Aargau
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340’000 Franken wegen Stromleitung: Geldsegen für Aargauer Ehepaar

Das Bundesverwaltungsgericht spricht einem Ehepaar aus dem aargauischen Niederwil eine sehr hohe Entschädigung zu – die Stromnetzbetreiberin Swissgrid lässt offen, ob sie das Resultat eines langen Rechtsstreits beim Bundesgericht anfechten will.

Fabian Hägler / ch media



Jahrelang wehrt sich ein Ehepaar aus Niederwil durch mehrere Gerichtsinstanzen gegen die nationale Stromnetzbetreiberin Swissgrid. Nun hat der Kampf ein Ende: Das Bundesverwaltungsgericht spricht dem Paar in einem Urteil, das am Dienstag veröffentlicht wurde, eine Entschädigung von 340'000 Franken zu.

Direkt am Dorfrand von Niederwil verläuft seit Jahrzehnten eine Hochspannungsleitung, ob sie künftig in den Boden verlegt wird, ist noch offen.

Direkt am Dorfrand von Niederwil verläuft seit Jahrzehnten eine Hochspannungsleitung, ob sie künftig in den Boden verlegt wird, ist noch offen. Bild: ch media/alex spichale

Als Grund nennt das Gericht, dass die Starkstromleitung, die über das Grundstück führt, zu einer Wertminderung der Liegenschaft führt. Netzbetreiberin Swissgrid ist hingegen anderer Meinung: Ein psychologischer Minderwert müsse nicht berücksichtigt werden, argumentierte das Unternehmen.

Swissgrid äussert sich zurückhaltend

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann an das Bundesgericht weitergezogen werden. Ob die Firma dies tut, lässt Sprecher Kaspar Haffner auf Anfrage offen: «Swissgrid hat das Urteil zur Kenntnis genommen, analysiert es und entscheidet dann über das weitere Vorgehen.»

Auch zur Frage, ob das Urteil eine Signalwirkung haben könnte und nun weitere Entschädigungsforderungen von Anwohnern drohen könnten, bei denen eine Hochspannungsleitung über das Grundstück führt, äussert sich Haffner zurückhaltend. «Swissgrid spekuliert nicht über mögliche Auswirkungen dieses Entscheids des Bundesverwaltungsgerichts», teilt der Sprecher mit.

Hintergrund der Auseinandersetzung zwischen dem Ehepaar und Swissgrid ist der jahrelang Konflikt um den geplanten Ausbau der Stromleitung. Umstritten ist insbesondere die Frage, ob die neue Leitung weiterhin auf hohen Masten, oder unterirdisch geführt werden soll. Hans Kneubühler, der Präsident des Vereins Verträgliche Starkstromleitung Reusstal (VSLR), kämpft seit Jahren für die Verkabelung. Diese unterirdische Variante ist im Vergleich zur klassischen Mastenleitung teurer.

Eine neue Mastenleitung würde viel Widerstand auslösen

Kneubühler gibt aber zu bedenken: «Mit der Summe, die Swissgrid für die Wertminderung der Liegenschaft wegen der Freileitung zahlen muss, relativiert sich dieses Argument.»

Zudem erwartet der Präsident des Vereins Verträgliche Starkstromleitung Reusstal, dass ein Projekt mit Hochspannungsmasten auf starken Widerstand stossen würde. «Alle Gemeinden im Bereich der geplanten Leitung haben sich für eine Kabelvariante unter dem Boden ausgesprochen», hält Kneubühler fest.

Könnte das neue Urteil einen Einfluss darauf haben, ob die neue Leitung im Reusstal auf Masten oder unterirdisch erstellt wird? Swissgrid-Sprecher Kaspar Haffner sagt, man habe mögliche Planungskorridore für Kabel-, Teilverkabelungs- und Freileitungsvarianten ausgearbeitet.

Eine Begleitgruppe mit Vertretern von Bund, kantonalen Behörden, Umweltverbänden und Swissgrid gebe eine Empfehlung für die Linienführung sowie die technischen Varianten ab.

Dies passiert laut Haffner unter Anwendung des Bewertungsschemas für Übertragungsleitungen. Der Entscheid, ob die Leitung ganz oder teilweise in den Boden verlegt wird, liege dann beim Bundesrat. (aargauerzeitung.ch)

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • PC Principal 14.11.2019 11:39
    Highlight Highlight Das ist ein typisches Erste-Welt-Problem. Es ist ja nicht so, dass der Strommasten irgendwie die Aussicht zerschtört oder Schatten macht. Es geht nur darum, dass man den nicht sehen will. Aus demselben Grund gibt es auch praktisch keine Windräder in der Schweiz.

