienischen Schweiz, die stärker werde. Und die ernst zu nehmen sei.

Zumal am Sonntag der Tessiner Ständerat Filippo Lombardi abgewählt worden ist. Der Fraktionschef der CVP galt quasi als Bollwerk für die Verteidigung von Cassis.

Nach der Abwahl des langjährigen Tessiner Ständerats Filippo Lombardi sucht die CVP einen neuen Fraktionspräsidenten.

Abgewählt: CVP-Ständerat Filippo Lombardi. (r.) Bild: KEYSTONE/Ti-Press

Denn die Christdemokraten sind Mehrheitsmacher: Sie entscheiden, ob die Grünen einen Sitz bekommen oder nicht. Ohne Lombardi, so die Befürchtung, könnten sich die CVPler zu einer Abwahl Cassis hinreissen lassen.

Diese Überlegung machten sich dem Vernehmen nach auch die Spitzen der Grünen. Eine Abwahl nach nur 25 Monaten im Amt und nach 19 Jahren ohne Tessiner Bundesrat wäre für den «Corriere del Ticino» eine «antischweizerische Entscheidung».

«Wir haben lange für diesen Sitz gekämpft»

So denkt auch der Tessiner CVP-Nationalrat Marco Romano. Rytz müsse man zurück in die Mittelschule schicken, um etwas Staatskunde nachzuholen. «In der Verfassung steht ganz klar, dass die Landessprachen und Landesgegenden angemessen vertreten sein müssen», sagt Romano. Er nennt den Angriff der Grünen-Präsidentin respektlos gegenüber der Vielfalt der Schweiz.

Der CVPler sagt zwar: «Ich bin kein Fan von Cassis’ Politik.» Aber er stört sich daran, dass Cassis als Tessiner beurteilt wird. Rytz selbst sagt, sie könne verstehen, dass die Tessiner in der Landesregierung vertreten sein wollen. Doch man könne halt nicht alle Ansprüche auf einmal erfüllen. Die Grüne vertröstet die Tessiner auf später.

«Tessiner politisieren anders. Und dieser Stil wird von den Deutschschweizern nicht immer goutiert.»

Franco Cavalli, SP

«Wir haben lange für diesen Sitz gekämpft», sagt hingegen der ehemalige FDP-Präsident Fulvio Pelli. Das Tessin wäre sicher nicht glücklich über eine Abwahl, doch die Diskussion über die Cassis-Frage beginne erst langsam.

Der Südkanton schickt neun Vertreter nach Bern. Es ist davon auszugehen, dass die drei linken für Rytz votieren werden. Noch nicht geäussert hat sich ausgerechnet die neue SP-Ständerätin Marina Carrobio. Sie versteckt sich noch hinter ihrem Amt als Nationalratspräsidentin.

Carrobio wäre für den ehemaligen Tessiner SP-Fraktionschef Franco Cavalli eine valable Nachfolgerin für SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Der Marxist Cavalli macht keinen Hehl daraus, dass er lieber eine gute Grüne Bundesrätin hätte, als einen schlechten Tessiner in der Regierung, weil ihm Cassis Politik nicht gefällt. «Es würde mich zwar schmerzen, keine Tessiner Vertretung mehr im Bundesrat zu haben, aber es kommen bald wieder neue Möglichkeiten», sagt Cavalli.

In einem Punkt gibt er Cassis aber recht: «Tessiner politisieren anders. Und dieser Stil wird von den Deutschschweizern nicht immer goutiert.» (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lumpirr01 22.11.2019 13:34
    Highlight Highlight Die RR möchte unbedingt jetzt und nicht später in den Bundesrat, weil sie selber nicht so sicher ist, ob die Grünen (zusammen mit anderen Grün......) bei den nächsten Parlamentswahlen wieder als Siegerin auftreten kann.........
  • Mutbürgerin 22.11.2019 13:14
    Highlight Highlight Dass die Linken den Cassis für einen schlechten BR halten ist doch gerade darum ein positives Prädikat für ihn, ist ja mit Ueli Murer genauso. Wäre ja komisch, wenn er linke Politik betreiben würde. Ich hab auch noch nie gehört, dass die SP BR von Bürgerlichen gelobt wurden.
  • FrancoL 22.11.2019 10:58
    Highlight Highlight " . . . übernimmt sie Levrats Erzählung vom schwachen Tessiner Bundesrat"
    Ich denke die Grünen und vor allem RR kann gut selbst denken und es braucht nicht viel Einsicht um zu bemerken dass Cassis kein Held im BR ist.
    • mukeleven 22.11.2019 13:08
      Highlight Highlight ... dann habt ihr was gemeinsam, der cassis und du.
  • landre 22.11.2019 10:23
    Highlight Highlight Ein (nota bene) Tessiner Bundesrat der den Lohnschutz der EU auf dem silbernen Tablett offerieren wollte oder will, ist aus unzählig vielen Gründen unhaltbar.

