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epa04148595 Exterior view on the new headquarters of German Intelligence Service BND at Chausseestrasse during opening ceremony for the northern building complex of the new headquarters of the German Intelligence Service BND in Berlin, Germany, 31 March 2014. 170 employees will move into the buildings at first.  EPA/SOEREN STACHE

Das Hauptgebäude des deutschen Nachrichtendienstes in Berlin. Bild: EPA/DPA

Mehrere Jahre lang

Deutscher Nachrichtendienst belieferte NSA mit Daten

26.06.14, 04:19 26.06.14, 08:50

Der deutsche Nachrichtendienst BND hat jahrelang Telefondaten an den US-Geheimdienst NSA weitergeleitet. Das berichten mehrere deutsche Medien am Mittwochabend nach Recherchen. Betroffen sein sollen nur Daten von Ausländern. 

Der BND fing zwischen 2004 und 2007 an einem Datenknotenpunkt in Frankfurt am Main grosse Mengen an Rohdaten ab und leitete sie direkt an den US-Geheimdienst NSA weiter, meldeten von «Süddeutscher Zeitung», NDR und WDR. Allerdings seien Daten deutscher Staatsbürger dabei nicht übermittelt worden. 

Die Aktion wurde beendet, weil sie «politisch viel zu heikel» war.

Anonymer Insider

Die Operation von BND und NSA wurde beendet, weil die Aktion «politisch viel zu heikel» gewesen sei, erinnerte sich den Medienberichten zufolge ein mit den Abläufen vertrauter Beteiligter. Die NSA habe gegen die Einstellung dieser Zusammenarbeit protestiert. 

Verantwortlicher: Frank-Walter Steinmeier

Als Kanzleramtschef verantwortlich für die Operation war den Angaben zufolge damals zunächst der heutige Aussenminister Frank-Walter Steinmeier. Ein Sprecher der Bundesregierung habe auf Anfrage lediglich erklärt, dass die Arbeit des Auslandsnachrichtendienstes BND der parlamentarischen Kontrolle unterliege. 

Frank-Walter Steinmeier war damals Kanzleramtschef. Bild: VALENTYN OGIRENKO/REUTERS

«Grundsätzlich gilt daher, dass der BND zu Aspekten seiner operativen Arbeit ausschliesslich der Bundesregierung und den zuständigen, geheimtagenden Gremien des Deutschen Bundestages berichtet», sagte der Sprecher. 

Die neuen Berichte erfolgten unmittelbar vor einer neuen Sitzung des Bundestags-Untersuchungsausschusses zur NSA-Affäre. Dabei wollen sich die Mitglieder am Donnerstag vor allem mit den technischen Möglichkeiten der massenhaften Ausspähung des Datenverkehrs beschäftigen. (sda/afp) 



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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