China
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Die Bayan-Obo-Mine ist ein Bergwerk im Autonomen Gebiet Innere Mongolei der Volksrepublik China. Laut Wikipedia die wichtigste Förderstätte weltweit für die Metalle. bild: shutterstock

China schwingt Rohstoff-Keule – droht USA mit Verknappung der Seltenen Erden

Der Handelskonflikt zwischen den Grossmächten spitzt sich weiter zu.



Im Handelsstreit mit den USA baut China eine weitere Drohkulisse auf. Auch das Parteiorgan der Kommunistischen Partei deutete am Mittwoch an, die Volksrepublik könne die Ausfuhr Seltener Erden in die USA beschränken.

Diese heiss begehrten Rohstoffe sind zentral für die Fertigung von Smartphones und anderen Elektronikgeräten.

In einem Kommentar von «Renmin Ribao» hiess es, die USA sollten die Möglichkeiten Chinas nicht unterschätzen, in dem Konflikt zurückzuschlagen. «Sagt nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt», betonen die Autoren an die Adresse der Vereinigten Staaten.

«Werden Seltene Erden eine Gegenwaffe Chinas zu dem ohne jeden Grund aufgebauten Druck der USA? Die Antwort ist kein Geheimnis.»

Der ungewöhnlich scharf formulierte Beitrag folgt auf andere Berichte staatlicher Zeitungen, in den Beschränkungen für die Ausfuhr der Rohstoffe angedroht worden waren.

China ist weltweit der wichtigste Lieferant von Seltenen Erden. Die USA wollten die mit den aus China importierten Rohstoffen hergestellten Geräte einsetzen, um Chinas Entwicklung zu bremsen, hiess es in dem Kommentar. «Das chinesische Volk wird dies niemals zulassen.»

Der Handelsstreit zwischen den beiden weltgrössten Wirtschaftsmächten hatte sich verschärft, nachdem die USA den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt hatten. US-Präsident Donald Trump wirft dem Huawei-Konzern vor, dass mit dessen Produkten Spionage für China betrieben werden kann. Das Unternehmen weist dies zurück.

Doppelt falsch

Die abgekürzte Bezeichnung «Seltene Erden» sei gleich doppelt missverständlich, hält br.de in einem lesenswerten Hintergrundbericht zu den begehrten Mineralien fest: Eigentlich müssten sie «Metalle der Seltenen Erden» (Seltenerdmetalle) heissen – und selten seien sie auch nicht.

Smartphones, Notebooks, LED-Leuchten, Elektromotoren – diese und noch viel mehr Hightech-Produkte würden ohne Seltene Erden nicht funktionieren. Da sie billig aus China zu bekommen waren, hätten andere Länder seit den 1990er-Jahren die «nicht so einfache und oft umweltschädliche Förderung zurückgefahren». Hauptlieferant sei nach wie vor China, trotz jahrelanger Suche nach Alternativen.

(dsc/sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Avenarius 30.05.2019 11:44
    Highlight Highlight Trump kann nicht über seinen fetten Bauch hinaus denken. Was für ein echter, dummer Looser !
    • Schlange12 30.05.2019 19:38
      Highlight Highlight Das war jetzt mal ein hochstehender Beitrag von Ihnen!!!!!
    • In vino veritas 31.05.2019 06:40
      Highlight Highlight Wirklich? Gerade bei Trump gibt es andere Angriffspunkte, als seinen Bauch. Wenn man persönlich wird muss man damit rechnen, dass die geäusserte Aussage nicht ernst genommen wird...
  • franzfifty 30.05.2019 11:10
    Highlight Highlight Was hier nicht beruecksichtigt ist, dass die USA praktisch den westlichen Teil des Planeten kontrollieren mit Ihrer Politik und Wirtschaft. Europa und andere Laender sind so extrem auf die USA fixiert, dass ein "Seltene Erden" Lieferstopp in die USA andere Konsequenzen haette - Die USA sind faehig andere Laender dazu zu bringen, auch ausserhalb der Smartphone Branche China zu boykottieren. China tut sich zurzeit gut, sich zurueckzuhalten. Am besten so aufzuzeigen, was die USA tun und andere Leute umzustimmen "gegen" die USA. Das ist wirkungsvoller!
  • cyberstad 30.05.2019 09:23
    Highlight Highlight Lungenkrebs in der inneren Mongolei in den Regionen, in denen für unsere Handys seltene Erden abgebaut werden, ist signifikant häufig.
    Verlagert Trump den Abbau in die USA, tut er dort etwas gegen die Übervölkerung:).
  • biszumbitterenende 30.05.2019 08:32
    Highlight Highlight "Laut wikipedia"😂 Wiki ist ja schön und gut, aber sollte nicht zitiert werden!
  • Don Alejandro 30.05.2019 08:20
    Highlight Highlight Ich glaube die Umwelt kann nur profitieren, wenn der Handel zwischen diesen beiden Grossmächten ein wenig gedrosselt wird.
  • Gawayn 29.05.2019 22:03
    Highlight Highlight Es wird gute Gründe geben, das vor allem China seltene Erden fördert.
    Andere Länder nicht.