    Da kann man noch so viel mit dem abstraktem, also interpretierbarem Art. 174 abs. 4 unserer BV um sich schwingen.
    • landre 22.11.2019 11:24
      Highlight Highlight @Blitze

      Erklärt doch Eure Blitze am besten den auch wohnhaften Arbeitnehmer-innen im Kanton Tessin.
      Buona giornata a tutte e tutti.
    • Guten Tag 22.11.2019 12:00
      Highlight Highlight Also hey !

      Es sind immer noch die Linken die Grünen und SP, die den Rahmenvertrag anstreben. (der schwache Wiederstand der Gewerkschaften wird gebrochen).
      Diese 2 Parteien, die letzlich einverstanden sein werden, den Lohnschutz zu kippen.
      Wesshalb auch immer.
    • landre 22.11.2019 15:09
      Highlight Highlight @trotzdem

      Die Grünen, SP und die Linken "werden" (Orakel?) also...(Als unparteiischer Stimmbürger interessieren mich solche parteipolitischen Diskurse und prozessierte Absichten nicht. Die Gefahr nur durch Unterstellungen zu prozessieren, ist zu gross.)
      Der sachliche Rahmenvertrag wird hingegen vom Gesamtbundesrat getragen. Das beauftragte Department...Verantwortlich für alle Kantone...
    Weitere Antworten anzeigen
  • ralck 22.11.2019 09:53
    Highlight Highlight Wie wärs mit Lombardi als Bundesrat?

    Oder geht das nicht, weil dann der HC Ambri Piotta zwei Bundesräte stellen würde? 😂😂😂
  • frnrsch 22.11.2019 09:43
    Highlight Highlight Cassis hat dich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Minderheitenkeule kann er natürlich bringen aber zeugt von seiner unbewustten Einsicht dass er bisher Mist gebaut hat. Ich glaube aber dass es gar nicht darum geht. Ich denke es geht um die Frauenfrage. Ich glaube die Grünen wollen nicht einer Frau die Stelle wegschnappen, würde sich nicht so gut machen. Meiner Meinung nach sollten sich die Grünen ein bisschen in Geduld üben und eine Legislaturperiode abwarten, wie es auch meistens üblich ist.
  • goschi 22.11.2019 09:22
    Highlight Highlight Also wenn die einzige Begründung dafür ist, wieso Ignazio Cassis im Bundesrat ist, dass er Tessiner ist, dann sollte man ihn dringend austauschen.
    Ja eine Minderheitenvertretung ist sehr wichtig, aber nicht als einzige Qualifikation, sondern als zusätzliche.
    Zuallererst muss jemand ein guter Bundesrat sein, danach erst kommen Partei und dann noch Landesteil.
    (Nun gut, die SVP hat es bei Parmelin ja auch umgekehrt gemacht...)
  • ralck 22.11.2019 09:10
    Highlight Highlight Für mich hat jede Politikerin und jeder Politiker, welche/r auch nur für dreissig Sekunden mit Glencore unter einer Decke verbringt, ordentlich Dreck am Stecken. Und tschüss!
  • Sir Konterbier 22.11.2019 08:41
    Highlight Highlight Es ist auch sehr stossend zu sehen, wie Rytz die Grünliberalen für sich einzuspannen versucht und sagt, „zusammen“ verdienten sie einen grünen Bundesrat. Schaut man die Smartspider etc. aber mal an sind die Grünliberalen wesentlich näher an der FDP als an den Grünen, das einzige was sie verbindet ist das „Grün“. Wenn man nach dieser Logik geht, könnte die FDP sagen: „Zusammen mit den Grünliberalen verdienen wir 2 Liberale Bundesratssitze“ und es wäre sogar noch schlüssiger.
    • der nubische Prinz 22.11.2019 08:59
      Highlight Highlight Seh ich genauso, eine grüne Politerin wäre auch nur in manchen Umweltpolitischen Themen auf Line der GLP.
    • FrancoL 22.11.2019 11:03
      Highlight Highlight @Sir; Machen Sie doch einmal die Rechnung mit SP+Grüne gegenüber GLP+FDP. Dann können Sie mir erklären wieso erstere Gruppierung nicht mehr BR haben sollte als zweite Gruppierung.
    • Antinatalist 22.11.2019 11:39
      Highlight Highlight Nach Wähleranteil müsste eigentlich ganz klar die CVP Platz machen. Die Grünliberalen haben nur halb so viel Stimmen wie die Grünen erhalten. Das Argument "Grüner Bundesrat" mag ja stimmen, aber von Parteienmix ist nichts zu halten. Weder Grün-Grünliberal noch FDP-Grünliberal. Anders sähe es aus, wenn die Parteien vorher fusionieren.
  • regen 22.11.2019 08:40
    Highlight Highlight als tessiner verfolge ich die politik in meinem kanton ganz genau. ich möchte daran erinnern, dass herr cassis an stelle von laura sadis, eine äusserst fähige und kompetente fdp-poltikerin mit exekutiverfahrung, von der plr (fdp/ti) nominiert wurde. cassis' politkarriere auf kommunaler, kantonaler und nationaler ebene spricht bände, wie er tickt: anpassen, lavieren und kriechen (bürgerrechtsgeschichte, pro tell etc.)
    cassis ist leider eine absolute fehlbesetzung, schade fürs tessin!
    sein politische profil würde bestens in die aktuelle italienische politik passen......🤷‍♂️
  • Smeyers 22.11.2019 08:30
    Highlight Highlight Ich find Cassis hat bis jetzt einen sehr guten Job gemacht.

