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Cristiano Ronaldo bejubelt seinen Siegtreffer in der Nachspielzeit frenetisch.
Cristiano Ronaldo bejubelt seinen Siegtreffer in der Nachspielzeit frenetisch.Bild: keystone

Wolfsburgs Penalty-Ärger und Rekord-Ronaldo – was in der Champions League auffiel

30.09.2021, 09:3501.10.2021, 06:04

Penalty oder nicht?

Dass es ausgerechnet in Wolfsburg zu einer derart langen und grossen Rudelbildung kam, ist fast schon poetisch, aber auch nachvollziehbar. Es lief bereits die 85. Minute, Wolfsburg führte zuhause gegen Sevilla dank eines Tors von Renato Steffen mit 1:0. Doch da entschied der bulgarische Schiedsrichter Georgi Kabakov nach einem angeblichen Foul auf Penalty für die Spanier.

Die Wolfsburger können es nicht fassen: Georgi Kabakov entscheidet auf Penalty.
Die Wolfsburger können es nicht fassen: Georgi Kabakov entscheidet auf Penalty.Bild: keystone

Kabakov wurde erst vom Videoassistenten auf das mögliche Vergehen von Josuha Guilavogui aufmerksam gemacht. Daraufhin konsultierte er die Videobilder, auf denen zu sehen war, wie der Wolfsburg-Mittelfeldspieler zuerst den Ball wegspielte und dann im Laufe einer natürlichen Bewegung auch noch den Gegner traf. Nach rund zwei Minuten Videostudium entschied der Unparteiische auf Elfmeter – sehr zum Unverständnis der Hausherren.

Die fragliche Szene und der Penalty von Rakitic im Video.Video: streamable

Ivan Rakitic lief an und versenkte den Elfer kurz vor Schluss zum Ausgleich für die Gäste. Guilavogui flog zudem mit Gelb-Rot vom Platz. In der Studiosendung von Blue Sport fand Experte Marco Streller deutliche Worte für die Situation: «Wer hier auf Penalty entscheidet, hat nie Fussball gespielt.»

Wie hättest du entschieden?

Verissimos Grätsche ist buonissimo

Normalerweise feiern wir ja vor allem grossartige Tore, Flanken oder Pässe ab. Doch zwischendurch gelingen Verteidigern einfach derart geniale Defensiv-Aktionen, bei denen man gar nicht anders kann, als sie abzufeiern. So gesehen im Match zwischen Benfica Lissabon und dem FC Barcelona: Frenkie de Jong serviert den Ball seinem Stürmer Luuk de Jong pfannenfertig auf den Fuss. Doch Benfica-Verteidiger Lucas Verissimo streckt den Fuss in einer perfekten Grätsche aus und rettet so für seinen bereits geschlagenen Goalie.

Verissimo verhindert das sicher geglaubte Tor für Barcelona.Video: streamable

Ronaldo überholt den Trainer

Kein Champions-League-Abend ohne neuen Ronaldo-Rekord. Gestern stellte die lebende Legende gar gleich deren zwei auf. Einerseits spielte der 36-jährige Portugiese seine 178. Champions-League-Partie, überholte damit Iker Casillas und ist nun alleiniger Rekordhalter mit den meisten Spielen in der Königsklasse.

Andererseits erzielte CR7 in der Nachspielzeit den Siegtreffer für Manchester United. Nach 94 Minuten und 13 Sekunden war es der späteste Siegtreffer für die Red Devils in der Königsklasse. Ronaldo übertraf den bisherigen Klubrekordhalter um fast zwei Minuten: Ole Gunnar Solskjaer, der jetzt sein Trainer ist, und ManUtd im epischen Champions-League-Final 1999 zum 2:1 gegen Bayern München schoss.

Cristiano Ronaldo schiesst Manchester United zum Sieg.Video: streamable

De Roon mit dem ältesten Witz im «Plusico»

Nach der Euphorie mit dem Sieg gegen Manchester United folgte für YB auswärts bei Atalanta Bergamo die Ernüchterung. Die Berner waren fast ausschliesslich am Verteidigen und verloren die Partie am Ende mit 0:1. Atalanta-Witzbold Marten de Roon konnte sich das obligate Wortspiel mit dem Gegner nach der Partie nicht verkneifen und schrieb: «Ich wollte schreiben, dass wir Young Boys geschlagen haben, aber ich will nicht in Schwierigkeiten geraten.»

Ebenfalls in guter Stimmung dürfte die Firma Plus500 gewesen sein. Der Finanzdienstleister ist sowohl bei YB als auch bei Atalanta Trikotsponsor und erklärte das gestrige Spiel kurzerhand zum Clasico Plusico.

Ehrlich währt am längsten

Manchmal gibt es im Fussball Tore, bei denen man sich denkt: «Das hat der Spieler niemals mit Absicht gemacht.» Doch der Torschütze betont danach im Interview lang und breit, wie er versucht habe, den Ball «einfach mal aufs Tor zu bringen».

Sané düpiert Kiew-Goalie Georgi Bushchan.Video: streamable

Ganz anders Leroy Sané. Der Bayern-Flügel erzielte gestern beim lockeren Sieg über Dynamo Kiew das 4:0 absolut sehenswert aus extrem spitzen Winkel. Nach dem Spiel gestand der Deutsche, dass das so gar nicht geplant war: «Das war keine Absicht. Ich wollte den Ball normal reinflanken, aber da habe ich etwas Glück gehabt, dass meine Technik in dem Moment nicht so gut war.»

Juventus' Rekordtor

Ein klassischer Fall von «da war der Gegner mit den Gedanken wohl noch in der Pause». Nur gerade zehn Sekunden waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Juventus gegen Chelsea in Führung ging. Federico Chiesa schloss den blitzschnell gespielten Angriff ab. Die zehn Sekunden zwischen Wiederanpfiff und dem Tor machen den Treffer gemäss den Statistikern von Opta zum schnellsten Tor nach Wiederanpfiff in der jüngeren Champions-League-Geschichte.

Zahnloses Chelsea

Überhaupt war es ein bitterer Abend für Chelsea in Turin. Der Champions-League-Titelverteidiger dominierte das Spiel, hatte 66 Prozent Ballbesitz und 16:6 Abschlüsse. Doch kein einziger davon fand den Weg ins Tor. Seit 2003 hatte Chelsea noch nie so viele Schüsse in einem Champions-League-Spiel, ohne nicht mindestens ein Tor zu erzielen.

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