    China wird Spionage vorgeworfen?
    Noch nie hat auch nur ein Fall ausserhalb Chinas bewiesen werden können.
    Die USA betreiben in aller Offenheit, weltweit seit Jahrzehnten Spionage.
    Das ist schlicht Tatsache.

    Welches Recht haben die USA alle Welt zu spionieren?
    • Normi 30.05.2019 09:21
      Highlight Highlight Jedes Land spioniert andere Länder aus.. das sollte jedem klar sein...

      Was hat das mit selten erden zu tun, die auch sehr häufig in Afrika abgebaut werden??

      Wenn man sieht was die Chinesische Regierung mit dem letzten freien Bücherei in Hongkong gemacht haben, sollte man sich überlegen was ist besser
      A: Eine Regierung mit einem riesigen 💩 der beleidigt, angegriffen und vor Gericht gezogen werden kann.... oder
      B: Eine Regierung bei welcher jegliche Kritik verboten ist und mit Gefängnis oder Tod bestraft wird...
      Was wählen sie???
  • m.andre 29.05.2019 21:30
    Highlight Highlight und wo ist jetzt der Beitrag??
    • Moudi 30.05.2019 11:04
      Highlight Highlight Sda
  • Toerpe Zwerg 29.05.2019 20:14
    Highlight Highlight Das dürfte ein Eigentor werden. Diese Metalle sind so selten nicht ... die Förderung ist eine Schweinerei, aber die USA können sich problemlos selber versorgen.

    Interessanter Fakt nebenbei: Bei der Förderung dieser Metalle ist oft Thorium ein unerwünscht mitgefördertes Element. Die Förderung der seltenen Erden bringt weit mehr Thorium zu Tage als für die Deckung des weltweiten Energiebedarfs nötig wäre.
    • Arthur Philip Dent 29.05.2019 22:00
      Highlight Highlight Also was lernen wir daraus? China kann die Technologie selber herstellen, die USA die Seltenen Erden selber fördern... Aber beide haben ein - wirtschaftliches - Interesse es nicht zu tun. So viel zur Logik des Handelskonflikts - wen wunderts... 😅
    • Ökonometriker 30.05.2019 01:08
      Highlight Highlight Man baut nicht einfach so von hrute auf Morgen neue Minen. Es wird Jahre dauern, bis die Förderkapazitäten geschaffen sind.
      Aber China exportiert ja eeiter an andere Länder. US Firmen könnten also die seltenen Erden in anderen Ländern aus China importieren, dort verarbeiten und dann in die USA importieren.
    • Toerpe Zwerg 30.05.2019 07:44
      Highlight Highlight Das ist so @ ökonometriker. Das wird dauern, nun aber mit Sicherheit geschehen. Nicht zum Vorteil von China
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerTaran 29.05.2019 19:58
    Highlight Highlight Das gibt Trump nur einen Grund auch in den USA nach seltenen Erden buddeln zu lassen (so selten sind die gar nicht).
    • AdvocatusDiaboli 29.05.2019 21:46
      Highlight Highlight Das ist die Ironie an der Sache. Je mehr China blockiert, desto weniger selten werden die Orte an denen die Förderung seltener Erden stattfindet.
  • pacoSVQ 29.05.2019 19:30
    Highlight Highlight War zu erwarten. Naja vielleicht beginnt Trump bald in Amerika oder Brasilien nach Tantal oder Silizium zu buddeln 😅
    • Samurai Gra 30.05.2019 09:03
      Highlight Highlight Bald wird das nicht geschehen.
      Erst muss für sehr viel Geld und gegen sehr viele Widerstände eine Infrastruktur geschaffen oder Aufgerüstet werden.

      Das heisst gefördert kann irgendwann in 5 - 15 Jahre werden, dann ist die Orange längst aus dem Amt
    • karl_e 30.05.2019 09:17
      Highlight Highlight Juan, Silizium gibt's in rauhen Mengen, auch bei uns.
  • spaddeloni 29.05.2019 18:30
    Highlight Highlight China sitzt hier definitiv am längeren Hebel
    • foreva 30.05.2019 09:51
      Highlight Highlight Definitiv nicht!
    • spaddeloni 30.05.2019 18:12
      Highlight Highlight Und warum nicht?
      Sie besitzen immerhin grosse (wenn nicht die grössten?) Vorkommen an seltenen Erden und haben grossen Einfluss auf dem Afrikanischen Kontinent wo es ebenfalls grosse Vorkommen gibt.

DAS ist das Krasseste, was wir bisher an Hamsterkäufen gesehen haben

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner am Sonntag noch dazu aufgerufen, Panikkäufe wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Er betonte: «Sie müssen nicht so viel kaufen. Nur keine Hektik, entspannen Sie sich einfach.» Seine Gesprächspartner hätten ihm zugesagt, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Genützt hat es allerdings nicht wirklich viel, wie es scheint. Derzeit geht nämlich ein Video viral, in dem jemand an einer riesigen Schlange von wartenden Kunden vorbeiläuft.

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