    Wenn sich die Wahlerfolge der Grünen in den nächsten 2-3 Legislaturperioden wiederholen, haben Sie definitiv einen Sitz verdient. Aber auch die SVP musste 12 Jahre für einen zweiten Sitz warten, das gleiche sollte auch für die Grünen gelten.

    Und überhaupt warum zwei Bernerinen im Bundesrat (Sammaruga/Rytz) dann lieber zwei Zürcher das würde Bevölkerung und Wirtschaftskraft eher entsprechen.
  • Quacksalber 22.11.2019 08:24
    Highlight Highlight Neben Maurers Trumpismus und Parmelins was eigentlich? Ist Cassis einfach einer zuviel auf der rechten Seite.
    • Windfahnenprophet und Gotthelfjünger 22.11.2019 14:29
      Highlight Highlight Am liebsten hättest du 7 Linke. Entspricht aber nicht dem Volkswillen. Und was du willst, interessiert niemand!
  • pun 22.11.2019 08:19
    Highlight Highlight Die Minderheitenkarte zu spielen ist lächerlich von Cassis. Der Angriff kommt, weil er der EU unseren Lohnschutz feil bot und die aussenpolitische Integrität an Phillip Morris und Glencore verkaufte.
  • Fausto 22.11.2019 08:15
    Highlight Highlight An alle die, ohne zu argumentieren, das levratische Mantra wiederholen „Cassis sei ein schlechter BR“.
    Vor Chassis’ Amtseintritt waren die EU-Verhandlungen total blockiert. Das ist kein einfacher Job, mit der sturen EU zu verhandeln und Resultate nach Hause zu bringen, die sowohl den Gewerkschaften als auch den restlichen polarisierten Kreisen passen.
  • Leader 22.11.2019 08:13
    Highlight Highlight Es steht zwar in der Bundesverfassung, dass sich unsere Landesregierung aus Mitgliedern aller Sprachregionen zusammensetzen soll- von fähigen Mitgliedern ist dort nicht die Rede.
    Die Schweiz schützt seit jeher Minderheiten- darum wird das Tessin sicher weiterhin in der Landesregierung vertreten sein.
    Darum an alle die Bundesratsambitionen hegen- der Landesteil machts.
  • Max Dick 22.11.2019 08:07
    Highlight Highlight Wieso soll eigentlich ausschliesslich der Cassis angegriffen werden, nicht aber die Deutschschweizer FDP Bundesrätin Keller-Suter? Allein diese Tatsache zeigt, dass es den Grünen nur bedingt wirklich um eine korrekte Vertretung aller Parteien geht.
    • pun 22.11.2019 08:16
      Highlight Highlight Weil kks eine gute Bundesrätin mit politischem und weitsichtigem Urteilvermögen ist und keine Lobbyistin für internationale Grosskonzerne wie Cassis (Phillip Morris, Glencore).
    • adam gretener 22.11.2019 08:28
      Highlight Highlight Cassis ist ein äusserst schwacher Bundesrat und hat schon mehrmals gelogen. Ausserdem ist er ein BR von SVP-Gnaden. Und als Aussenminister nicht reisen zu wollen, ist ein grosser Witz.

