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US-Captain Megan Rapinoe pfeift auf «das beschissene Weisse Haus»

epa07670761 Megan Rapinoe (C) of USA celebrates with teammates after scoring the 0-1 lead during the FIFA Women's World Cup 2019 round of 16 soccer match between Spain and USA at Reims, France, 2 ...
Rapinoe freut sich mit ihren Teamkolleginnen über den Einzug in den WM-Viertelfinal.Bild: EPA/EPA

Keine Lust auf Trump – US-Captain Rapinoe pfeift auf «das beschissene Weisse Haus»

26.06.2019, 14:5426.06.2019, 15:54

Megan Rapinoe, Captain des US-Frauenfussball-Nationalteams, hat überhaupt keine Lust auf einen Besuch bei Präsident Donald Trump im Weissen Haus. Das machte sie in einem am Dienstag veröffentlichten Video-Interviewausschnitt des US-Fussballmagazins «Eight By Eight» mit drastischen Worten deutlich: «I'm not going to the fucking White House» («Ich werde nicht in das beschissene Weisse Haus gehen.»)

Sie habe ohnehin Zweifel, dass die Mannschaft im Fall eines Titelgewinns vom Präsidenten eingeladen werde, fügte die 33-Jährige hinzu. In der zuvor erschienenen Print-Ausgabe des Magazins hatte sie den Grund dafür genannt: Trump versuche zu verhindern, dass Teams eingeladen würden, die ihn ablehnten.

Die Offensivspielerin, die das US-Team am Montag beim 2:1 über Spanien mit zwei Elfmetern ins WM-Viertelfinale geschossen hatte, bezieht immer wieder politisch Stellung und macht sich damit nicht nur Freunde. Im September 2016 hatte sich Rapinoe als eine der ersten weissen Sportlerinnen dem Protest des Footballers Colin Kaepernick angeschlossen, der sich aus Protest gegen Polizeigewalt und rassistische Diskriminierung bei der US-Nationalhymne hingekniet hatte.

Rapinoe beim Hymnen-Boykott 2016.
Rapinoe beim Hymnen-Boykott 2016.bild: Twitter

Inzwischen hat der US-Fussballverband seinen Spielerinnen diese Geste verboten. Rapinoe singt die Hymne jedoch nicht mit und steht mit den Armen hinter dem Rücken da, statt die rechte Hand auf das Herz zu legen, wie es sonst bei US-Sportlern üblich ist.

Die Rapinoe-Gala gegen Spanien.Video: YouTube/FIFATV

Rapinoe ist eine Vorkämpferin für die gleiche Bezahlung von Fussballerinnen wie deren männliche Kollegen, sie hat mit anderen Nationalspielerinnen deswegen den US-Verband verklagt. Im Juni 2018 posierte sie mit ihrer Lebensgefährtin, der Basketballspielerin Sue Bird, als erstes gleichgeschlechtliches Paar nackt auf dem Cover des US-Sportmagazins «ESPN». (pre/sda)

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