DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Auch im Letzigrund werden immer wieder Pyros gezündet. Nun geht die Bundesanwaltschaft erstmals gegen Pyrozünder vor.
Auch im Letzigrund werden immer wieder Pyros gezündet. Nun geht die Bundesanwaltschaft erstmals gegen Pyrozünder vor.
Bild: KEYSTONE

Allererste Klage wegen Pyro-Gebrauchs: Diesem Fussballfan geht's an den Kragen

31.03.2017, 11:1431.03.2017, 11:27

Die Bundesanwaltschaft klagt einen 23-jährigen Fussballfan an, der im Februar 2016 während eines Super League-Spiels des FC Luzern gegen den FC St. Gallen im Stadion mehrere Spreng- und Rauchkörper gezündet hat.

Es ist das erste Mal, dass die Bundesanwaltschaft eine Anklage wegen Gewalt in Sportstadien einreicht, wie sie am Freitag mitteilte. Die Vorwürfe lauten auf mehrfache Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht, schwere Körperverletzung, mehrfache Sachbeschädigung begangen aus Anlass einer öffentlichen Zusammenrottung sowie mehrfache Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz.

Aufs Spielfeld geworfen

Dem jungen Schweizer war es gelungen, pyrotechnische Gegenstände ins Stadion zu schmuggeln. Bilder von Überwachungskameras zeigten, dass er die Spreng- und Rauchkörper auf das Spielfeld geworfen hatte. Dabei habe er in Kauf genommen, dass Personen zu Schaden kommen und Schäden an der Einrichtung und am Rasen entstehen, teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit.

Dies sei auch tatsächlich auch eingetroffen: Eine Person aus dem benachbarten Sektor sei bei dieser Aktion nachhaltig verletzt worden. Zudem sei während der Strafuntersuchung entdeckt worden, dass der Beschuldigte unerlaubt im Besitz einer grösseren Menge ähnlicher pyrotechnischer Gegenstände gewesen war.

Die Bundesanwaltschaft erklärt ihre Zuständigkeit für das Strafverfahren mit der Art der Sprengkörper und dem Vorsatz, das explosive Material an einem Ort zu verwenden, an dem eine konkrete Gefährdung für Menschen und Gegenstände in Kauf genommen werden muss.

Der Beschuldigte wird sich vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona verantworten müssen. Bis zu einem Urteil gilt für ihn die Unschuldsvermutung. (sda)

Pyro-Skandal bei Dortmund vs. Galatasaray

1 / 16
Pyro-Skandal bei Dortmund vs. Galatasaray
quelle: ap/ap / martin meissner
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wegen Wartungsarbeiten – Schweizer Covid-Zertifikat hat eine Stunde nicht funktioniert

Das Covid-Zertifikat hat am Freitagabend eine Stunde lang nicht funktioniert – «Zertifikat mit ungültiger Signatur» war auf der BAG-App zu lesen. Der Grund waren Wartungsarbeiten beim EU-Gateway, wie das zuständige Bundesamt für Informatik (BIT) erklärte.

Alle Schlüssel aus der Liste seien kurzfristig nicht verfügbar gewesen, und die Schweizer Apps hätten die Covid-Zertifikate zeitweise «nicht validieren» können, schrieb das BIT über eine Stunde nach dem Ende des Ausfalls. Das BIT habe die …

Artikel lesen
Link zum Artikel