      Cassis muss weg.
    • Max Dick 22.11.2019 08:35
      Highlight Highlight Wahnsinnig weitsichtiges Urteilsvermögen hat die KKS. Hat man in ihrer Arbeit als St. Galler Polizeidirektorin gemerkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garyx 22.11.2019 07:54
    Highlight Highlight Hat Frau Rytz nicht vielleicht Grosseltern oder Urgrosseltern, die aus dem Tessin stammen?
  • De Flip 22.11.2019 07:51
    Highlight Highlight "lieber eine gute Grüne Bundesrätin hätte, als einen schlechten Tessiner in der Regierung" generell sollte win BR unabhängig vom Anspruch seiner Partei und Kantonszugehörigkeit kommen. Wer sein Amt schlecht macht, soll gehen.
    • Gonzolino_2017 22.11.2019 08:08
      Highlight Highlight ... und wer entscheidet, dass jemand sein Amt schlecht macht? Auch Somaruga hat nicht nur Freunde, macht die deswegen eine schlechte Arbeit und muss sie deswegen auch gehen? Manche Aussagen sind wohl schneller gemacht als umgesetzt ...
    • Max Dick 22.11.2019 08:17
      Highlight Highlight Tja dafür aber müsste die Volkswahl des Bundesrates eingeführt werden. Oder wer sonst sollte über gut und schlecht richten? Es ist logisch, dass in den Augen der SVP Parlamentarier Sommaruga einen schlechten Job macht, in den Augen der SP und Grünen hingegen Cassis, Parmelin und Maurer.
    • Eskimo 22.11.2019 09:16
      Highlight Highlight Nach deiner Logik müsste dann Sommaruga für Rytz Platz machen..
  • Baron Swagham IV 22.11.2019 07:49
    Highlight Highlight Ich würde die Argumentationskette der Grünen einfach gerne verstehen.
    Beim 2ten SVP Sitz sagten sie (absolut zurecht) sie müssen auf eine passende Vakanz warten.
    Die Grünen warten nicht.

    Die Tessiner werden auf später vertröstet weil nicht alles berücksichtigt werden kann aber selbst ist ihnen auch nicht nach warten.

    Inhaltlich sind die Grünen ziemlich auf meiner Linie, aber staatspolitisch hingegen ziemliche Blindgänger.
    • Val Bavona 22.11.2019 08:14
      Highlight Highlight Auch regionalpolitisch verstehe ich Frau Rytz nicht. Beim Radiostudio ist sie die erste, die mit Verwies auf die Medienvielfalt in den Regionen gegen den Umzug kämpft, der Rauswurf des Tessins und eine Berner Doppelbesetzung im Bunderat geht dann aber in Ordnung...
    • phreko 22.11.2019 08:34
      Highlight Highlight Cassis bietet ja geradehin die "passende Vakanz" an.
    • Shabaqa 22.11.2019 08:58
      Highlight Highlight Das ist natürlich der Schwachpunkt ihrer Argumentation. Allerdings vertraten die Grünen zumeist nicht die Ansicht, die SVP müsse warten, sondern die SVP gehöre gar nicht in den BR. Zudem glaube ich, dass die Grünen jetzt einen Sitz einfordern müssen, wenn sie bei der nächsten Vakanz einen haben wollen. Sonst heisst es dann, sie müssten noch warten. Die SVP erhielt 2003 den zweiten Sitz, weil sie ihn schon 1999 und 2002 gefordert hat. Von dem erachte ich dieses Vorgehen als zielgerichtet. Wer Macht will, muss Machtwillen zeigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 22.11.2019 07:43
    Highlight Highlight Das Tessin hat einen besseren Vertreter als Cassis verdient.
  • MarGo 22.11.2019 07:30
    Highlight Highlight Es geht doch hier nicht darum, dass er aus dem Tessin kommt. Also echt, liebe Politiker. Ich befürchte die Bevölkerung sieht die Schweiz geeinter als die Politiker selbst - was ein trauriges Zeichen ist.
    Es geht schlicht darum, dass Cassis kein guter BR ist (bspw. EU-Verhandlungen) und zudem nicht über das nötige Urteilsvermögen verfügt (Philipp Morris lässt grüssen)
    Einzig und allein darum geht es, also hört auf die "rassisische" Keule zu schwingen liebe Tessiner.

    Nichtsdestotrotz bin ich dieses Jahr noch nicht für einen grünen BR. Das ändert aber nichts daran, dass Cassis schlecht ist!
    • Liselote Meier 22.11.2019 07:55
      Highlight Highlight Ja ist komplett Wurscht woher er kommt. Er könnte auch ein Schwarzer, Transgender Rätoromane sein.

