DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
William W. suchte mit diesem Bild nach Kundschaft für sein neues Restaurant in Olten. 
William W. suchte mit diesem Bild nach Kundschaft für sein neues Restaurant in Olten. 
bild: Facebook

Pädophiler Straftäter wohnte nur 750 Meter von Kinderheim – kommt jetzt eine PUK?

02.12.2018, 11:0702.12.2018, 11:43

Der Fall des verurteilten Pädophilen William W. dreht weitere Kreise: Der Mann, der sich an sechs Kindern in den Kantonen Aargau und Solothurn sexuell vergangen hatte, wohnte nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in unmittelbarer Nähe eines Kinderheimes, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Seine Unterkunft, das Wohnheim Bethlehem in Wangen bei Olten, liegt nur rund 750 Meter vom «Chinderhuus Elisabeth» entfernt, einem Durchgangsheim für Kinder in Krisensituationen. Dabei warnte ein Abschlussgutachten des Forensisch-Psychiatrischen Dienstes der Universität Bern vor «besonderen Risikosituationen, wenn William W. wieder unbeaufsichtigt Kontakt zu Kindern haben könnte.»

Die zuständigen Behörden des Kantons Solothurn hatten Kenntnis von William W.s Aufenthaltsort. Jetzt soll sich der Kolumbianer an einem siebten Kind vergriffen haben. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet wegen sexuellen Handlungen mit einem achtjährigen Knaben. William W. wurde in U-Haft genommen.

Kommt jetzt die PUK?

Die SVP des Kantons Solothurn verlangt eine parlamentarische Untersuchung des Falles. Es bestehe «der Verdacht, dass die Solothurner Justizbehörden in mehrfacher Hinsicht versagt haben». Zuständig für die Aufsicht über die Justizorgane ist die parlamentarische Justizkommission. Kommissionspräsident Beat Wildi (FDP) sagt: «Wir werden das an unserer Sitzung am 6. Dezember behandeln und über das weitere Vorgehen befinden.»

Auch Roland Fürst (CVP), Justizdirektor des Kantons Solothurn, sieht Handlungsbedarf: «Dieser Fall muss gründlich analysiert werden», sagt er in der «SonntagsZeitung». «Allfällige Schwachstellen müssen offengelegt und Verbesserungen angegangen werden.»

(amü)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kabel-Unfall bei Ski-WM St.Moritz: Ex-Flugstaffel-Chef steht vor Gericht

Das Militärgericht 2 in Aarau befasst sich am heutigen Donnerstag mit einem spektakulären, aber glimpflich verlaufenen Unfall einer Kunstflugstaffel im Februar 2017 in St. Moritz. Zu verantworten hat sich der damalige Leiter des PC-7-Teams.

Der Unfall ereignete sich am 17. Februar 2017 im Rahmen der Ski-WM in St. Moritz. Zu diesem Anlass hatte das Fernsehen SRF eine Seilbahnkamera eingerichtet. Zwei Seile führten sie parallel zur Rennstrecke.

Als Attraktion war eine Kunstflugvorführung …

Artikel lesen
Link zum Artikel