    Ich denke, sowas ist absolut zumutbar und nach ein paar Tagen hat man sich an den Anblick gewöhnt.
    • Scott 14.11.2019 18:19
      Highlight Highlight Möchten Sie direkt unter einer Starkstromleitung leben?
      Ich glaube nicht, dass es hier um den Mast geht.
    • PC Principal 14.11.2019 23:18
      Highlight Highlight Ja ich würde sehr gerne unter einer Starkstromleitung leben, ich bin schliesslich kein Esoteriker. Eigentlich wäre es mir völlig egal, da gibt es 1000 Wohnungskriterien die wichtiger sind.
  • Hofer Ernst 14.11.2019 09:25
    Highlight Highlight Ich will auch einen Strommasten vor meiner Hütte, dass bringt MoneyMoney
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 14.11.2019 13:43
      Highlight Highlight Nein, möchten sie nicht.
      Sobald sie rausgehen hören sie es surren, Radios müssen sie den Stecker ziehen sonst schnurrt der in 50Hz

      Ich bezog eine Wohnung unter so einem Ding
      Mit sowas hatte ich schon nicht gerechnet.

      Aber ich klagte nicht, wäre Dumm den Brötchengebrr zu verklagen
  • GraveDigger 14.11.2019 09:04
    Highlight Highlight Keiner will Stromleitungen, aber alle wollen Elektroautos..
  • Quacksalber 14.11.2019 08:54
    Highlight Highlight Die Hausbesitzer könnten die Verlegung der Leitung in den Boden mitfinanzieren. Sie haben ja dann eine Wertsteigerung. So gehts auch.
  • Lienat 14.11.2019 08:52
    Highlight Highlight "Ein psychologischer Minderwert müsse nicht berücksichtigt werden, argumentierte das Unternehmen."

    Man kann ja vom vorliegenden Urteil halten, was man will. Aber diese Argumentation von Swissgrid ist Blödsinn. Würde mich mal wundern, ob da auch so argumentiert würde, wenn die nächste 380kV-Leitung direkt über das Grundstück vom Swissgrid-CEO führen würde?
  • Hofer Ernst 14.11.2019 07:53
    Highlight Highlight Stand zuerst das Haus oder der Strommasten
  • Kiro Striked 14.11.2019 07:09
    Highlight Highlight Aber Strom wän au alli.

    Fände es nich Interessant zu wissen, ob die Leitung die seit Jahrzehnten dasteht, oder das Grundstück erst da war.

    So allá Fluglärmgegner bei Kloten. Erst spottbillig Grundstück kaufen, dann wegen Fluglärm klagen.
    • Allion88 14.11.2019 08:08
      Highlight Highlight es benutzen auch alle ein trottoir, trotzdem will ich keines durch meinen garten.

      leider ist es heute trend, z.b. bei uns mit dem sportplatz dasselbe. dieser ist seit 80 jahren am gleichen ort. trotzdem motzen diverse neu-anwohner ständig wegen dem lärm. kann man ja nicht wissen, wenn man 20m weg von tennis- und fussballplätzen wohnt, dass es mal laut werden kann
  • sigma2 14.11.2019 07:03
    Highlight Highlight Ein richtig schlechter Artikel. Der Leser weiss nicht genau, weshalb das Ehepaar nun eine Entschädigung bekommt. Die Leitung führt da seit Jahrzehnten durch. Was war eher da, die Leitung oder das Haus? Hat das Ehepaar gebaut, obwohl sie von der Leitung wussten oder diese schon damals stand. Oder dauert der Rechtsstreit schon Jahrzehnte lang? Oder geht es nur um den Ersatz oder die Erweiterung der Leitung? Fragen über Fragen und keine Antwort im Artikel.
  • ursus3000 14.11.2019 06:54
    Highlight Highlight das Quartier sieht aber nicht aus als würde es seit Jahrzehnten dort stehen
  • WID 14.11.2019 06:49
    Highlight Highlight Ist ja klar, mindert eine Stromleitung im Garten den Liegenschaftswert. Warum muss man dafür überhaupt vor Gericht?

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