      Minderheiten gehören gewiss auch eingebunden, das Schütz aber bei schlechter Leistung sicherlich nicht vor einer Abwahl.

      Ist ja geradzu lächerlich auf die Tessiner-Tränendrüsen zu drücken um von eigenen Leistungsausweis abzulenken.

      Sprich ein Bundesrat sollte alleine nach seiner Arbeit beurteilt werden ob er wiedergewählt wird oder nicht.
    • Gubbe 22.11.2019 08:48
      Highlight Highlight Wieso soll Cassis schlecht sein? Auf mich macht er äusserlich auch nicht den Eindruck des starken Mannes. Das ist aber der Physiognomie geschuldet. Ich bin mir sicher, dass alle seine Sätze die er spricht, vorher in der Partei oder im Kollegium des BR abgesprochen wurden. Von der Sprache her, spricht er eher fein. Aber so schlecht, dass die Rytz ihn ersetzen müsste, ist er auch nicht.
    • MarGo 22.11.2019 09:52
      Highlight Highlight Ich finde einfach, dass Rytz noch keinen Anspruch gelten machen dürfte. Ob sie besser oder schlechter als Cassis wäre, sei dahingestellt.
      Letztlich finde ich Cassis nicht schlechter als Parmelin - da gehören für mich beide weg, aber Parmelin ist ja untouchable...
  • Nomatter 22.11.2019 07:23
    Highlight Highlight Muss ein BR nicht an seiner Leistung gemessen werden und nicht seiner Kantonszugehörigkeit wegen?
    Jede Aussage der Politiker allen voran die von Cassis sind in meinen Augen so falsch.
    Er müsste doch gerade jetzt aufzeigen, dass er ein guter BR war (nicht meine Meinung) und nicht auf die Minderheitenschiene springen..
  • miarkei 22.11.2019 07:17
    Highlight Highlight Also ehrlich gesagt hat mich Cassis nicht gerade überzeugt als Bundesrat. Und es gibt sicher au genug Kantone die lange keine BR hatten und sich nicht immer benachteiligt fühlen.
    • bebby 22.11.2019 10:04
      Highlight Highlight Cassis weiss jetzt, wie es sich anfühlt, wenn man/frau nur als Quotentessiner betrachtet wird. Hätte er bis jetzt etwas geleistet, dann könnte er auch seinen Leistungsausweis verweisen.
    • TheFab 22.11.2019 10:58
      Highlight Highlight Es geht nicht um Kantone. Sondern um Sprachregionen. Um die Kulturelle Vielfalt der schweiz. Um Minderheiten. Die Schweiz ist seit eh und je eine Willensnation: gerade auch, weil man den Minderheiten mehr Mitspracherecht gibt, als rein arithmetisch korrekt wären.

      Wenden wir uns von diesen Prinzipien ab, verliert die ganze Schweiz ein grosser Teil ihrer Geschichte, Identität und Legitimation.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 22.11.2019 13:27
      Highlight Highlight Aber definitiv nicht Bern!
  • Punktraum 22.11.2019 07:16
    Highlight Highlight Er muss nicht weg, weil er ein Tessiner ist. Er muss weg, weil er ganz einfach einer der schlechtesten Bundesräte ever ist.
  • Now 22.11.2019 07:07
    Highlight Highlight Einer Minderheit anzugehören scheint heute der USP der Politik zu sein. Cassis begibt sich schon mal in die Opferrolle, Rytz will nur einen Mann angreifen obwohl Inhalt und Qualität zuerst kommen sollten.



  • FyRn4d4 22.11.2019 06:40
    Highlight Highlight Wer hat es mehr verdient im BR vertreten zu sein?

    A: 13.2% der Bevölkerung welche die Grünen gewählt hat

    B: ca. 4.5% aus einem bestimmten Kanton
  • rodolofo 22.11.2019 06:35
    Highlight Highlight "DAS Tessin" (Wer soll das überhaupt sein?) sollte sich erst mal selber fragen, ob es sich wirklich von einer Person vertreten lassen will, die im klassischen Sinn "nach oben buckelt und nach unten tritt"!
    Wer hat die "Rote Linie" beim Lohnschutz mit den "Flankierenden Massnahmen" in den Verhandlungen mit der EU über das Rahmenabkommen wohl mit Absicht und leichtfertig fallengelassen?
    Gerade das Tessin ist auf einen funktionierenden Lohnschutz am meisten angewiesen!
    Herr Cassis vertritt nicht "das Tessin", sondern die Interessen der Reichen und Super-Reichen (i.b. Multinationale Konzerne)!

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