Wirtschaft
International

Britischer Mobilfunkanbieter erhebt nach Brexit wieder Roaming

Britischer Mobilfunkanbieter erhebt nach Brexit wieder Roaming

24.06.2021, 16:1424.06.2021, 16:14
Roaming Smartphone Ferien Paris
Briten müssen wieder zahlen fürs Telefonieren im AuslandBild: shutterstock.com

Eigentlich waren sie bereits abgeschafft, doch der Brexit bringt sie wieder zurück: Der britische Mobilfunkanbieter EE führt wieder Roaminggebühren ein. So fallen für Verträge, die vom 7. Juli an geschlossen werden, künftig Gebühren für Telefonate, SMS und Datennutzung im europäischen Ausland an.

Ab Januar 2022 müssen betroffene britische EE-Kunden dann pro Tag zwei Pfund (2.33 Euro) zahlen, wenn sie ihr Mobiltelefon in EU-Staaten und einigen anderen europäischen Ländern nutzen wollen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. EE ist damit der erste britische Mobilfunkanbieter, der die Gebühren wieder einführt.

Innerhalb der EU waren die Roaming-Gebühren 2017 abgeschafft worden. Seitdem können europäische Handynutzer weitgehend unbesorgt im Urlaub telefonieren oder surfen. Das galt bis vor Kurzem auch für das Vereinigte Königreich, das bis zu Beginn dieses Jahres de facto noch den Regeln des Staatenverbunds folgte.

Doch damit ist nun Schluss. Bislang hatte es so ausgesehen, als würden die die grossen Mobilfunkanbieter im Königreich weiter freiwillig auf die Gebühren verzichten. Ob andere Anbieter dem Vorbild von EE folgen, ist unklar. (aeg/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks
1 / 40
Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks
«Wo biiisch!?» watson präsentiert Meilensteine der Schweizer Mobilfunk-Geschichte.
quelle: keystone / martin ruetschi
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Trumps Börsengeschäfte – anrüchig und lukrativ
Donald Trump hat in den ersten drei Monaten des Jahres Börsengeschäfte in Millionenhöhe getätigt, wie die US-Ethikbehörde vermeldet. Pikant: Der US-Präsident investiert auch in Unternehmen, die von seiner Regierung profitieren.
Der US-Präsident – offizielles Jahresgehalt 400'000 Dollar – darf Wertpapiere besitzen, kaufen und veräussern, muss seine privaten Transaktionen gegenüber dem Staat aber offenlegen. Die Verfassung der Vereinigten Staaten verbietet ihm Börsengeschäfte nicht, wohl aber Insidergeschäfte. Der gegenwärtige Amtsinhaber Donald Trump und sein Umfeld sind schon mehrfach verdächtigt worden, solche verbotenen Geschäfte getätigt zu haben – bis jetzt jedoch ohne offizielle Anklageerhebung und ohne hieb- und stichfesten Beweis.
Zur Story